WSOPE LIVE - Event Nr. 3 - €5k PLO

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10 Oktober 2011, Von: PokerZeit.com
Geposted in: PokerZeit Blog
WSOPE LIVE - Event Nr. 3 - €5k PLO

Willkommen beim ersten Gipfeltreffen der World Series of Poker Europe 2011. Heute Nachmittag startete der Event mit dem zweithöchsten Buy-in in der zweitbeliebtesten Pokervariante unserer Zeit. Die Besetzung ist märchenhaft.

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Dave Ulliott und Tom Dwan.

MONTAG, 18.30 Uhr, Tag 1

Zwei gute Argumente dafür, dass der Event hochkarätig und auch zahlenmäßig stark besetzt sein würde. So ist es in der Tat auch gekommen, und wenn wir auch bisher noch nicht wissen, wie viele Spieler er genau sein werden, gehen wir doch schon davon aus, dass die Zahlen der Vorjahre übertroffen werden. 2007 und 2008 nahmen jeweils 165 Spieler teil.

Hier einige Spieler, die uns bereits begegnet sind: Tom Dwan, Ben Lamb, Andrew Robl, Brian Hastings, Jason Mercier, Erik Seidel, David Benyamine, Jeff Lisandro (Titelverteidiger), Dave Ulliott, John Racener, Scott Seiver, David Williams, Ludovic Lacay, Dario Alioto, Max Pescatori, Fabrice Soulier, Jonathan Duhamel, Isaac Haxton, Mike MacDonald und Matt Giannetti. Mehr dazu gleich am „Todestisch“.

Gleich in der allerersten Hand überraschte Dave Ulliott die Medien ebenso wie seine Mitspieler, als er auf dem Turn einen Broadway Straight foldete.

Auf dem Flop Q J T setzte „Devilfish“ Ulliott 1000 und erhielt einen Call von Marcello Marigliano. Auf dem Turn 8 folgte die zweite Barrel von 2700. Der Italiener erhöhte auf 10.700, und Ulliott foldete offen A-K. Auf Nachfrage erklärte er später, dass er keine Flush Karten gehabt habe, um seine Hand abzudecken.


 

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Lamb, Sointula, Kollmann.

MONTAG, 20 Uhr, Tag 1

Erich Kollmann am „Todestisch”

Was beim Fußball die Todesgruppe ist, ist im Poker der Todestisch. Selbst bei einem so gut besetzten Turnier gibt es Tische, die noch gefährlicher sind als andere.

Erich Kollmann, ehemaliger Full Tilt Pro und einer der wenigen deutschsprachigen Spieler im Turnier, hat heute die zweifelhafte Ehre, an einem solchen zu sitzen. Zu seiner Rechten sind Jani Sointula, Ben Lamb, Barry Greenstein, Daniel Negreanu und Sami Kelopuro platziert, zur Linken sitzen Kevin Iacofano und Ramzi Jelassi.

Ben Lamb, der den Kampf um den Spieler des Jahres offenbar doch nicht auf die November Nine ankommen lassen will, war überraschenderweise der erste, der diesen Tisch wieder verlassen musste. Seinen Platz nahm Patrik Antonius ein, sodass Finnland die dominierende Nation am Tisch wurde. Auch Antonius schied aber schon vor der Dinnerpause aus, nachdem sein Paar Asse von Negreanus gefloppter Straight geschlagen wurde.

Selbst am Tisch des Todes scheint es noch einen Seat des Todes zu geben.

Direkt am Nebentisch sitzt Tom Dwan mit Dave Ulliott und Jason Mercier. WSOP-Vizechampion 2010 John Racener war einer der ersten Ausfälle. Er floppte Set unter Set und ging schon bevor die Late Registration geschlossen war.

Weitere Späteinsteiger: Sam Stein, Scott Seiver, Freddy Deeb, Eoghan O’Dean, Juha Helppi, Matthew Waxman, Tristan Clemencon, Tony G.

