WSOPC – Taugt Berlin als Pokerstandort?

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Berlin, ein guter Turnierstandort?

Berlin wächst und der Begriff „wachsende Stadt“ ist nahezu täglich in der Zeitung zu lesen oder schmückt Politikerstatements. Auch in Bezug auf Poker ist Berlin mittlerweile ein wichtiger Spot auf der Landkarte. Die Stadt bzw. die lokale Spielbank am Potsdamer Platz Berlin hat sich als solider Standort für internationale Turniere etabliert und zeigt dies gerade wieder.

Triple A-Programm

Dass man hier in der Hauptstadt auch größere Turniere logistisch und organisatorisch bewältigen kann, ist seit Jahren erwiesen. Mittlerweile läuft im sechsten Jahr das sehr erfolgreiche Triple A-Programm. Das Turnierformat wird vier Mal pro Jahr angeboten und zieht nicht nur Berliner, sondern auch überregionale Gäste an.

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Spielbank Berlin ...

Seit der letzten Serie Anfang September werden in den Main-Events der AAA-Turniere garantierte 100.000 Euro ausgespielt. Das ist fast einmalig in der deutschen Pokerlandschaft.

Seit 2010 laufen große internationale Turniere in der Spielbank. Es begann mit der EPT, die mehrere Jahre Station in der Hauptstadt gemacht hat. Während der letzten Jahre wurde auch ein großes Dealer-Turnier veranstaltet.

Seit Herbst 2015 besteht eine Kooperation mit der WSOP-Organisation. Im letzten Jahr war die Spielbank Berlin erstmals Gastgeber der „World Series of Poker Europe“, nachdem diese Prestigeveranstaltung vorher bereits in London, Cannes und bei Paris durchgeführt worden war.

World Series of Poker Circuit Berlin

Und aktuell, exakt seit dem 29. September, läuft eine der diesjährigen „World Series of Poker Circuit“-Turnierreihen in Berlin. Offenbar waren die positiven Erfahrungen des letzten Jahres ausschlaggebend für die WSOP-Verantwortlichen.

Die Spielbank Berlin stellt hierbei nur einen Teil der Infrastruktur zur Verfügung, d.h. Räume, Tische, Chips, technisches Equipment. Man ist kapazitativ gut aufgestellt: zwischen 50 und 60 Turniertische stehen im 1. OG (Sternberg-Theater) und dem Casino Royale im 2. OG der Spielbank zur Verfügung.

Die Turniere werden durch WSOP-Personal abgewickelt. Nur das Cashgame im eigentlichen Pokerfloor (Erdgeschoss der Spielbank), liegt in der Verantwortung der Spielbank.

Bereits das Eröffnungsturnier (WSOPC Warm-Up) am 29.9. war sehr gut besucht (404 Spieler, 127 Re-Entries), obwohl überlappend in Schenefeld die „Eureka“ (23.9. bis 3.10.2016) stattfindet und viele der Berliner Regulars dort spielten. Trotzdem war früh klar, dass die garantierten 50.000 Euro in Berlin erreicht würden, tatsächlich wurden sie locker um 50% überschritten.

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... am Potsdamer Platz

Zwei Braceletgewinner hatten den Weg zum Eröffnungsturnier in Berlin gefunden: Paul Michaelis und Artur Koren. Letzterer sollte dann auch noch das Turnier gewinnen und sein Bracelet durch einen WSOPC-Ring ergänzen.

Man kann mit ziemlicher Sicherheit erwarten, dass viele Spieler von der Eureka übergangslos zur WSOPC weiterreisen werden.

Es darf deswegen mit weiteren heiß umkämpften Veranstaltungen gerechnet werden und das Main-Event ab dem 6.10. mit einem Buy In von 1500 + 150 Euro dürfte die Garantiesumme von 500.000 Euro ebenfalls erreichen. Auch interessant wird das Highroller-Turnier mit 3.000 + 300 Euro Buy In am 5. Oktober.

Einzelheiten zu Turnierverläufen und -ergebnissen kann man in Live-Blogs und Berichten auf den einschlägigen Seiten nachlesen.

Dabei wird ein sehr informativer Aspekt des Turnierreglements deutlich und soll hier gewürdigt werden: Die Spieler müssen mit Klarnamen antreten, das fordern die WSOP-Statuten. Damit wird zumindest bei dieser Veranstaltungsreihe mal Klartext gesprochen und kryptische Namen wie „Rindergoulasch“, „Krokodil“, „StonewallJackson“ langweilen die Leser nicht. Sie sagen höchstens einigen der lokalen Spieler etwas.   

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