WSOPE Main Event Tag 1B – 70% Spielerzuwachs

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Sandra Naujoks baute heute einen der größten Chipstacks auf.

Erwartungsgemäß wurden frühere Spielerzahlen im Main Event gestern pulverisiert. Fast 600 Spieler sorgen für den bisher größten WSOPE Main Event.

Nachdem gestern 310 Spieler in den Turniersaal im Majestic Hotel gekommen waren, hatten wir eigentlich heute mit noch mehr gerechnet. Die Zahl wurde aber nicht ganz erreicht, was hauptsächlich daran liegen dürfte, dass relativ wenige Online-Satellites gespielt wurden.

Online-Qualifikanten reisen bevorzugt zum letzten Starttag an, und sie bevorzugen das deshalb, weil die Pokerräume, bei denen sie das Preispaket gewinnen, ihnen genau das vorschreiben.

Trotzdem wurde die Zahlen des Vorjahres um 70% gesteigert, und der Preispool stieg auf fast 5,7 Mio. Euro.

Wieder sind zahlreiche Weltklassespieler angetreten, Braceletgewinner und Titelträger aller Couleur, und wieder sind eine Reihe davon schon wieder auf dem Weg ins nächste Cash Game.

Aus Deutschland konnten heute vor allem Sandra Naujoks (siehe unten), Moritz Kranich (siehe weiter unten) und Benny Spindler (siehe EPT London) für positive Akzente sorgen. Alle drei gehen mit guten Stacks in den zweiten Tag.

naujoks am tisch des todes
Sandra Naujoks am "Tisch des Todes".

Ebenfalls dabei: Marvin Rettenmaier, Bernd Gleissner und Hannes Groning. Eine etwas enttäuschende Ausbeute, wenn man bedenkt, dass dies ein WSOP Main Event ist und eine Menge Spieler extra über den Atlantik hierhergekommen sind, um dabei zu sein.

Eine Auswahl der Geschichten, die sich an Tag 1B abspielten, finden Sie hier:

 

Tony G. setzt sich und zieht die Nuts

War Tony G. noch vor ein paar Tagen durch fragwürdiges Verhalten am Tisch aufgefallen, so geschah dies heute durch eine Monsterhand, die Tony gleich mit den ersten Karten erhielt.

Auf einem Board J Q K - J 9 zeigte einer von zwei gegnerischen Spielern Asse. Nicht genug für Tony G., der Q T umdrehte und mit seinem Straight Flush einen mächtigen Pot gewann.

Später wurde Tony G. umgesetzt, gewann einen Coin Flip mit Zehnen gegen Bolivar Palacios‘ A-Q und stockte auf fast 100.000 auf.

Sandra Naujoks am „Tisch des Todes“

Was macht man, wenn man mit folgenden Spielern an einen Tisch gelost wird: Robert Mizrachi, Brandon Cantu, Bryan Devonshire, Dominik Nitsche und Sorel Mizzi? So ging es nämlich heute Sandra Naujoks. Den ersten frei gewordenen Stuhl nahm sich dann zu allem Überfluss auch noch Patrik Antonius. Das erwies sich zunächst als besonders schlimm für die ahnungslosen unbekannten Spieler auf den übrigen beiden Plätzen.

Keine leichte Aufgabe für die EPT-Siegerin von 2009. Die einzig richtige Antwort auf die Frage lautet natürlich: die Gegner selbst vom Tisch nehmen. Genau das sagte sich auch Sandra Naujoks, knackte die Asse eines Gegners mit einer geturnten Straight und sammelte ordentlich Chips an.

Leider waren es die Asse von Dominik Nitsche, der damit frühzeitig ausschied.

Später gewann Naujoks auch noch einen ansehnlichen Pot gegen Robert Mizrachi: Aus mittlerer Position erhöhte sie bei Blinds 200/400 auf 1025, Mizrachi setzte vom Button die 3-Bet an, und sowohl der Big Blind als auch Naujoks bezahlten.

Auf dem Flop 9 6 3 wurde zu Mizrachi gecheckt, 7600 setze. Der Big Blind ging aus dem Weg, und Naujoks bezahlte. Auf dem Turn K checkcallte Naujoks eine weitere Bet von 11.000. Auf dem River 7 checkten beide Spieler.

Mizrachi zeigte ein Paar Buben, aber Naujoks gewann mit K-Qo den Pot.

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Andrew Feldman - 160 mal 0 = 0.

In einer weiteren Hand nahm Sandra Naujoks auch Sorel Mizzi vom Tisch. Naujoks Zehnen hielten gegen Mizrachis A-Q. Die beiden checkten alle drei Straßen auf einem Board 9-6-3-6-9. Mizzi, der einzige Spieler, der in dieser Hand all-in war, sagte nur „It’s good“, stand auf und verließ den Tisch.

Moritz Kranichs gefürchtete 5-Bet

John Tabatabai war Zweiter im ersten Main Event der WSOP Europe. In diesem Jahr wird ihm keine Verbesserung dieser Platzierung gelingen. Er setzte seine letzten 700 Chips mit A-2, nachdem Moritz Kranich auf 1025 erhöht hatte. Joseph Elpayaa erhöhte auf 3100, und Philippe Boucher schraubte die Stakes auf 8200.

Moritz Kranich ließ sich davon nicht beirren und erhöhte mit einer 5-Bet auf 23.000. Das scheuchte Elpayaa und Boucher aus dem Pot. Kranich zeigte Damen, die auf dem Board gegen A-2 hielten. Tabatabai ausgeschieden, Kranich klettert.

Feldman ver-160-facht und scheidet aus

Andrew Feldman hatte nach einer Hand mit K-J gegen K-Q auf einem Board K-K-8-Q-x seinen gesamten Stack bis auf einen einzigen 25er Chip verloren. Danach gewann er fünf Hände blind all-in hintereinander, hatte wieder 4000 an Chips vor sich liegen, bevor er endlich mit Buben aufwachte und auf den nächsten Verdoppler hoffte.

Wie sich herausstellte, hielt ein anderer Spieler an dem Tisch Damen, die gegen die Buben gewannen und Feldman aus dem Turnier nahmen.

Chipcount nach Tag 1A + 1B:

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Straight Flush für Tony G.

1. Jamie Rosen - 162.700
2. Lari Shivo - 144.725
3. Tommy Vedes - 142.775
4. Alex Kostritsyn - 126.200
5. Antonio Palma - 125.000

19. Johnny Chan - 108.350

22. Ben Lamb - 105.900

23. Carlos Mortensen - 104.450

28. Tony G. - 101.325

47. Sandra Naujoks - 85.000

65. John Racener - 75.000

65. Filippo Candio - 75.000

82. Benny Spindler -68.000

87. James Bord - 65.000

96. James Akenhead - 60.000

117. Erik Seidel - 50.625

143. Scotty Nguyen - 42.000

 

Ausgeschieden: Sam Trickett, Sorel Mizzi, Bolivar Palacios, Noah Schwartz, Steve Billirakis, Viktor Blom, Jean-Robert Bellande, Bertrand Grospellier, Matt Giannetti, Antoine Saout, Michael Mizrachi, Mike MacDonald, Daniel Negreanu, Marvin Rettenmaier.

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