 


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Es ist schon ein Kreuz mit den Finnen.

MONTAG, 22.20 Uhr, Tag 1

Während die Dinner Break läuft, wurden die offiziellen Teilnehmerzahlen bekanntgegeben: 180 Spieler generieren einen Preispool von €882.000. 129 Spieler sind zur Pause noch dabei.

Tom Dwan, der zu Anfang noch in gewohnter Manier Chips anhäufte, wird nach dem Essen nicht mehr zurückkehren. Marcello Marigliano, der schon in der ersten Hand Dave Ulliott zum Folden der Nuts gebracht hatte (siehe oben), erwischte auf dem Turn ein Inside Wheel, das Dwans gefloppte zwei Paare überholte und den Amerikaner aus dem Turnier pustete.

Kelopuro vs. Greenstein oder Inside Outs

Auf dem Flop J T 7 setzte Sami „LarsLuzak“ Kelopuro 1300. Greenstein erhöhte auf 3000, und Kelopuro entschied sich zum All-in.

Greenstein bezahlten gern mit Top Set und J J Q 7. Kelopuro drehte deprimiert T T Q 8 um und verfluchte sein niedrigeres Set. Vielleicht erläuterte er auch die Zubereitung von vergorenem Rentier, so genau lässt sich das bei Finnisch nicht sagen.

Auf dem Turn fiel jedoch die 9, die Kelopuros Straight vervollständigte. Auf dem River kam eine blanke 4, und plötzlich hatte der Finne einen mächtigen Stack vor sich stehen, der seine Kaune vorerst deutlich aufbesserte.

„PLO ist der finnische Nationalsport“, grinste Negreanu. Erich Kollmann lächelte verschmitzt, Greenstein nicht. Er hat nun unter 5000 Chips.

Tony G. versuchte, wie man das von ihm erwartet, sofort nach seinem späten Eintritt in das Turnier seinen Tisch zu dominieren und bezahlte das in kürzester Zeit mit seinem halben Stack. Ein bisschen mehr Demut, Herr G.!

Level 4, Blinds 100/200


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Buben und Siebenen sind die Nuts.

MONTAG, 23 Uhr, Tag 1

Inzwischen sind weitere Tische aus dem zweiten Pokerfloor Majestic 2 in den Hauptraum verlegt worden, sodass wir noch einige Spieler entdecken konnten: Bertrand Grospellier, Eugene Katchalov, Roger Hairabedian und Fabrice Soulier z. B. Oder Michael Mizrachi, David Sands, Nicolas Chouity und Wladimier Schemelew.

Auch Phil Hellmuth ist noch im Turnier und versucht, weitere Punkte auf Lamb gutzumachen. Soeben verdoppelte er mit gefloppten zwei Paaren (Buben und Siebenen auf einem Bube hoch Flop) gegen ein Overpair Asse.

Ganz gegen seine sonstigen Gewohnheiten war Hellmuth schon auf dem Flop all-in. Da er die Hand gewann, blieben wir auch von einem Wutausbruch verschont. Sollte dem Poker Brat etwa in diesem Turnier sein Meisterstück gelingen?

Buben und Siebenen sind überhaupt gute Karten heute. Auf der anderen Seite des Salls konnte Daniel Negreanu gerade fast zur selben Zeit ebenfalls eine Hand mit Buben und Siebenen gewinnen. Wieder fiel der Flop Bube hoch, wieder hielt der Gegner das Overpair (QQ). Allerdings was der Pot nicht ganz so groß wie der an Hellmuths Tisch.

Apropos Tisch: Unser „Tisch des Todes“ ist inzwischen aufgelöst worden. Welches der neue ist? Nun, vielleicht der mit Negreanu und Grospellier. Oder der mit Tony G. und Bruno Fitoussi. Oder der Mit Michale Mizrachi und Dave Ulliott. Unser Favorit ist der Tisch mit Jason Mercier, Sam Stein, Eugene Katchalov und Andrew Robl.

