WSOPE – Roger gewinnt, Shoot-out Patt, Tilly führt

RogerHairabedian
Roger Hairabedian. Photo: WSOP.

Roger Hairabedian entscheidet den PLO-Event für sich, ein Marathon-Finale findet kein Ende, und wer hat gesagt, Tilly sei keine gute Spielerin?

Event Nr. 3, €5300 PLO

Endlich ein Franzose. Die heimische Fan- und Spielerschar atmet erleichtert auf. Mit Roger Hairabedian gewann erstmals ein Spieler des Gastgeberlandes Frankreich ein WSOPE-Bracelet.

Keiner der Profis aus Übersee war in der Lage, Hairabedians Chipführung in Gefahr zu bringen.

Am wenigsten Jason Mercier. Als Shortstack ins Finale eingezogen, brachte er seine Chips früh mit einem Full House in die Mitte, scheiterte aber an den Quads des Finnen Jussi Nevanlinna.

Auch Joe Hachem, WSOP Champion des Jahres 2005, musste sich geschlagen geben. Er verlor seine Chips mit Set über Set und landete auf dem sechsten Platz.

Die drei Finnen waren über viele Stunden hinweg in die Mehrheit der Hände verwickelt und platzierten sich am Ende fast so gut wie bei der EPT Barcelona, wo sie die Plätze 2 und 3 belegt hatten.

In Cannes reichte es für die Plätze 2 und 4. Michael Mizrachi kam seinem zweiten WSOPE-Bracelet nahe, musste sich aber mit Platz 3 begnügen.

Der dominierende Spieler war jedoch Roger Hairabedian. Er schickte Michael Mizrachi persönlich vom Tisch und ließ sich auch nach mehreren Stunden Heads-up nicht von seinem Ziel abbringen.

Payouts im Finale:

  • 1. Roger Hairabedian, €142.590
  • 2. Ville Mattila, €88.130
  • 3. Michael Mizrachi, €62.749
  • 4. Jussi Ryynanen, €45.581
  • 5. Jussi Nevanlinna, €33.765
  • 6. Joe Hachem, €25.490
  • 7. Michel Abecassis, €19.606
  • 8. Michael Schwartz, €15.357
  • 9. Jason Mercier, €12.245

Event Nr. 4, €3250 NLHE Shoot-out

Dan O’Brien und Giovanni Rosadoni gelang es in der Nacht nicht, einen Sieger für den Shoot-out Event zu ermitteln. Grund: Das Casino schließt um fünf.

dan obrien
Muss nachsitzen - Dan O'Brien.

So lange hatten die beiden Kontrahenten ihr Heads-up gespielt, dass schließlich die Casinoangestellten der Partie ein Ende bereiteten.

Damit ist der eigentlich auf zwei Tage verkürzte Event wieder zu einem dreitägigen geworden.

Begonnen hatte der Spieltag mit 20 Spielern, darunter Daniel Negreanu, Phil Hellmuth, John Duthie, Faraz Jaka und Dominik Nitsche.

Hellmuth und Negreanu saßen am selben Tisch, und es kam zu ein paar interessanten Auseinandersetzungen. Leider wurden diese vorschnell beendet, da Negreanu mit einem gefloppten Flush gegen den gefloppten Nut Flush von Oleksii Kovalchuk schon auf Platz 16 ausschied.

Drei Minuten später war der Event auch für Dominik Nitsche vorbei.

Phil Hellmuth zeigte einmal mehr einen Auftritt, wie ihn nur Phil Hellmuth zeigt.

Ein Split Pot mit A-K gegen A-Q, eine verlorene Hand gegen  J-9, eine Hand zwischen Chance Kornuth (5-2) gegen John Monnette (T-T), in der auf einem Board T-3-2-5 alle Chips in die Mitte gingen – Hellmuth fand reihenweise Möglichkeiten, Kommentare abzugeben, sich über die Ungerechtigkeit des Schicksals zu beklagen und anderen Spielern zu erklären, dass sie nicht spielen können.

Allein, es reichte nicht. Hellmuth wurde nur Zwölfter. Er verabschiedete sich mit den Worten „ich spiele wie ein 12-maliger Weltmeister und scheide aus“.

Übrig blieben am Ende wie gesagt Dan O’Brien und Giovanni Rosadoni. Der Italiener stand in einer Hand bereits vor dem Aus, hat sich aber inzwischen eine Führung von 787k zu 400k Chips erspielt.

Heute um 15 Uhr wird das Duell fortgesetzt.

Event Nr. 5, €10.300 Mix Max

 Im letzten Jahr feierte dieses Turnierformat in Cannes seine Premiere und sorgte für eine Menge Aufsehen. 9-handed am ersten, 6-handed am zweiten Tag und dann heads-up einen Sieger auszuspielen, das hatte es zuvor noch nicht gegeben.

Jennifer Tilly
Chipleader - Jennifer Tilly.

Auch für diesen Event ist die Begeisterung jedoch abgekühlt. 96 Spieler bedeuten 30 Spieler weniger als im letzten Jahr. Trotzdem kam damit ein Preispool von immerhin €921.000 zusammen, wovon der Sieger €258k erhalten wird.

Dafür steht an der Spitze mit Jennifer Tilly jemand, den man sonst nicht unbedingt mit dem Begriff Tabellenführung assoziiert. „Ich hatte Glück“, lautete ihr bescheidener Kommentar, doch Spieler wie Ashton Griffin bescheinigten ihr auch eine klasse Leistung.

Tilly hält mit 218k Chips fast doppelt so viel wie der Zweitplatzierte Faraz Jaka. Marvin Rettenmaier liegt mit 109.000 Chips auf dem vierten Platz, und es sieht so aus, als wäre der sagenhafte Lauf des Deutschen noch nicht vorbei.

Das Feld ist klein, aber exzellent besetzt, wie Ihnen die kleine Auswahl an Chipcounts demonstrieren wird. Um 14 Uhr wird heute weitergespielt.

  • 1. Jennifer Tilly, 218.500
  • 2. Faraz Jaka, 126.000
  • 4. Marvin Rettenmaier, 109.000
  • 5. Michael Mizrachi, 89.700
  • 7. Bertrand Grospellier, 82.500
  • 21. Phil Hellmuth, 39.600
  • 23. Antonio Esfandiari, 37.400
  • 26. Jonathan Duhamel, 36.300
  • 29. Jason Mercier, 32.500
  • 30. Mike McDonald, 31.900
  • 32. Phil Ivey, 30.800
  • 39. John Juanda, 22.500
  • 42. Sandra Naujoks, 20.000
  • 53. David Benyamine, 7000

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