WSOPE Tag 7 – Die längste Bubble

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Tristan Wade.

Tristan Wade gewann in der Nacht den Shoot-out Event, im Split Event stehen die Heads-ups an, und der vorletzte Event hat begonnen.

Eine Woche ist es erst her, dass die erste WSOP Europe in Cannes begonnen hat, und schon haben wir beinahe den Main Event erreicht. Für einen negativen Höhepunkt sorgte Tony G. mit einem fragwürdigen Angle-shot gegen Andrew Robl.

Zunächst gab es heute aber wieder einen Gewinner zu bejubeln, der schon mehrfach nahe an einem Titel war und sich überschwänglich über seinen Triumph freute.

Event Nr. 4, €3200 NLHE Shoot-out

Tristan Wade spielt seit acht Jahren Poker und konnte bereits mehrere große Finaltische erreichen. Bei der WSOP in Las Vegas wurde er Siebter in einem $1,5k Event und Vierter bei der NLHE 6-max $10k Championship – für knapp $300.000.

Hier in Cannes erreichte er die Geldränge bereits im ersten Event. In dem 6-max NLHE Turnier wurde er 27. In der Nacht gewann Wade die dritte und letzte Runde des Shoot-outs und rund €180.000.

Seine schärfsten Konkurrenten im Finale waren Lokalmatador Bertrand Grospellier, der Fünfter wurde, sowie der gefährliche Brite Max Silver, der bereits einen UKIPT-Titel hält und bei der EPT London 2010 ein Side Event gewann.

Im Heads-up saß Wade aber Michael Watson gegenüber, der die längste Zeit des Turniers den Chiplead innehatte und auch als Führender ins Heads-up ging. Dort übte Wade jedoch konstant so viel Druck aus, dass Watson den Chiplead bald abgeben musste und danach nicht mehr zurückbekam.

In der letzten Hand ging Watson mit A-4 all-in, Wade fand Buben und entging dem Drei-Outer zum Titelgewinn.

Erik Seidel
Seidels nächster Streich?

Event Nr. 5, €10.400 NLHE Split

Tag 2 des High Buy-in Events war ein spektakuläres Gemetzel mit weit mehr Action als an Tag 1. Shorthanded wurde deutlich looser gespielt, und wir sahen reihenweise große Pots und mächtige Swings.

Trotzdem dauerte es bis weit nach 2 Uhr, bis endlich die Achtelfinalisten feststanden, und das lag vor allem daran, dass allein auf der Bubble eine Dreivertelstunde gespielt wurde. Dabei kam es zu Händen wie der von Erik Seidel gegen Dan Fleyshman. Seidel fand mit 9-9 ein Set auf dem Flop 8-9-T. Fleyshman hielt A-A und traf ein weiteres Ass auf dem River.

Seidel war einmal mehr der Mann, auf den alle Augen gerichtet waren, und er enttäuschte nicht. Am Ende des Abends lag er mit knapp 400.000 Chips in der Spitzengruppe der Chiptabelle.

Das Spiel auf der Bubble entwickelte sich zu einem wahren Drama. Eineinhalb Stunden lang gelang es den Shortstacks jedes Mal, ihr All-in durchzubringen. Am Ende brauchte es ein Set-up Buben gegen Asse, um den Abend zu beenden. Jonathan Aguiar war der unglückliche Bubble Boy.

Die Besetzung verspricht einiges für morgen, denn auch Jason Mercier, Brian Hastings und Michael "The Grinder" Mizrachi haben die Runde der letzten 16 erreicht. Wir werden uns morgen verstärkt mit diesem Event beschäftigen.

Das sind die Chipcounts vor der ersten Heads-up Runde:

1. Brian Powell – 484,000
2. Erik Seidel – 375,000
3. Kent Lundmark – 324,000
4. Roger Hairabedian – 321,000
5. Jason Mercier – 252,000
6. Matt Waxman – 249,000
7. Michael Mizrachi – 240,000
8. Dmitry Motorov – 217,000
9. Alexander Roumeliotis – 216,000
10. Dan Fleyshman – 215,000
11. Shawn Buchanan – 208,000
12. Brian Hastings – 197,000
13. Noah Schwartz – 175,000
14. Joel Nordkvist – 148,000
15. Bryn Kenney – 73,000
16. Anatolii Ozhenilok – 62,000

Die Auslosung findet erst direkt vor BEginn des nächsten Spieltags statt.

david ulliott 8264
Fuck Google, ask me.

Event Nr. 6, €1500 PLO 6-max

„Fuck Google, ask me.“ Wer so redet, hat ein gesundes Selbstbewusstsein, eine gewisse Lebenserfahrung und Sinn für Humor. Geprägt hat den Spruch Dave Ulliott, der in der ewigen europäischen Rangliste auf Platz acht steht und sich so langsam zum Keith Jarrett der Pokerszene entwickelt.

Er war einer von insgesamt 339 Spielern, die beim vorletzten Bracelet-Event der WSOPE dabei sein wollten. Aus Deutschland waren z. B. Dominik Nitsche und Marvin Rettenmaier angetreten, auch Erich Kollmann ließ es sich nach seinem Erfolg im €5k Event nicht entgehen, mitzuspielen, und das Turnier war trotz des niedrigen Buy-ins auch international wieder top besetzt.

In der Spielerliste fanden sich Namen wie David Williams, Daniel Negreanu, Sam Trickett, David Vamplew, Jen Harman, Scott Seiver, Vanessa Selbst, John Racener, Anton Makievski, Mike MacDonald, Eugene Katchalov, McLean Karr, Phil Hellmuth, Carlos Mortensen, Barry Greenstein, Joseph Cheong und Steve Billirakis.

Es war praktisch unmöglich, einen Tisch zu finden, an dem kein November Niner oder Spieler mit EPT-, WSOP-, oder WPT-Titel saß.

Am Ende eines langen Spieltags wurde tatsächlich um kurz vor drei Uhr die Bubble erreicht. Hand-for-Hand Play lief damit gleichzeitig in beiden gestern stattfindenden Events. Dave Ulliott war da schon längst ganz woanders. uns erreichten Gerüchte, er sei am Gitarre spielend am Strand gesichtet worden.

An der Spitze des Chipcounts stehen Nicolas Fierro, Victor Ramdin und Jon Spinks.

Jetzt im LIVE-BLOG: Der €10,4k Split Event, Tag3.

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