WSOPE LIVE! – Event Nr. 3, €5k PLO, FINAL TABLE

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12 Oktober 2011, Von: PokerZeit.com
Geposted in: PokerZeit Blog
WSOPE LIVE! – Event Nr. 3, €5k PLO, FINAL TABLE

Willkommen zum ersten großen Finale der World Series of Poker Europe, u. A. mit Sam Trickett und Eoghan O'Dea. Dank Erich Kollmann heute mit deutschsprachiger Beteiligung.

MITTWOCH, 15.45 Uhr, Finale

180 Spieler hatten den €5300 PLO Event vorgestern Nachmittag begonnen. Jetzt sind noch neun davon übrig geblieben. Neun Spieler aus acht Ländern.

Dies sind die Starting Stacks:

1. Sam Trickett, GB, 713.500
2. Steve Billirakis, USA, 459.500
3. Ramzi Jelassi, S, 379.500
4. Konstantin Uspenski, RUS, 359.500
5. Michele di Lauro, I, 261.500
6. Erich Kollman, AUT, 156.500
7.  Jerome Bradpiece, GB, 146.000
8. Eoghan O’Dea, IRL, 115.000
9.  Sam Chartier, KAN, 109.500

Das Finale wurde vor wenigen Minuten gestartet. Bisher ist noch nichts Spektakuläres passiert. Die erste Hand gewann November Niner Eoghan O’Dea, die zweite Erich Kollmann, der damit gleich ein paar Chips dazugewinnen konnte und jetzt bei etwa 200.000 steht.

Level 18, Blinds 3000/6000, 9 Spieler, Preisgeldstufe €21.221


MITTWOCH, 16.14 Uhr, Finale

All-in und Call!

Knapp eine Stunde hat es gedauert, bis ein Spieler zum ersten Mal seinen gesamten Stack riskiert hat. Michele die Lauro und Konstantin Uspenski waren die Protagonisten.

Billirakis hatte zunächst auf 12.000 erhöht. Di Lauro bezahlte aus mittlerer Position, und Uspenski erhöhte auf 57.000. Zwei Calls.

Auf dem Flop 7 3 2 wurde zu dem Russen gescheckt, der Pot setzte. Noch bevor der Dealer überhaupt ausgezählt hatte, ging Billirakis raus und Di Lauro all-in mit 205.000.

Di Lauro: Q 3 Q 3

Uspenski: A T 4 3

Turn:A, River: 8

Es schien, as sei Uspenski ausgeschieden, aber nachdem der Dealer genau nachgezählt hatte, blieben dem Russen 28.000.

Direkt in der nächsten Hand ging Uspenski ohne Zögern all-in. Billirakis bezahlte mit Assen und Bube Vier, aber Uspenski traf mit Q 2 Q 4 Runner Runner Flush (Board: J T 9 - 9 - 7) und verdoppelte.

Level 18, Blinds 3000/6000, 9 Spieler, Preisgeldstufe €21.221


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Eoghan O'Dea, Platz 9 für €21.221.

MITTWOCH, 16.43 Uhr, Finale

Eoghan O’Dea wird Neunter für €21.221

Plötzlich überschlagen sich hier die Ereignisse. Nachdem Uspenski gerade noch dem Ausscheiden entgehen konnte und nun mit 12 BB auf eine weitere Chance lauert, verwickelten sich Eighan O’Dea und Sam Trickett in eine Hand, die letztlich für den Iren das Aus bedeutete.

Von Jerome Bradpiece kam das erste Raise. Trickett bezahlte vom Button und O'Dea erhöhte vom Big Blind. Auf dem Flop A 7 6 setzte O'Dea von vorn, Bradpiece ging aus dem Weg, Trickett erhöhte und wir hatten einen All-in Call.

Trickett zeigte A Q T 8, O'Dea hielt A Q J 7. Auf dem Turn J traf O'Dea das zweite Paar, aber der River 5 gab Trickett einmal mehr den rettenden Flush. Trickett hält nun über 800.000 Chips.

Ein nette Sümmchen für November Niner Eoghan O'Dea, aber nichts gegen das Geld, das er demnächst in Las Vegas abräumen wird. Als Mitglied der November Nine sind ihm dort bereits über $780k sicher.

Level 18, Blinds 3000/6000, 8 Spieler, Preisgeldstufe €26.610


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Sam Chartier, Achter für €26.610.

MITTWOCH, 17.01 Uhr, Finale

Sam Chartier wird Achter für €26.610

Nur wenige Hände nach O’Dea verabschiedet sich auch der kanadische Vertreter am Finaltisch des €5k PLO Events bei der WSOPE Cannes.

Zwei verlorene Hände in Folge genügten, um Chartier aus dem Turnier zu katapultieren. Zunächst trat er gegen Shortstack Uspenski an, traf ein Set und wurde dann noch von einem Flush überholt.

Danach versetzte ihm Jerome Bradpiece den entscheidenden Schlag. Chartiers Chips gingen pre-Flop in die Mitte, Bradpiece turnte die Nut Straight, während Chartier überhaupt nichts traf.

