ESPN: „Die WSOP bleibt im TV.“

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In den letzten Tagen wurden mehrere Poker-Fernsehshows abgesagt. Die größte von allen bleibt aber unangetastet.

Nachdem im Zuge der Klagen gegen PokerStars, Full Tilt und Absolute/UB schon das Big Game und die Million Dollar Challenge aus dem Programm genommen wurden, fürchtete man auch um die Ausstrahlung der wichtigsten Events aus der WSOP 2011.

Andrews Feldman, Technischer Leiter bei ESPN, hat inzwischen öffentlich bekanntgegeben, dass die World Series of Poker auch in diesem Jahr auf demselben Kanal zusehen sein wird.

Die WSOP gehört Caesars Entertainment.

Feldman nutzte Twitter als Plattform und erklärte: „Nur damit es keine Zweifel gibt, ESPN wird über die WSOP berichten.“

Der Sender GSN erklärte inzwischen, dass auch High Stakes Poker weiterhin im Programm bleiben wird.

In der Branche ist man sich dennoch einig, dass der Rückzug der drei großen Pokerräume aus dem amerikanischen Markt deutliche Konsequenzen nach sich ziehen wird.

Greg Raymer, WSOP Main Event Champion des Jahres 2004, erklärte gegenüber USA Today: „Wenn ich eine Schätzung abgeben müsste, würde ich für den Main Event mit etwas über 5000 Spielern rechnen. So etwa 5250.“

Diese Zahl liegt deutlich unter dem Rekordturnier aus dem Jahr 2006, als 8773 Spieler an den Tischen saßen. Dann trat die UIGEA in Kraft, und die Zahlen brachen zunächst ein. 6358 Spieler kamen 2007 zum Main Event. In den Jahren danach waren die Teilnehmerzahlen allerdings wieder gewachsen.

„Die Regierung“, fuhr Raymer fort, „sollte uns schützen, indem sie ein Gesetz beschließt, das Poker lizenziert und reguliert.“

Steve Wynn, Besitzer des Wynn Resorts, das seinen Vertrag mit PokerStars in dieser Woche gekündigt hat, schlug in die gleiche Kerbe: „Das erinnert mich an den Volstead Act während der Prohibition. Darin stand, man darf kein Bier trinken. Die Leute tranken natürlich weiterhin Bier. Und Poker ist so amerikanisch wie Apfelkuchen … Es wäre eine gute Idee, sich jetzt zusammenzusetzen und eine Regulierung zu schaffen.“

Der Autor und Freiheitsaktivist Joe Plummer beantwortete die Aktion des amerikanischen Justizministeriums in einem Kommentar mit beißendem Spott und wirft der Regierung Zynismus vor:

„Kein Zweifel, Amerika kann nun beruhigter schlafen, denn die Regierung ‚beschützt‘ sie vor den unaussprechlichen Gefahren von Online Gambling. Eine unaussprechliche Gefahr, vor der niemand geschützt werden wollte.“

„Aber keine Sorge. Wenn sie mit der Zerstörung der Rivalen fertig sind, werden sie ihre eigenen, profitablen und ‚legalen‘ Online Sites einrichten. Oder sie verkaufen Lizenzen für hohe Preise und zusätzliche Gebühren. In beiden Fällen gilt: Sobald der Staat erst einmal in der Position ist, selbst davon profitieren zu können, werden wir nie wieder etwas über die furchtbaren ‚Gefahren von Online Gambling‘ hören.“


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