WSOP Triple Barrel – Bojang auf Kurs, Wer wird Millionär?, Boxkampf im Rio

Ismael Bojang

Die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Nacht bei der WSOP in Las Vegas gibt es in unserer heutigen Triple Barrel – Ismael Bojang mit guten Chancen bei der Omaha Hi/lo Championship, die Zwischenstände bei den Massenturnieren und ein Faustkampf auf den Gängen des Rio.

1) Ismael Bojang im Finale der $10.000 Omaha Hi/Lo Championship

Schon bei der ersten Championship (den inoffiziellen Weltmeisterschaften in diversen Varianten) gab es mit George Danzers fünftem Platz ein tolles Ergebnis aus deutscher Sicht und auch bei Event #10, der Omaha Hi/Lo Championship, ist noch alles drin.

Der Hamburger Ismael Bojang schlug sich am vorentscheidenden Tag 2 ausgezeichnet und belegt nach einer kleinen Talsohle zwischendurch den hervorragenden siebten Platz im Chipcount. Mit 327.000 Chips liegt er zwar recht klar hinter dem überragenden Führenden Viatcheslav Ortynskyi (862.000), doch morgen werden die Karten neu gemischt.

Pechvogel des Tages war der Amerikaner Frankie O’Dell, der als Bubble Boy ausschied und damit dem restlichen Feld den Weg ins Finale ebnete. In seiner letzten Hand trat O’Dell gegen Ortynskyi und Dan Kelly an, und zwei Jäger erwiesen sich als zu große Konkurrenz.

Das Feld, das morgen den neuen Champion kürt, ist gespickt mit etlichen Bracelet-Gewinnern wie Eli Elezra, Richard Ashby, Jeff Lisandro und Brock Parker. Für Hochspannung und große spielerische Klasse ist also gesorgt, wenn Ismael Bojang morgen das Bracelet jagt.

10k Omaha Hi/Lo Championship, Stand vor dem Finale:

1

Viatcheslav Ortynskyi

862.000

2

Eli Elezra

535.000

3

Richard Ashby

527.000

4

Andrew Brown

487.000

5

Dan Kelly

425.000

6

Shirley Rosario

375.000

7

Ismael Bojang

327.000

8

Steve Lustig

319.000

9

Ofir Mor

263.000

10

Doug Polk

231.000

11

Gregory Jamieson

192.000

12

Robert Stefanovski

165.000

13

Melissa Burr

161.000

14

Perry Friedman

134.000

15

Tom Koral

120.000

16

Jeff Lisandro

91.000

17

Brock Parker

90.000

18

Jason McPherson

56.000

2) Finales bei den Events #8 und #9

Mit der Einführung des sogenannten Millionaire Maker-Turniers im Vorjahr trafen die verantwortlichen der WSOP voll ins Schwarze.

Millionaire Maker
Das Millionaire Maker brachte einen neuen Teilnehmerrekord für ein Side Event.

Fast 8.000 Spieler meldeten sich dieses Jahr an und sorgten so dafür, dass die Preisgeldgarantie locker geknackt wurde und dem Sieger nun sogar über 1,3 Millionen Dollar winken.

Schon das Erreichen des Finaltisches garantiert den neun verbliebenen Spielern einen Gewinn von über 100.000 Dollar, wobei ein Spieler sich klar vom restlichen Feld abgesetzt hat.

Stephen Graner heißt der Mann, der mit über 12 Millionen deutlicher Chipleader ist und damit mehr als ein Drittel aller Chips beim morgigen Finale vor sich stehen hat.

Noch zwölf Spieler sind beim 1k-Massenturnier, dem Event #9, dabei. 1.940 Teilnehmer hatten ihr Glück versucht, dem Sieger winken am Ende gut 323.000 Dollar. Dominierende Nation sind die USA, die beiden Führenden, Frank Patti und Jorge Vergara, sind ebenfalls Amerikaner.

3) Boxkampf zwischen Lisandro und Cantu 

Normalerweise geht es im Rio ja eher friedlich zu. Klar, man nimmt mal einen Gegner vom Tisch, aber dass Spieler sich schlagen, ist doch selten.

Brandon Cantu
Brandon Cantu prügelte sich mit Jeff Lisandro.

Am Montag jedoch kam es auf den Gängen der heiligen WSOP-Hallen zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung.

Wie Bryan Leskowitz via Twitter die Welt wissen ließ, gab es erst einen verbalen Schlagabtausch zwischen dem fünffachen Bracelet-Gewinner Jeff Lisandro und dem Amerikaner Brandon Cantu, der immerhin auch schon zwei Bracelets einheimsen konnte, und dann wurde es handgreiflich.

Hintergrund des Streits waren offenbar Spielschulden, die Cantu bei Lisandro noch nicht beglichen hat.

In einem Interview mit Thomas Keeling vom Bluff Magazine behauptete Lisandro allerdings, die Fäuste wären gar nicht geflogen.

Cantu hätte ein Spielsuchtproblem und würde ihm Geld schulden, und das schon zum wiederholten Mal. Deswegen wären unschöne Worte gefallen.

Das Interview gibt es hier:

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