Der Kanadier, der bereits einen WSOP Circuit Ring sein eigen nennt, verabschiedet sich auf Platz 8.

Wir gehen nun in eine 20-minütige Pause.

Der Chipcount:

1. Sam Trickett – 835.000
2. Michele di Lauro – 505.000
3. Steve Billirakis – 460.000
3. Ramzi Jelassi – 460.000
5. Jerome Bradpiece – 202.000
6. Erich Kollmann – 156.000
7. Konstantin Upenski – 126.000

Level 19, Blinds 4000/8000, 7 Spieler, Preisgeldstufe €33.922


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Erich Kollmann, Platz 7, €33.922.

MITTWOCH, 17.45, Finale

Erich Kollman wird Siebter für €33.922

Das war’s für den Österreicher.

Aus früher Position erhöhte er auf 21.000. Uspenski bezahlte aus dem Big Blind. Beide Spieler checkten den Flop J T 5. Auf dem Turn 4 setzte Uspenski 46.000, Kollmann ging mit ca. 120.000 all-in und Uspenski bezahlte mit Top Two Pair und Flush Draw. Kollmanns AA-63 lag bereits weit zurück. Der River vervollständigte des russischen Flush, und Kollmann blieben nur 21.000.

In der folgenden Hand hielt Kollmann Q Q J 2 und trat damit gegen Ramiz Jelassi und T T 9 4 an.

Ramiz floppte direkt die Straight (J 8 7), und Kollmanns langer Lauf ins Finale war abrupt beendet.

Wir sprachen mit Erich Kollmann am Rande des Turniers auch über seine Trennung von Full tilt und seinen neuen Sponsor.

Level 19, Blinds 4000/8000, 6 Spieler, Preisgeldstufe €43.950


MITTWOCH, 18.30 Uhr, Finale

Konstantin Uspenski wird Sechster für €43.950

Da waren es nur noch fünf.

Uspenski ging mit der besseren Hand all-in - A K K 2, aber Jelassi erwischte mit T 8 7 5 das Board Q Q 6 8 4.

Uspenski ist raus, und Jelassi ist nun wieder deutlicher Chipleader.

Level 20, 5000/10.000, 5 Spieler, Preisgeldstufe €57.912


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Steve Billirakis.

MITTWOCH, 20.00 Uhr, Finale

Dinner Break!

Der englische Profi Jerome Bradpiece hatte in der letzten Stunde vor der Essenspause einen Lauf, wurde aber dann von Steve Billirakis jäh gestoppt.

Bradpiece eröffnete mit 25.000, und Billirakis ging mit 90.000 Chips drüber. Bradpiece überlegte und entschloss sich dann zum Call.

Auf dem Flop Q 8 4 setzte Bradpiece dann ohne Zögern genug, um Billirakis all-in zu setzen. Call.

Billirakis zeigte A A T 7, Bradpiece hielt lediglich 6 6 2 2.

Turn und River waren die 8 und die 3. Damit konnte Billirakis auf 530.000 verdoppeln, währen der Engländer auf 240.000 abstürzte.

Der Chipcount zur Pause:

1. Michele di Lauro, 785.000
2. Ramzi Jelassi, 635.000
3. Steve Billirakis, 615.000
4. Sam Trickett, 450.000
5. Jerome Bradpiece, 240.000

Level 20, Blinds 5000/10.000, fünf Spieler, Preisgeldstufe €57.912


MITTWOCH, 21.20 Uhr, Finale

Jerome Bradpiece wird Fünfter für €57.912

Es hatte sich angedeutet. Plötzlich ging es für den Engländer steil bergab, und Bradpiece fand einfach kein Mittel dagegen.

In seiner letzten Hand war es wieder Billirakis, der auf 25.000 erhöhte. Bradpiece setzte aus dem Big Blind die 3-Bet auf 81.000 an. Billirakis entschied sich zum Call, und da Bradpiece nur noch sehr wenige Chips in der Hinterhand hatte, war ziemlich offensichtlich, dass dies eine entscheidende Hand würde.

Der Flop fiel 9 K 2, und Bradpiece schob seine restlichen 47.000 in die Mitte. Billirakis callte sofort und zeigte J T 7 3 für Flush und Straight Draws. Bradpiece hielt K Q T 9 für Top Two Pair und Straight Draw. A uaf Turn und A auf dem River bedeuteten den Flush für Billirakis.

Damit haben wir nur noch ein Quartett am Tisch.

Level 22, Blinds 8000/16.000, 4 Spieler, Preisgeldstufe €77.642


Billirakis zielt auf Jelassi und knackt die Millionengrenze

Die schwedische Raising-Maschine Ramzi Jelassi erhöhte pre-Flop auf 33.000, und Billirakis bezahlte.

Der Dealer bot den beiden einen Flop T 6 5 an, den beide Spieler checkten. Auf dem Turn J hatte Jelassi keine Lust mehr auf Checks und setzte 40.000.

Billiraksi blieb dabei, und der River fiel 5. Ramiz setzte 65.000. Das machte Billirakis sehr nachdenklich. Er ließ sich mehrere Minuten Zeit, griff sich zwei große 5k-Stapel und annoncierte Raise auf 200.000.