Inzwischen stehen auch die Payouts fest: 18 Spieler kommen ins Geld und erhalten mindestens €11.828. Für die Podestplätze sind €238.140, €147.171 bzw. €105.937 reserviert.

Level 5, Blinds 150/300

 
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Gerächt: Patrik Antonius.

DIENSTAG, 1.00 Uhr, Tag 1

Daniel Negreanu hat sich inzwischen auch aus dem Turnier verabschiedet. Nachdem er vor ein paar Stunden noch Patrik Antonius aus dem Turnier verabschiedet hatte, fiel er nun Juha Helppi zum Opfer, der damit Rache für den gebusteten Landsmann nahm.

Wir sprachen mit Daniel Negreanu über die Nominierungen zur Hall Of Fame. Vor allem zu Annie Duke als Kandidatin hält er mit seiner Meinung mal wieder nicht hinter dem Berg.

Die Spielerliste des €5k Events weist nur zwei deutsche Spieler aus: Maximilian Ashkar und Jan-Peter Jachtmann. Letzterer muss sich an seinem Tisch derzeit mit dem Chipleader auseinandersetzen. Erich Kollmann hält die Fahne für Österreich hoch und hat momentan noch die Chance, Tag 2 und die Geldränge zu erreichen.

Weniger gut lachen haben u. A. Barry Greenstein, Fabrice Soulier, Sami Kelopuro, Ludovic Lacay, Nick Binger, David Sands und Tony G. Sie haben den Spielsaal bereits verlassen.

Und jetzt die Sensation: Erik Seidel ist ausgeschieden! Wie war das möglich? Es werden noch mehrere Tische bespielt, und Seidel ist nicht mehr dabei? Ist das überhaupt erlaubt? Wir sind ehrlich entrüstet.

Phil Hellmuth ist noch da und arbeitet sich langsam in Richtung Punkteränge für die Wertung zum Spieler des Jahres. Sein Stack: 20k+.

Level 7, Blinds 250/500, 76 Spieler


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DIENSTAG, 3.00 Uhr, Tag 1

Hellmuth verliert – ein bisschen

Zum Ende des ersten Spieltags war Phil Hellmuth bereits bei 65k Chips angelangt, bevor er einen großen Pot verlor. Vier Spieler checkten einen Flop J 7 6. Auf dem Turn 8 annoncierte Hellmuth „Pot“ und setzte 6400.

Alexander Kuzmin war der einzige Caller, und die beiden sahen auf dem River eine 2.

Hellmuth checkte, Kuzmin sah fragend zu ihm hinüber und fragte: „Warum checken?“ und setzte 6900.

Hellmuth setzte seine Brille ab und begann einen längeren Monolog, in dem er u. A. erklärte, Top Set zu halten. Ob das stimmt oder nicht, können wir nicht sagen, denn Hellmuth foldete seine Hand.

Kuzmin staunte: „Top Set? Wirklich?“, und zeigte ein Paar Sechsen.

Kollmann gewinnt – eine Menge!

Erich Kollmann konnte kurz vor Ende des ersten Tages noch einmal einen ganz großen Pot einsacken und steht nun bei über 100.000 Chips. Drei Spieler waren pre-Flop all-in, darunter Wladimir Schemelev. Kollmann hielt ein Paar Asse (mit Q-9 double suited). Seine Hand hielt, und der Österreicher kassierte über 70k.

Als Chipleader geht aber Shannon Shorr in Tag 2. Der Amerikaner hat über 160k Chips und führt damit die Tabelle an. Wir sind morgen Nachmittag wieder vor Ort und berichten live von der WSOPE Cannes 2011. Erich Kollmann liegt auf Platz 5 bei noch 49 verbliebenen Spielern.

Level 8, Blinds 300/600, 49 Spieler

 

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