WSOPE Tag 9 live – Atem anhalten in Frankreich

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Michael "The Grinder" Mizrachi.

Im vorletzten Event gewinnt immerhin ein Franko-Kanadier ein Bracelet. Auch der Split Event ging heute ins Finale. Der Main Event wird der bisher größte bei der WSOPE.

Es war Tag 9 der WSOPE in Cannes, und noch immer konnte kein Franzose ein Bracelet gewinnen. Heute lagen die Hoffnungen auf Roger Hairabedian, der es bis ins Halbfinale des 10k Split Events geschafft hatte. Sie wurden enttäuscht.

Event Nr. 5, €10,4k NLHE Split 9-6-2

Um 17 Uhr setzen sich die Halbfinalisten Roger Hairabedian, Michael Mizrachi, Shawn Buchanan und Noah Schwartz an den Finaltisch im Majestic Hotel, um den Sieger des erstmals ausgetragenen NLHE Split Events auszuspielen.

Am ersten Tag wurde Full Ring gespielt, am zweiten 6-max, und bei noch 16 Spielern wurde im KO-System heads-up gespielt. Wie Jason Mercier und Turnierdirektor Jack Effel den Event erlebten, lesen Sie hier.

Michael Mizrachi und Shawn Buchanan konnten sich durchsetzen und spielten das Finale aus. Eine halbe Stunde vor Mitternacht hatte Mizrachi den Kanadier besiegt, wenn auch am Ende mit etwas Glück. Für den Sieg erhielt Mizrachi €336.000.

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Philippe Boucher.

Den Verlauf von Halbfinale und Finale sowie die interessantesten Hände finden Sie in unserem Live Blog.

Event Nr. 6, €1,5k PLO 6-max.

Der zweite Omaha-Event ging heute in das sechshändige Finale. Da kein Franzose im Finale stand, hofften die Einheimischen auf Philippe Boucher aus Quebec.

Nach der Enttäuschung um Roger Hairabedian fanden sie hier zumindest etwas Trost, denn der Mann aus dem französischen Teil Kanadas gewann Turnier und Bracelet.

Philippe Boucher besiegte im Heads-up Michele Dattani aus Portugal, der zuletzt am Finaltisch des High Roller Events bei der EPT Deauville saß.

Boucher, der heute in Las Vegas lebt, dominierte den Finaltisch nach langsamer Anfangsphase nach Belieben und nahm jeden einzelnen Gegner persönlich vom Tisch. Alexander Dowtschenko, der am Ende Vierter wurde, war wahrscheinlich der Spieler, der am wenigsten enttäuscht war, denn er hatte Tag 2 mit nur noch 2800 Chips begonnen und machte daraus einen 37k Euro Zahltag.

Bester Deutscher war Joseph Noujeim auf Platz 14 für €5731.

Final Table Payouts:

1. Philippe Boucher, €124.584
2. Michele Dattani, €76.982
3. Nicolas Fierro, €53.426
4. Alexander Dotschenko, €37.529
5. Jared Solomon, €26.676
6. Jack Ellwood, €19.181

Event Nr. 7, €10.400 NLHE, Main Event, Tag 1A

Endlich ist es soweit. Der Main Event und damit der Kampf um die Krone der WSOPE Cannes 2011 hat begonnen, und es sieht so aus, als würde es tatsächlich der größte WSOPE Event werden, den es in der kurzen Geschichte der europäischen World Series gegeben hat.

Phil Hellmuth
Phil Hellmuth ist beim WSOPE Main Event zum Zuschauen verdammt.

310 Spieler registrierten sich allein für den ersten Starttag. Zum Vergleich: Als James Bord im letzten Jahr gewann, nahmen insgesamt 346 Spieler teil, und der bisher größte WSOPE Main Event hatte 362 Spieler. In diesem Jahr könnten wir leicht das doppelte erreichen.

Mit dabei waren die beiden Spieler, die sich in diesem Jahr um den Titel zum Spieler das Jahres bei der WSOP balgen: Phil Hellmuth und Ben Lamb. Pikanterweise saßen sie zeitweise sogar am selben Tisch.

Phil Hellmuth schied jedoch schon im vierten Level aus und muss nun hoffen, dass Ben Lamb, der Tag 2 erreichte, nicht allzu viele Punkte in diesem Rennen gutmacht. Momentan muss Ben Lamb bei den November Nine mindestens Platz 8 erreichen, um Phil Hellmuth wieder zu überholen.

Hellmuth hatte sich durch seinen siebten Platz im ersten Event der Serie vor einer Woche an Lamb vorbeigeschoben.

Es gab heute eine Menge interessante Begegnungen an den Tischen. Erich Kollmann saß anfangs mit Phil Hellmuth und Justin Bonomo an einem Tisch. Jason Mercier nahm neben Maria Ho und Igor Kurganov Platz, und Tobias Reinkemeier spielte mit Jennifer Harman-Traniello an einem Tisch.

Auch aus dem elitären Kreis von November Ninern fanden sich einige ein. Wir sahen z. B. Phil Collins, Anton Makijewski, Eoghan O'Dea und Joseph Cheong.

Erik Seidel musste sich mit Per Linde auseinandersetzen, Pierre Neuville mit Martin Jacobson (die beiden liegen auf den Plätzen 5 und 6 auf dem All-Time Leaderboard der EPT), und Chris Moorman mit Jason Mercier. Allerdings nur, bis Moorman mit A-K gegen Merciers J-T gewann und damit den laut GPI derzeit zweitbesten Spieler der Welt vom Tisch nahm.

Für die ersten Schlagzeilen sorgten jedoch zwei frühere WSOP-Champions: An die Spitze des Chipcounts setzten sich gegen Ende des Spieltags Carlos Mortensen und Johnny Chan. Chan hatte schon im Main Event 2010 bei der WSOP in Las Vegas Akzente gesetzt und war bis Tag 6 weit oben im Chipcount zu finden.

Sebastian Gohr, Tobias Reinkemeier und Igor Kurganov waren die einzigen deutschen Spieler an Tag 1A.

Heute gelang 173 Spielern der Sprung in Tag 2. Tag 1B beginnt morgen pünktlich zur Mittagsstunde. PokerZeit ist wieder live vor Ort und berichtet über die wichtigsten Geschehnisse mit News und Blogs.

 

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