WSOPE - Jan-Peter Jachtmann erreicht PLO-Finaltisch

Jan Jachtmann2013 WSOP EuropeEV041500 PLODay 2Giron8JG0521
Jan-Peter Jachtmann.

Er ist im Turnierbereich derzeit der deutsche PLO-Spezialist. Nach seinem Sieg bei der PLO 10k Championship der WSOP 2012 ist er nun auf der Jagd nach seinem zweiten PLO-Bracelet.

Wie im €5300 Mixed Max legten die Spieler auch bei Event Nr. 4, €1650 PLO ein enormes Tempo vor.

So sehr, dass am Ende des Spieltages keine acht, wie ursprünglich vorgsehen, sondern nur noch sechs Spieler am letzten Tisch saßen.

Diese sechs gehen am heutigen Finaltag in das Spiel um ein WSOP-Bracelet. Er wird in unserem Live-Stream übertragen, der zwischen 14.30 und 15 Uhr beginnt.

Chipcount:

  • 1. Juha Helppi, 227.500 Chips
  • 2. Jeremy Ausmus, 203.000
  • 3. Jan-Peter Jachtmann, 149.000
  • 4. Martin Kozlov, 127.000
  • 5. Jason Mercier, 81.500
  • 6. Michael Schwartz, 39.500

Jachtmann hat es also mit November Nine, Bracelet-Gewinnern und einem unberechenbaren Finnen zu tun, der zu allem Übel auch noch zu seiner Linken sitzt: Juha Helppi.

Juha Helppi2013 WSOP EuropeEV041500 PLODay 2Giron8JG0496
Gefährlicher, unberechenbarer Chipleader - Juha Helppi.

Jachtmann lag die längste Zeit des Tages im oberen Viertel des Chipcounts, bis es am frühen Abend zu einer verhängnisvollen Begegnung zwischen ihm und Ryan Chapman kam, der den Tag als Chipleader begonnen hatte.

„Das war die entscheidende Hand. Alle meine Chips lagen in der Mitte,“ resümiert Jachtmann nach dem Ende des Spieltags.

Und das war passiert:

Jachtmann erhöhte aus früher Position, Chapman ging aus mittlerer Position darüber, und Jachtmann war der einzige Caller.

Der Flop fiel

     

Jachtmann hatte keine Position und check-callte Chapmans Bet über 17.000 Chips.

Auf dem Turn fiel das

 

Auf Jachtmanns Check ging Chapman all-in. Die Bet wurde allerdings von dem Dealer auf die Potgröße von 56.000 reduziert.

Jan Jachtmann2013 WSOP EuropeEV041500 PLODay 2Giron8JG0370
Augenblick der Entscheidung - Call-all-in?

Jachtmann zählte seine Chips. Ein Call bedeutete, alle Chips zu riskieren. Er sah sich das Board lange an und begann dann zu analysieren.

„Ich hatte auf dem Flop die beste Hand, da bin ich mir sicher“, sagte er nachdenklich. „Was hast du da, Asse mit Nut Flush Draw? Ich habe Ass-Dame-zehn-neun.“

„I show if you fold“, murmelte Chapman. „Jetzt bin ich erst recht versucht, zu bezahlen“, entgegnete Jachtmann. Nach kurzer weitere Bedenkzeit annoncierte er Call.

Chapman zeigte

       

für Top Set, Bottom Set und Nut Flush Draw – ziemlich exakt die Hand, die Jachtmann vermutet hatte.

Jachtmann  zeigte

       

und damit genau das, was er vorher angegeben hatte.

Auf dem River fiel eine bedeutungslose

 

Jachtmann strich den Pot ein und war zwischenzeitlich deutlicher Chipleader.

Und so kommentierte Jan-Peter Jachtmann seine Entscheidung auf dem Turn:

 „Als ich ihn gefragt habe, was er hat, hat er gesagt, ‚leg ab und ich zeige‘. Das war für mich der Hinweis, den ich brauchte. Plötzlich war mir klar, dass er sich nicht wirklich wohl fühlt.

Ich habe zwar geglaubt, dass er eine starke Hand, aber nicht die Nuts. Bei einem so jungen Sipeler wie ihm (Chapman) fehlt in diesen Momenten die Erfahrung. Mir ist früher schon ganz Ähnliches passiert.

Natürlich hätte ich auch noch verlieren können, Outs hatte er ja einige, aber nur mit solchen Calls kann man ein Event auch mal gewinnen.

Ich habe den Tisch der letzten Sechs erreicht und bin voll im Soll. Fühle mich sehr gut.

Final 10 Players2013 WSOP EuropeEV041500 PLODay 2Giron7JG8919
Der inoffizielle Finaltisch des PLO-Events.

Jetzt kommt die Kür. Jetzt geht es um den Titel.“

Für Statistiker:

Vor dem Flop liegt Chapman 71:28 vorn, nach dem Flop sind es noch 58:42 für Chapman, obwohl Jachtmann sofort die Straße trifft.

Erst das Ass auf dem Turn, das Chapmans Hand deutlich verbessert und ihm zusätzliche Outs bringt (in diesem Fall ist es nur eines, da Jachtmann ja das Pik Ass hält), neigt sich die Waage zugunsten des Deutschen.

Jetzt liegen die Chancen 65:35 für Jachtmann.

Im Finale der letzten Sechs liegt das zweite Bracelet für Jachtmann jetzt in greifbarer Nähe.

Schon beim Battle of Malta hatte Jachtmann im Videointerview erläutert, dass dieses zweite Bracelet sein großes Ziel ist.

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