Ramiz sah entschlossen aus, so als wollte er mindestens callen. Stattdessen nahm er plötzlich seine Karten und warf sie in die Mitte.

„Wenigstens einmal möchte ich der Held sein“, murmelte er.

Nach dieser Hand hatte Steve Billirakis als erster Spieler des Turniers mehr als eine Million Chips.

Chipcount:

  • Steve Billirakis, 1.030.000
  • Michele di Lauro, 598.000
  • Ramzi Jelassi, 504.000
  • Sam Trickett, 360.000

Level 22, 8000/16.000, 4 Spieler, Preisgeldstufe €77.462


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Sam Trickett, 4. Platz, €78k.

22.30 Uhr

Trickett ausgestrickst, Vierter für €77.642

Bei vielen Fans und Spielern galt Sam Trickett als heißester Kandidat auf PLO-Bracelet, und das nicht nur, weil er als Chipleader an den Finaltisch ging. Trickett ist auch einer der erfolgreichsten Spieler der letzten zwölf Monate und hat in dieser Zeit schon über der Millionen Dollar Preisgeld erspielt.

Heute aber sollte es nicht sein.

Trickett konnte den ganzen Abend kaum Akzente setzen und war schon ziemlich shortstacked, als er auf 48.000 erhöhte und den Call von Michele di Lauro bekam. Der Flop fiel 7 5 2, und Trickett ging sofort all-in. Call.

Trickett Zeigte T T K J für das Overpair, di Lauro hielt die eher überraschende Hand Q 7 3 2 und damit zwei Paare.

Der Turn A und der River 9 halfen Trickett nicht mehr, und damit sind nur noch drei Musketiere im Spieler.

Trickett kassierte immerhin €78k, eigentlich eine stattliche Summe, die aber bei seinen 3,2 Mio. Dollar Gewinnen in diesem Jahr kaum weiter auffällt.

Chipcount:

1. Steve Billirakis, 1,2 Mio.
2. Michele di Lauro, 990k
3. Ramzi Jelassi, 330k

Level 23, Blinds 10.000/20.000, 3 Spieler, Preisgeldstufe €105.937


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Ramzi Jelassi, 3. Platz, €105k.

23.00 Uhr

Ramzi Jelassi wird Dritter für €105.937

Das letzte Raise des Schweden auf 42.000 beantwortete Steve Billirakis im SB mit einem Reraise auf 140.000. Di Lauro zog sich zurück, und Jelassi bezahlte.

Der Flop fiel A 3 2, und Billirakis setzte von vorn 65.000 an. Jelassi entschied sich dafür, jetzt in das Turnier zurückzufinden und ging all-in 220.000. Call.

Jelassi zeigte T 9 8 6 für den Flush Draw. Billirakis hielt A A 9 5 für Top Set.

Turn: 4. River K.

Ramzi Jelassi erhob sich, gab Billirakis die Hand und sagte: „Ok, where is my money?“

Level 23, Blinds 10.000/20.000, 2 Spieler, Preisgeldstufe €147.171


 

Steve Billirakis gewinnt sein zweites Bracelet und €238.140, Michele di Lauro auf Platz zwei für €147.171

Das Heads-up begann mit 1,6 Mio. Chips für Billirakis und 1,1 Mio. Für den Italiener Michele di Lauro.

Schon in der ersten Hand verschob sich das Gleichgewicht aber deutlich zugunsten des Amerikaners, und verantwortlich dafür war ein Millionenpot, den Billirakis gewann.

steve billirakis

Di Lauro erhöhte vom Button auf 46.000 und bekam den Call. Der Flop fiel 6 6 T. Check check. Auf dem Turn 2 setzte Billirakis 65.000. Call. Auf dem River fiel die 9, und wieder griff Billirakis in seine Chips.

175.000 war die Bet, und di Lauro schien sich plötzlich seiner Sache sicher zu sein, denn er erhöhte auf 400.000. Insta-Call von Billirakis.

Di Lauro hatte mit 5 4 2 2 ein Full House auf dem Turn erwischt, aber Billirakis ein noch höheres auf dem River. Es hätte hier schon vorbei sein können.

Di Lauro sah nach dieser Hand trotzdem wie der Verlierer aus.

Drei Minuten später war alles vorbei.

Di Lauro erhöhte auf 44.000, und Billirakis ging mit 130.000 noch einmal darüber. Di Lauro überlegte nicht lange und bezahlte.

Flop: A K 7.

Billirakis setzte 70.000, und die Spannung stieg, denn Di Lauro hatte offenbar eine große Entscheidung zu treffen. Er zögerte ein paar Sekunden und annoncierte dann all-in. Billirakis war die Ruhe selbst, annoncierte Call, und zeigte top Two.

Billirakis: A K Q 3; Di Lauro: A J T 4.

Es gab nur wenige Karten, die Billirakis hier schlagen konnten, und der Turn 3 war ebenso wenig eine davon wie der River 9.

Steve Billirakis gewinnt sein zweites Bracelet. Wir haben ihn nach dem Turnier kurz gesprochen.

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