WSOPE Tag 6 – Ein PLO-Champion, ein Finaltisch und ein High Roller Event

steve billirakis

Steve Billirakis gewann das €5k PLO Event, Kollmann wurde Siebter. Reinkemeier verpasst das Shoot-out Finale. Der Split Event beginnt.

Event Nr. 3, €5300 PLO

Für Sam Trickett ist Cannes offenbar ein gutes Pflaster. Bei der Partouche Poker Tour führt er die November Nine an, und auch gestern Nachmittag ging er als Chipleader in das Finale der ersten PLO-Events bei der Word Series of Poker Europe.

Ganz nach oben reichte es für den Engländer dieses Mal aber nicht. Am Finaltisch gingen ihm ein bisschen die Karten aus, und mit dem vierten Platz schrammte er schließlich knapp an den Podiumsplätzen vorbei.

Erich Kollmann war zu diesem Zeitpunkt schon eine Weile nicht mehr da. Der österreichische Pokerpionier erreichte erstmals den Finaltisch eines WSOP-Events und feierte damit einen der größten Erfolge seiner Karriere.

Nachdem er sich zunächst am Final Table zurückgehalten hatte, erwischten ihn zwei Cooler nacheinander, die ihn seinen gesamten Stack kosteten. Am Ende stand für ihn nach einem Klasseturnier Platz sieben.

Was genau geschah, lesen Sie hier in unserem Live-Blog.

Sieger wurde jedoch Steve Billirakis, der damit vier Jahre nach seinem ersten Bracelet – damals als jüngster Spieler aller Zeiten – sein zweites Bracelet gewinnt. Billirakis begann den Tag als Zweiter in Chips und geriet zu keinem Zeitpunkt des Finales in Gefahr, auszuscheiden.

Nach seinem Sieg zeigte er sich bemerkenswert nachdenklich.

„Ich habe in letzter Zeit schlecht gespielt und freue mich darüber, das Geld für meine Familie und meine Kinder zu gewinnen … Als ich mein erstes Bracelet gewann, war ich jung und dämlich. Ich dachte, ich könnte gar nicht mehr besser spielen. Erst viel später habe ich gemerkt, dass ich noch viel zu lernen hatte … Ich bin ein Pokerspieler. In meinem Lebenslauf steht sonst nichts. Also versuche, in diesem Jahr so viel wie möglich zu gewinnen, damit ich dann mehr Zeit mimt meiner Familie verbringen kann.“

Bertrand Grospellier
Bertrand Grospellier steht im Finale des Shoot-out Events.

Event Nr. 4, €3200 NLHE Shoot-out

Der Finaltisch steht, und es war der erwartet kurze Spieltag. Zehn Tische wurden gespielt, aber an jedem saßen nur drei Spieler. Es dauerte nicht einmal vier Stunden, bis der Finaltisch feststand.

Tobias Reinkemeier war einer der letzten, der ausschied. Das Finale blieb ihm jedoch verwehrt. Er verlor das Heads-up gegen Michael Watson. Reinkemeier zeigte seine Hand nicht, aber Watson hielt K-J auf einem Board 4 7 K 3 K, was offenbar zu gut war.

Mit Bertrand Grospellier steht dagegen einer der berühmtesten Spieler Europas im Finale. Er tritt morgen gegen die folgenden Konkurrenten an: James Dempsey, Richard Toth, Taylor Paur, Tristan Wade, Max Silver, John Armbrust, Emil Patel, Steve O’Dwyer und Michael Watson.

Event Nr. 5, €10.400 NLHE Split 9-6-2

Der nächste Hochpreis-Event ist wieder ein Sammelbecken der Weltelite geworden. Erwartungsgemäß, muss man sagen, denn die amerikanischen Profis kommen schließlich nicht über den Atlantik, um nur in den 1000er Massenevents mitzuspielen.

Insgesamt sind mindestens sieben ehemalige oder derzeitige November Nine in dem €10k Split Event angetreten: Jonathan Duhamel, Matt Giannetti, Phil Collins, Anoine Saout, Michael Mizrachi, James Akenhead und Joseph Cheong.

Brisant: Der immer noch amtierende WSOP-Champion Jonathan Duhamel saß gleich zu Beginn mit den aktuellen November Ninern Matt Giannetti und Phil Collins am Tisch.

Insgesamt meldeten sich 126 Spieler für den Event an und erhielten dafür je 30.000 Chips, der Preispool beträgt 1,2 Mio. Euro.

Unter ferner liefen: Eugene Katchalov, Daniel Negreanu, Marvin Rettenmaier, Barry Greenstein, Tom Dwan, Viktor Blom, Sam Trickett, Steve Billirakis, Brian Hastings, Scott Seiver, Sami Kelopuro, Chris Moorman, Sam Stein, Erik Seidel, Tony G., Phil Hellmuth, Fabrice Soulier, Mike MacDonald, David Benyamine…

Kurz vor Ende des Spieltags liegen Darren Elias und Michael Mizrachi an der Spitze der Chiptabelle. Dahinter steht einmal mehr der erfolgreichste Spieler des Jahres: Erik Seidel.

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