WSOP - Zweites Bracelet für „Pferdeflüsterer“ Tom Schneider

Tom Schneider
Vier gewinnt - Tom Schneider mit Entourage.

Es fühlt sich an wie 2007 – jedenfalls für Tom Schneider. Dagegen scheinen die deutschen Spieler keine Allrounder zu sein.

Bei dem Namen Tom Schneider denkt mancher Fernsehzuschauer hauptsächlich an die  - sagen wir mal – besonders enthusiastische Unterstützung durch seine Frau („Stack‘em, stack’em, stack’em ... to the top!“).

WSOP-Kenner wissen dagegen, dass Tom Schneider schon einmal den Titel „WSOP Player of the Year“ gewinnen konnte und damit zu einem sehr kleinen, elitären Spielerkreis gehört.

Das geschah im Jahr 2007, als Schneider zwei Bracelets gewann und drei Finaltische erreichte.

In der Nacht gewann Schneider bei der WSOP 2013 sein zweites Bracelet, und in beiden Fällen handelte es sich um HORSE-Events.

Eine bemekrenswerte Leistung des Allrounders, die zeigt, dass die besten Pokerspieler nicht nur eine Variante beherrschen, sondern alle.

„Wer nur Hold’em spielt, lernt nicht viel darüber, was für Poker wirklich wichtig ist“, sagte uns Schneider nach dem Turnier.

„[HORSE] zwingt dich dazu, über jede Variante genau nachzudenken, und das wirkt sich vorteilhaft aus.“

Für seinen Sieg erhielt Schneider eine Viertelmillion Dollar. Mit vier Bracelets liegt Schneider jetzt gleichauf mit Spielern wie Huck Seed, Mike Matusow, Tom McEvoy, Bobby Baldwin und Amarillo Slim.

Mit jetzt bereits fünf Cashes bei der WSOP 2013 schließt Schneider beinahe zu Daniel Negreanu auf, der hautsächlich wegen seines Sieges bei der WSOP APAC die Wertung zum „WSOP Player of the Year“ anführt.

Keine deutschen Mixed-Spezialisten

Deutsche Spieler konnten sich nicht in den Geldrängen platzieren, was nicht zuletzt daran lag, dass nur wenige teilnahmen.

George Danzer
Wer, wenn nicht er, kann sich in den Mixed Games durchsetzen?

In der Spielerliste nach Tag 1 finden sich mit Tobias Hausen und Katja Thater nur zwei deutsche Namen. Eigentlich merkwürdig, dass die Mixed Events keine höhere Stellung bei den Deutschen einnehmen, sind sie doch unter Profis die wahren Gradmesser für Qualität.

Ausgewiesener Spezialist und rühmliche Ausnahme ist George Danzer, der hier bei der WSOP 2013 schon einige Cashes in verchiedenen Varianten erreicht hat.

Jedenfalls ließen sich die internationalen Stars dieses Turnier nicht entgehen: Hellmuth, Negreanu, Deeb, Elezra, Seidel, Williams, Bloch, Selbst, Lindgren, Mizrachi, Duhamel, Katchalov, Juanda, Mortensen, Hansen sind nur einige der Namen, die dem geneigten Pokerfan möglicherweise bekannt vorkommen könnten.

Immerhin konnten sich von den Europäern u. A. Marcel Luske, Max Pescatori und Gus Hansen im Geld platzieren.

David Benyamine erreichte nach langer Zeit mal wieder einen Finaltisch. Er ist bei der diesjährigen WSOP sehr aktiv, und es würde uns nicht wundern, sollte er plötzlich bei einem Event am Finaltisch auftauchen.

Hoffnung auf ein weiteres Bracelet – nach dem von Martin Finger – macht die Platzierung von Gregor Derkowski, der wie Barry Greeenstein Tag 3 von Event Nr. 31, PLO Hi-Lo erreicht hat.

Marvin Rettenmaier liegt nach Tag 1 von Event Nr. 32, NLHE 6-max im Mittelfeld des Chipcounts, aber bei noch 128 Spielern nach Tag 1 ist es noch viel zu früh, um eine Tendenz auszumachen. Weitere Ergebnisse deutscher Spieler finden Sie hier.

Mit Jan Heitmann reist am heutigen Mittwoch ein weiterer deutscher Hoffnungsträger in die Stadt der Sünde. Etwa zur Mittagszeit hatte er den Check-in am Münchner Flughafen hinter sich gebracht und befindet sich zur Stunde auf dem Weg über Philadelphia nach Las Vegas.

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