WSOP Triple Barrel – Cada triumphiert, Danzer und Finger scheitern, Geschichten von Ivey

Joe Cada

An einem ereignisreichen Tag bei der WSOP in Las Vegas reicht es für die beiden deutschen Bracelet-Gewinner George Danzer und Martin Finger „nur“ zu vorderen Platzierungen. Joe Cada dagegen kann jubeln und Nolan Dalla packt ein paar coole Geschichten über Phil Ivey aus. Das alles und noch viel mehr in unserer heutigen WSOP Triple Barrel.

1) Joe Cada gewinnt 10k 6-max, George Danzer Neunter

Ein sensationell gut besetztes Finale erwartete die Pokerfans weltweit bei Event #32, der $10.000 Championship No-Limit Hold’em 6-max. Unter internationalen Top-Stars wie Scott Clements, JC Tran, Erick Lindgren und Max Silver tummelte sich auch noch unser Razz-Weltmeister George Danzer, der zeigte, dass er es auch in der bei ihm nicht ganz so beliebten Standardvariante No-Limit Hold’em kann.

Nach dem Sprung ins dreizehnköpfige Finale ging es aber leider nicht mehr viel weiter für den PokerStars Pro. In einer Blind-Battle investierte er seinen gesamten Stack mit AT, wurde aber von Max Silver mit AK jäh gestoppt. Für Platz 9 erhielt Danzer immerhin $49.061 und noch ist erst die Hälfte der WSOP absolviert.

Den Sieg und ein Preisgeld von $670.041 holte sich Joe Cada, der damit nach Carlos Mortensen der erste Main-Event-Gewinner ist, der sich ein zweites Bracelet sichern konnte. Der Champion des Jahres 2009 hatte es im finalen Heads-Up mit seinem Landsmann Jeremy Ausmus zu tun, der im Vorjahr bei der WSOP Europe bei Pot-Limit Omaha triumphiert hatte.

Nach langem Ringen landeten die beiden schließlich mit zwei Monstern im entscheidenden All-In. Ausmus hielt Buben, wurde aber von Cadas Damen dominiert und musste fünf Gemeinschaftskarten später die Hand zum Glückwunsch reichen.

Endstand Event #32, $10.000 Championship 6-max No-Limit Hold’em:

1

Joe Cada

$670.041

2

Jeremy Ausmus

$414.104

3

Max Silver

$273.646

4

JC Tran

$185.971

5

Erick Lindgren

$129,192

6

Dario Sammartino

$91.670

7

Martin Jacobson

$66.382

8

Kyle White

$66.382

9

George Danzer

$49.061

10

Hiren Patel

$49.061

11

Scott Clements

$36.975

12

Lee Markholt

$36.975

2) Brutales Aus für Martin Finger

Neben der Entscheidung bei Event #32 wurde mit Brett Schaffer zudem der Sieger des $1.500 Massenturniers Event #31 gekürt. Vorentscheidendes passierte bei Event #33, ebenfalls einem Massenturnier ($1.000 Startgeld, 1.688 Teilnehmer), bei dem Deutschland noch ein paar heiße Eisen im Feuer hatte.

Martin Finger Event 33
Martin Finger schied beim $1.000 No-Limit Hold'em sehr unglücklich aus.

Neben Bracelet-Gewinner Martin Finger waren auch noch Severin Kock und Robert Schulz vertreten, doch für einen Platz im morgigen Finale sollte es leider bei keinem reichen. Kock und Schulz belegten die Ränge 28 und 26, aber für Martin Finger sah es zu diesem Zeitpunkt noch sehr aussichtsreich aus.

Dann jedoch musste der Wahl-Österreicher einen herben Rückschlag einstecken, von dem er sich nicht mehr erholen konnte. Mit Königen trat er zum All-In gegen Jeremy Josephs     an, und zwei Neunen später war sein Stack ruiniert. Kurz darauf brachte er seinen Rest mit     gegen denselben Gegner in die Mitte und wurde dieses Mal von Assen ausgebremst. So landete Finger auf einem beachtlichen 17. Platz, der gut 10.000 Dollar einbrachte.

Für das morgige Finale qualifizierten sich zehn Spieler, es führt Will Givens.

Außer diesen Turnieren fanden noch ein Seven-Card-Stud Event, ein Lowball-Turnier und das mit Spannung erwartete $5k NLHE-8-handed Event #35 statt. Bei letzterem sind mit Phillip Gruissem, Fabian Quoss, Igor Kurganov, Heinz Kamutzki und Manig Löser noch etliche Deutsche mit von der Partie. Es führt allerdings Sam Trickett, der sich mit 172.000 schon deutlich vom Feld absetzen konnte.

3) Ivey Stories – Nolan Dalla packt aus

Mit der Serie Ivey Stories haben unsere Kollegen von PokerNews in mancherlei Hinsicht den Nagel auf den Kopf getroffen. Geschichten über die amerikanische Pokerlegende Phil Ivey sind einfach unterhaltsam und immer wieder spannend.

phil ivey bracelet
Laut Nolan Dalla hätte Ivey schon deutlich mehr Bracelets, wenn mehr Seven Card Stud bei der WSOP gespielt würde.

Richtig viel zu erzählen hat Nolan Dalla, seines Zeichens Mediendirektor der World Series of Poker.

Dalla lernte Ivey schon vor dessen erstem Bracelet-Gewinn im Jahr 2000 kennen und bescheinigt ihm herausragende Fähigkeiten bei Seven-Card Stud.

Etwa Mitte der 1990er-Jahre begann Ivey seine Karriere im Taj Mahal von Atlantic City, damals das angesagte Casino an der Ostküste.

Laut Dalla hätte Ivey deutlich mehr als seine neun Bracelets gewonnen, wenn nicht No-Limit Hold’em, sondern Seven-Card Stud die große Modevariante geworden wäre.

Das musste auch Amarillo Slim einsehen, der Ivey angeblich zwar nicht respektierte, dafür aber kräftig bluten musste.

Diese Geschichten und viele mehr, darunter auch eine äußerst unterhaltsame Golfstory gibt es hier im Video:

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