WSOPE - Londoner Bord sorgt für Heimsieg

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Unter dem ohrenbetäubenden Jubel seiner Fans gewann James Bord in der Nacht zum Mittwoch den WSOPE-Titel im Casino at the Empire. PokerZeit sprach mit dem Sieger.

Der in London geborene James Bord freute sich euphorisch über sein erstes Bracelet, insbesondere weil er im Sommer bei einem Lowball-Event der WSOP Platz 6 erreicht hat.

„Ich bin unglaublich erleichtert", rief Bord aus. „Es war ein großartiger, ein phantastischer Moment."

„Ich habe hier viel Herz gezeigt. Ich war schon mal nahe dran und habe es versaut. Dieses Mal nahm ich mir vor, einfach nur sauber weiterzuspielen und abzuwarten, was passiert. So bin ich hier jeden Tag vorgegangen, und das Ergebnis kann sich sehen lassen."

Mit seinem gegenüber der WSOP kleineren, aber mit Profis dicht besetzten Feld gilt das WSOPE Main Event als eines der härtesten Turniere der Welt. Bord glaubte jedoch fest an seine Chance.

„Wenn ich nicht überzeugt davon gewesen wäre, dass ich hier gewinnen kann, hätte ich mich gar nicht erst eingekauft. Es waren eine Reihe toller Spieler dabei, Phil Ivey und Viktor Blom sind ohne Frage erstklassig, aber auf der anderen Seite, nicht jeder Live-Spieler ist so gut. Ganz einfach."

Nachdem die Shortstacks Brian Powell und Marc Inzian als erste den Finaltisch verlassen hatten, erwischte es den Spieler, der als Chipleader ins Finale gegangen war.

WSOPE Heads Up
Das Objekt der Begierde.

Dan Fleyshman, CEO von Victory Poker, war mit dem Vorhaben angetreten, möglichst aggressiv zu spielen. Dieses Konzept ging allerdings nach hinten los, und Fleyshman musste sich auf Platz 7 verabschieden.

Daniel Steinberg schied nach einem verlorenen Coin Flip gegen Ronald Lee aus. Danach verloren wir Nicolas Levi, der eine wahre Achterbahnfahrt hinter sich brachte, und eine Zeitlang so aussah, als könnte ihm hier der ganz große Wurf gelingen.

Roland de Wolfe hatte in der letzten Nacht die Möglichkeit, zum Spitzenreiter in der ewigen englischen Geldrangliste aufzusteigen. Platz 4 für ihn war £278.945 wert, was nicht ganz für Platz 1 reicht. Dort verbleibt zunächst Dave „Devilfish" Ulliott.

Der Mann, der den Finaltisch die längste Zeit dominierte, war Ronald Lee. Bei noch drei Spielern hielt er 6,8 Mio. Chips, während Baldassari 2,5 Mio. und Bord nur 1,1 Mio. hielten.

Nun war es der Italiener, der den Druck erhöhte, bis Bord schließlich entschied, mit A-3 sein Turnierleben zu riskieren. Baldassari nahm die Herausforderung mit K-Q an, und die Fans begannen, im Chor „Two-four-five" zu singen. Das wäre der Traumflop für Bord gewesen.

Auf dem Flop kam tatsächlich eine Vier, und der Turn war eine Fünf, aber trotz der frenetischen Fans ließ sich das Deck nicht zu einer Zwei auf dem River überzeugen. Stattdessen erschien eine Blank, was Bords Entourage nicht davon abhielt, das Empire Casino hinsichtlich des Geräuschpegels in ein Fußballstadion zu verwandeln.

Der Italiener kämpfte sich jedoch zurück, hatte einmal Glück, als er mit A-4 gegen Lees A-K aufdoppeln konnte, und baute danach seine Stack mit unwiderstehlichem Druck immer weiter auf. Lee fand sich plötzlich als Shortstack wieder und riskierte sein Turnier schließlich mit einem Paar Fünfen. Bord zahlte mit A-K, traf einen König auf dem Flop, und Lee war raus.

Das Heads-up begann mit 6,2 Mio. Chips für Baldassari und 4,1 Mio. für Bord. Nachdem sich die beiden zunächst die Chips eine Weile hin- und herschoben, kam es schließlich zu einem Raiseabtausch, an dessen Ende zwei All-ins standen. Bords trat mit A-K gegen Baldassaris Q-8 an. Das Board half keinem von beiden, und Bord übernahm zum ersten Mal den Chiplead.

Danach ging alles ganz Schnell. Bord gewann einen weiteren großen Pot und brachte Baldassari schließlich dazu, mit einem Paar Fünfen gegen seine Zehnen all-in zu gehen. Wieder zeigte das Board keinerlei Interesse an beiden Spielern, und Bord sicherte sich unter tosendem Applaus den Titel und £830.401 Siegprämie.

„Es war phantastisch", jubelte Bord. „ich wurde hier geboren und ich liebe diese Stadt. Was soll ich noch sagen?"

Der WSOPE Main Event begann mit 346 Spielern und £3.460.000 Preispool.

Final Table Payouts:

  1. James Bord, £830.401
  2. Fabrizio Baldassari, £513.049
  3. Ronald Lee, £376.829
  4. Roland de Wolfe, £278.945
  5. Nicolas Levi, £208.119
  6. Daniel Steinberg, £156.530
  7. Dan Fleyshman, £118.643
  8. Brian Powell, £90.617
  9. Marc Inzian, £69.754

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