WSOPE Caesar’s Cup – USA nimmt Revanche

caesars cup cannes
Die letzte Hand im Caesar's Cup. Von links: Daniel Negreanu, Ben Lamb, Jason Mercier, Phil Hellmuth, Johnny Chan, Turnierchef Jack Effel, Gus Hansen, Maxim Lykow, Bertrand Grospellier.

Das erfahrenere, mit Stars und Bracelets gespickte Team der USA hat gegen die junge Garde aus Europa mit 3:1 gewonnen.

Im Team USA standen neben Kapitän Phil Hellmuth auch Daniel Negreanu, Ben Lamb, Jason Mercier und Johnny Chan.

Das Team Europa führte Kapitän Bertrand „ElkY“ Grospellier ins Gefecht. Seine Mitspieler waren Gus Hansen, Jake Cody, Maxim Lykow und Tony G.

Es wurden drei verschiedene Disziplinen gespielt: Zunächst traten je zwei Spieler jedes Teams gegeneinander an. Die Spieler wechselten sich untereinander auf jeder Straße ab.

Die zweite Disziplin war eine Art parallel Heads-up. Vier Spieler an einem Tisch, jedes Team hat nur einen Stack, und es spielen immer nur zwei Spieler abwechselnd gegeneinander. Alles klar? Lese Sie untern weiter.

Als Finale stand dann ein Heads-up auf dem Programm.

USA  : Europa 1:0

In der ersten Runde traten Jason Mercier und Ben Lamb gegen Jake Cody und Tony G. an. Den größten Pot gewannen die Amerikaner mit Pocket Assen gegen den europäischen Flush Draw. Kurz danach war die erste Runde vorbei, nachdem Cody/G. mit T 8 nicht gegen Q 9 treffen konnten.

USA : Europa 1:1

In der zweiten Runde spielten Daniel Negreanu und Phil Hellmuth gegen Gus Hansen und Max Lykow. Negreanu spielte gegen Hansen und Hellmuth gegen Lykow.

Das Spielprinzip: Die erste Hand spielten Negreanu und Hansen solo gegeneinander. Danach schoben sie die Stacks zu ihren Teampartnern hinüber, die damit die nächste Hand gegeneinander spielten. Danach wanderten die Stacks wieder zurück usw.

Die USA konnten zunächst einen deutlichen Chiplead herausspielen, wobei vor allem Phil Hellmuth gegen Max Lykow bemerkenswerte Aggressivität an den Tag legte.

Der Wendepunkt war eine Hand zwischen Negreanu und Hansen. Negreanu ging mit K-Ts all-in und Europas Turnier stand auf der Kippe. Hansen bezahlte mit A-5o, traf aber ein Ass auf dem Flop, ein weiteres auf dem turn und dann noch eine fünf auf dem River. Eine ziemlich klare Angelegenheit am Ende.

Damit ging Europa in Führung, und danach ging alles ganz schnell. Zwei Hände später waren Negreanu und Hansen wieder all-in, Hansen hielt mit A-9 gegen K-8 wieder die bessere Hand, und Europa glich aus.

USA : Europa 2:1

Während Tony G. und Jake Cody sich wieder in den anderen Spielsaal begaben, da beide noch im Main Event mitspielten, setzten sich Johnny Chan und Bertrand Grospellier zum heads-up Duell.

Wegen der relativ schnellen Blindssteigerungen wurde aus dem Match relativ früh eine Push-or-Fold-Partie. Johnny Chan war schließlich der glücklichere und gewann mit einem Coin Flip 44 gegen A-6 den zweiten Punkt für die USA.

USA : Europa 3:1

Im vierten Match ließ es sich Phil Hellmuth nicht nehmen, wieder persönlich anzutreten. Max lykow wurde als Gegner ausgewählt. Er sollte Hellmuth von Anfang an unter Druck setzen.

Tatsächlich gelang ihm dies nur in der ersten Hand. Danach wogte die Partie hin und her, innerhalb von zehn Minuten sahen wir dreimal jeweils den Spieler mit dem kleineren Stack aufdoppeln. Hellmuth konnte schließlich einen Vorsprung herausspielen, als es zu folgender Hand kam:

Hellmuth limpte vom Button, Lykow ging all-in, Hellmuth snap-callte und rief triumphierend: „I was trapping!“.

Er hätte vielleicht erst auf die Karten sehen sollen, denn mit Q-To lag er gegen K-9s von Lykow eindeutig zurück. Das Board verlief jedoch Q-9-5-6-2, und Hellmuth konnte den entscheidenden dritten Punkt für das Team USA ergattern.

Dem Team USA gelang damit die Revanche nach dem verlorenen Match vor zwei Jahren, und der Pokal wandert vorerst über den Atlantik. Wer weiß, was sich Hellmuth einfallen lässt, wenn er ihn im kommenden Jahr in den Spielsaal trägt.

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