WSOPEurope Ergebnisse - Men the Master Interview

Erik Cajelais
Eric Cajelais - Gewinner des WSOPE Event Nr. 2.

Er wurde schon mehrfach des Falschspielens, Betrügens und Angle-Shootings bezichtigt. Gegenüber PokerZeit nahm er nun zu den Vorwürfen Stellung. Men erreichte den Finaltisch von Event Nr. 2 der WSOPE London, konnte aber gegen den Sieger Eric Cajelais letztlich nichts ausrichten. J.P. Kelly gewann das erste Event.

Event Nr. 1 - £ 1000 NLHE

Am Montag sorgte J. P. Kelly für Aufsehen, als er Event Nr. 1 - £1000 No Limit Hold'em gewann. Er war nicht nur der erste Engländer, dem ein solcher Titelgewinn in seinem Heimatland gewann, er ist auch erst der zweite Spieler, dem es gelingt, innerhalb eines Jahres WSOP-Titel auf beiden Seiten des Atlantiks zu gewinnen.

John Paul Kelly
Heimsieg für J.P. Kelly.

Erst im Sommer hatte Kelly bei der World Series ein $1500 PLHE Event gewonnen. Jetzt fügte er seinen Preisgeldern £136.803 hinzu. 608 Spieler hatten für ein imposantes Preisgeld gesorgt.

 

Event Nr. 2 - £ 2500 PLO/PLHE Mixed

Der Franko-Kanadier und ehemalige Barkeeper Eric Cajelais gewann das zweite Turnier und durfte damit nach zwei zweiten Plätzen bei Turnieren der WPT bzw. WSOP endlich das süße Gefühl des Triumphs auskosten.

„Ich wollte dieses Turnier unbedingt gewinnen, und ich wollte alles dafür tun, was notwendig war." Dass er dabei gegen vier mehrfache Braceletträger am Finaltisch bestehen musste (Men Nguyen, Howard Lederer, Chris Bjorin und Hoyt Corkins), kümmerte ihn nicht weiter.

„Ich würde gerne in einem großen Turnier mit schlechten Spielern gewinnen oder in einem kleinen Turnier mit den besten", sagte Cajelais. „Ich will einfach nur gewinnen." Cajelais erhielt das Bracelet und £104.677.

Men
The Master.

Men the Master im Interview

Er hat bereits sechs Bracelets gewonnen und steht in der ewigen Geldrangliste auf Platz 12. Trotzdem ist er weit weniger beliebt als die meisten der bekannten Pokerprofis aus Las Vegas. Immer wieder hatte er mit Gerüchten um betrügerisches Spiel zu kämpfen. Außerdem wurde er schon häufig wegen seines Verhaltens am Tisch gegenüber Spielern und Dealern kritisiert.

In unserem Interview versucht  Men the Master, einige Dinge richtigzustellen. Allerdings wird auch deutlich, warum der 55-jährige Profi aus Vietnam in der Beliebtheitsskala relativ weit unten zu finden ist.

„Um ehrlich zu sein, es ist das Geld, das mich motiviert. Armbänder bedeuten mir nichts. Ich habe der Welt bereits bewiesen, dass ich ein guter Spieler bin. Ich habe so viele Turniere gewonnen, dass ich sie schon gar nicht mehr zählen kann. Ich war vier Mal Spieler des Jahres. Ich muss nichts mehr beweisen."

„Ich bin nach England gekommen, um Spaß zu haben. Ich wollte gegen andere Spieler aus England und Europa antreten und Geld gewinnen. Das ist mir wichtig, und nicht, dass ich noch ein Armband gewinnen kann, damit die Anderen sehen, wie gut ich bin. Die wissen das nämlich schon."

Vorwürfe wegen unethischen Verhaltens am Pokertisch wischt Nguyen beiseite.

„Ich sehe ja, was die Leute im Internet behaupten. Sollte so etwas je gedruckt werden, werde ich sofort Anzeige wegen übler Nachrede erstatten. Bisher ist das jedoch noch nicht passiert. Im Internet werde ich ständig beleidigt, aber mein Anwalt hat gesagt, dass ich dagegen nichts unternehmen kann."

„Ich nehme an, sie sind neidisch. Was ich gewonnen habe, habe ich verdient gewonnen. Ich bin mit leeren Händen in die USA gekommen. Ich habe mich durchgesetzt, mir einen Namen gemacht, und deshalb reden die Leute auch über mich. Zeig mir doch Beweise. Solange niemand irgendetwas beweisen kann, sollte man sich auch nicht das Maul zerreißen."

Men
Ich bin immer nett.

Nguyen floh 1978 aus Nord-Vietnam und ging nach Los Angeles. Er begann 1984 Poker zu spielen und gewann 1992 sein erstes Bracelet. Als überzeugter Buddhist sei er gar nicht in der Lage zu betrügen, beteuerte Nguyen.

„Ich bin Buddhist und hätte Angst davor, zu betrügen. Wenn ich etwas Unrechtes tue, wird es sich rächen. Wenn ich Böses tue, wird Gott sich an mir rächen." (Hört sich eher alttestamentarisch an. Außerdem gibt es keinen Allmächtigen im Buddhismus.)

„Wenn ich ein Betrüger wäre, könnte ich dann um die ganze Welt reisen und Poker spielen? Man würde mich doch überall rauswerfen."

Der sehr emotionale Nguyen wurde außerdem öfters beschuldigt, Dealer und Mitarbeiter zu beleidigen.

„Das Problem ist, dass Dealer manchmal Fehler machen, die ich dann zu korrigieren versuche. Setzen Sie sich zu mir an den Tisch, und Sie werden sehen, dass ich ein netter Kerl bin. Ich bin immer nett."

„Die Leute reden, ohne zu denken ... Wenn ein neuer Dealer sich an den Tisch setzt und kein neues Deck benutzt, dann frage ich, warum der das nicht tut, denn das ist gegen die Regeln. Ich korrigiere Fehler, das ist alles."

Men Nguyen kam als Dritter in Chips an den letzten Tisch. Er schied letztlich als Vierter aus und gewann £35.412.

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