WSOP Triple Barrel – Neues vom Big One, Bojang scheitert knapp, Bellande verhaftet

WSOP Big One for One Drop 2014

Allmählich biegt die WSOP 2014 auf die Zielgeraden ein. Wir präsentieren am Tag nach der Entscheidung alles Wissenswerte zum Big One for One Drop 2014, verfolgen die Bracelet-Jagd von Ismael Bojang bei Event #59 und widmen uns der Verhaftung von Jean-Robert Bellande sowie dem $10.000 Seven-Card Stud Championship. All das hier in unserer Triple Barrel.

1) Big One – Colman in der Kritik, Negreanu und Reinkemeier on top

Einen Tag ist es nun her, dass Daniel Colman sich beim teuersten Pokerturnier des Jahres, dem Big One for One Drop, zum 15fachen Millionär machte. Das klingt nach maßloser Euphorie, doch in den USA machte sich Colman wenig Freunde.

Er lehnte nach seinem Triumph sämtliche Interview-Anfragen ab und brachte damit einige Journalisten auf die Palme. Ein Redakteur der Las Vegas Sun schrieb, Colman habe das Rio „wie ein Bankräuber verlassen und sich wie ein bockiges Kind benommen“.

daniel colman
Der Gewinner des Big One for One Drop 2014, Daniel Colman, hat sich durch sein Verhalten wenig Freunde gemacht.

Immer charmant und zu einem Plausch aufgelegt ist dagegen „Everybody’s darling“ Daniel Negreanu. Der Kanadier verpasste zwar mit seinem 2.Platz den ganz großen Wurf, für die Führung in der All-time Money List vor Antonio Esfanidiari, den er als Spitzenreiter ablöste, reichte es aber allemal.

Einen Führungswechsel gab es auch in Deutschland. Dort überholte Tobias Reinkemeier dank seines fünften Platzes den bisher Führenden Philipp Gruissem und steuert auf die 10-Millionen-Dollar-Grenze zu.

Ein letzter Nachtrag zum Big One. Viele Beobachter wunderten sich über die Absenz mehrerer chinesischer Highroller wie Chun samrostan Lei Zhou, Richard Yong and Paul MalACEsia Phua, die sich schon vor Längerem angemeldet hatten. Wie Haralabos Voulgaris in einem Interview erklärte, seien diese Spieler wegen Vorkommnissen in einer privaten Highstakes-Partie mit One-Drop-Gründer Guy Laliberté verstimmt gewesen und hätten ihre Teilnahme abgesagt.

daniel

Unterm Strich glaubt Voulgaris, dass dies die vermutlich letzte Austragung des Big One gewesen sein könnte. Vielmehr hält er es für „recht dumm zu glauben“, dass es weiterginge:  

2) Ismael Bojang nach Achterbahnfahrt auf Platz 4

Lange Zeit sah es für Ismael Bojang bei Event #59, einem $3.000 Pot-Limit Omaha Hi/lo-Turnier, gute aus und der Hamburger konnte sich berechtigte Hoffnungen auf sein erstes Bracelet machen.

Ismael Bojang
Ismael Bojang legte am Final Table des $3.000 Pot-Limit Omaha Hi/Lo eine wahre Achterbahnfahrt hin, die auf Platz 4 endete.

Als Chipleader führte Bojang die letzten vier Spieler an, doch dann verlor er Hand um Hand und schied nach einem kurzen Aufbäumen aus. 

Platz 4 und $87.594 Preisgeld sind natürlich ein weiteres tolles Ergebnis für Bojang und bereits sein achter Cash bei dieser WSOP, doch war hier das Bracelet definitiv zum Greifen nah. Noch gibt es ja einige Events, in denen der PLO-Spezialist auf Bracelet-Jagd gehen kann.

Der Sieg ging letztlich an Philip Hui, der im Heads-Up einen klaren Rückstand gegen Zack Milchman aufholen und sich das Bracelet sichern konnte.

1

Phillip Hui

$286.976

2

Zack Milchman

$177.609

3

Michael Bees

$118.036

4

Ismael Bojang

$87.594

5

John D’Agostino

$65.736

6

David Williams

$49.817

7

Matt Glantz

$38.089

8

Jordan Morgan

$29.356

9

Joe Mitchell

$22.793

3) Bellande verhaftet, Enttäuschung beim Stud

Mit einer Enttäuschung für die deutschen Spieler endete der zweite Tag der $10.000 Seven-Card Stud Championship. Zwar hatten es George Danzer und Jan Peter Jachtmann in den zweiten Tag dieses stark besetzten und prestigereichen Turniers geschafft, für einen Platz unter den ersten 16 und damit im Preisgeld reichte es aber leider nicht.

Jean Robert Bellande
Jean-Robert Bellande wurde gestern direkt vor dem Rio verhaftet.

Einen sensationellen Lauf legte bei diesem Turnier Todd Brunson hin, der morgen auch als überlegener Chipleader ins neunköpfige Finale geht. Ebenfalls noch mit dabei ist Phil Hellmuth, der als Dritter in Chips gute Chancen auf das vierzehnte Bracelet hat.

Ganz andere Sorgen hat Jean-Robert Bellande. Für den angeblich notorisch an Geldsorgen leidenden Pokerprofi hatte es an Tag 2 des Big One das Aus und damit eine Nullrunde gegeben, nachdem er vorher noch erklärt hatte, auf jeden Fall an den Finaltisch kommen zu müssen, um die Kosten für den Monat Juli zu tragen.

Einen Tag nach seinem Ausscheiden wurde Bellande jetzt verhaftet. Angeblich waren an seiner Luxuskarosse die Nummernschilder abgelaufen und das Auto war nicht versichert, doch kursieren wilde Spekulationen, dass es noch andere Hintergründe geben könnte. Von Drogen bis Nutten reichen die Ideen der Poker-Community, aber sicher ist nur, dass Bellande für eine Kaution von gut 15.000 Dollar auf freien Fuß gesetzt wurde.

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