WSOPE - Hansen Heads-up Sieger, 22 im Main Event

Viktor Blom

Gus Hansen sicherte sich am Sonntag Abend sein erstes WSOP-Bracelet. Der Main Event steuert derweil auf ein Traumfinale zu.

Vier Stunden dauerte die dritte und letzte Spielrunde. Hatte Hansen die ersten beiden Duelle maßgeblich bestimmt, zeigte sich Collopy gestern Abend wie verwandelt. „Er hat sich bemerkenswert gut auf mich eingestellt und mich damit ehrlich komplett überrascht", sagte Hansen nach dem Turnier.

 

gus-hansen Erstes Bravcelet für Gus Hansen.

Konsequenterweise gelang es Collopy, sich einen 2:1-Chiplead zu erarbeiten, bevor Hansen das Ruder herumwarf und sich langsam zurückkämpfte. Zur entscheidenden, wenn auch nicht letzten Hand, kam es auf einem Board J-J-x-2, als Collopy A-J hielt und Hansen mit einem Paar Zweien ein Full House traf.

In der letzten Hand ging Collopy mit K-4 all-in, Hansen hatte ein Paar Vieren und bezahlte. Das Board verlief unspektakulär, und der Däne hat die Frage, wann er nach WPT- und Aussie-Millions-Titel endlich auch ein WSOP-Bracelet gewinnen wird, erschöpfend beantwortet.

„Ich bin überrascht, dass es in einem Heads-up Event passiert", sinnierte der 36-Jährige. „Ich bin zwar schon eine Weile dabei und habe viel Erfahrung, aber es gibt heutzutage viele ‚Spezialisten', die den ganzen Tag nichts anderes tun als Hold'em spielen. Und manche spielen ausschließlich heads-up ... Man könnte also sagen, ich bin positiv überrascht, hier zu gewinnen."

Gus Hansen schlug im Verlauf des Turniers Max Steinburg, Mark Everett, Phil Ivey, Neil Channing, Andrew Feldman und schließlich Jim Collopy. Das Feld war mit vier WSOP-Champions - Phil Hellmuth, Huck Seed, Chris Ferguson, Carlos Mortensen - und 23 Bracelet-Gewinnern mit insgesamt 71 WSOP-Titeln hochkarätig besetzt.

Main Event

„Wenn Phil Ivey und Viktor Blom ins Heads-up kommen, kann ich beruhigt sterben", schrieb am gestrigen Sonntag ein Blogger über das WSOPE Main Event 2010. „Egal, ob er nun Isildur1 ist oder nicht."

Ganz so weit wird es hoffentlich mit dem Kollegen nicht kommen, aber sein Finalwunsch könnte noch in Erfüllung gehen. Blom ging gestern als Chipleader der letzten 66 in den Tag, und Ivey stieg schon in der ersten Turnierstunde in die Top 5 auf.

 

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Beide übernahmen im Lauf des Tages den Chiplead, aber es war der Kanadier Andrew Pantling, der schließlich an beiden vorbeizog und die Eine-Million-Marke knackte. Am Ende des Tages konnte der Kanadier, der schon im ersten Event dieser WSOPE-Serie den zweiten Platz erreichte, den siebenstelligen Stack nicht halten. David Peters, im Event Nr. 1 am Ende auf Platz 4, zog noch an Pantling vorbei, ebenso wie Ronald Lee, der nun mit 947k das Feld anführt.

Die Geldränge erreicht, aber nicht den vierten Tag, haben Almira Skriptschenko, Huck Seed, Freddy Deeb, Jewgeni Timoschenko und Barry Greenstein, der mit Pocket Assen gegen Pocket Zehnen ausschied und sein Buch, das er dem Gegner zu schenken pflegt, der ihn aus einem Turnier nimmt, nun wahrscheinlich in „Zehn auf dem Flop" umbenennen wird.

Die Top Ten des Chipcounts vor Tag 4:

  1. Ronald Lee, 947.000
  2. David Peters, 829.000
  3. Andrew Pantling, 821.000
  4. Daniel Steinberg, 768.000
  5. Viktor Blom, 705.000
  6. Phil Ivey, 657.000
  7. Hoyt Corkins, 566.000
  8. Nicolas Levi, 515.000
  9. Bojan Gledovic, 500.000
  10. Arnaud Mattern, 468.000

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