WSOP - Zweitplatzierter Dwan verpasst Bracelet

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Es ging nicht nur um den Titel, sondern auch um Millionen. Allerdings ist damit nicht das Preisgeld gemeint. Dwan schlitterte am ganz großen Triumph knapp vorbei. Rettenmaier wird Siebter.

Marvin Rettenmaier hat den Finaltisch von Event Nr. 11, $1,5k NLHE erreicht und wurde am Ende Siebter. $78.681 sind der verdiente Lohn für diese tolle Leistung. Das Hauptaugenmerk richtete sich aber auf das Internet-Wunderkind Tom Dwan, und nicht alle bekannten Profis, die wie Daniel Negreanu und Mike Matusow das Geschehen beobachteten, waren zu Dwans Unterstützung gekommen. Sondern aus Angst.

Abgesehen davon nämlich, dass ein Titelgewinn für den erst 23-Jährigen einen großen Schritt in Richtung Unsterblichkeit bedeutet hätte, wären damit auch Prop Bets in schwindelerregenden Höhen fällig geworden. Dwan sprach von „der größten Summe, die ich jemals gewonnen habe", und Mike Matusow bedankte sich bei Turniersieger Simon Watt aus Neuseeland im Namen aller High Staker dafür, „Millionen von Dollar" gespart zu haben. Insgesamt darf man von einer Summe im hohen siebenstelligen Bereich ausgehen.

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Dwan Bezwinger Simon Watt.

Die Bracelet Bets sind für Dwan überhaupt der Grund dafür, so viele Turniere bei der diesjährigen WSOP zu spielen. Allein mit Phil Ivey wettet Dwan um eine Million Dollar darum, wer in diesem Jahr ein Bracelet gewinnt. Für den zweiten Platz bleiben „durrrr" nun lediglich $381.885, während Simon Watt $614.248 einstreicht.

Event Nr. 12, $1,5k LHE krönte Matthew Matros zum Limit-König. Dafür gab's $189.870. Bester Europäer war Georgios Kapalas, der damit schon seinen zweiten Cash bei der diesjährigen WSOP feiert.

Mehr als 3000 Spieler, davon knapp 2000 an Tag 1A, machen Event Nr. 13, $1k NLHE Stimulus zum bisher zweitgrößten Event der Serie. 566 Spieler gehen heute Nacht in den zweiten Tag, von denen 324 die Geldränge erreichen. Chipleader ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt Andy Black aus Irland.

Einen zweiten Lowball-Titel konnte Peter Gelencser aus Ungarn zwar nicht verbuchen, aber mit Platz 23 reichte es immerhin noch einmal ins Geld. Nicholas Binger war letztlich der Sieger in Event Nr. 14, 2-7 Draw Lowball No Limit. Mit Alexander Krawtschenko saß auch eines der russischen Pokerschwergewichte am Finaltisch. Binger gewann das Bracelet und $92.817.

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Wettpartner Phil Ivey.

Ein richtiges Klassefeld hat sich für Event Nr. 15, $10k Seven Card Stud Hi-Lo Championship eingefunden. 170 Spieler, darunter einmal mehr die Weltelite begannen das Turnier in der letzten Nacht, und dank der flachen Blindstruktur sind noch immer 112 davon im Turnier.

Chipleader ist kein Geringerer als Phil Ivey, der vor einigen Stunden noch kurz davor stand, Tom Dwan eine größere Summe Dollars überweisen zu müssen. Nun könnten Sender- und Absendernamen vertauscht werden. Aber bis dahin ist es noch ein weiter Weg. In den Top 20 der Chiptabelle finden sich auch Jennifer Harman, Eli Elezra, Barry Greenstein, Gus Hansen als bester Europäer, Mike Matusow, Phil Hellmuth und Scotty Nguyen.

Bereits ausgeschieden sind u. A. Tony G., Annie Duke, Todd Brunson, Ted Forrest, Michael Mizrachi und Greg Raymer. Tagesgespräch war bei fast allen Spielern Dwans Finaltisch. Matusow erklärte, offiziell bankrott zu sein, falls Dwan das Turnier gewinnen sollte. Inzwischen wissen wir, dass das nicht der Fall war. Matusow wird eine andere Möglichkeit finden müssen, um sich zu ruinieren.

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