WSOP - The Master gewinnt Stud Championship

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Sensationell: Tom Dwan vor Marvin Rettenmaier Chipleader in Event 11. Krass: Men Nguyen trinkt sich zum nächsten Bracelet. Stark: Zweites Bracelet für England.

Es war ein großer Tag für die Spieler aus dem Vereinigten Königreich. Zunächst erhielt Praz Bansi im Rahmen einer feierlichen Zeremonie unter dem frenetischen Jubel englischer Schlachtenbummler sein Bracelet überreicht, und direkt danach peitschten diese auch Jack Dempsey zum Sieg in Event Nr. 9, $1,5k PLHE.

JJ Liu, die von vielen Experten favorisiert wurde, fand sich am Ende auf dem dritten Platz wieder. Dempsey sind für seinen Sieg $197.470 sowie eine weitere Jubelarie bei der Preisverleihung sicher.

Erinnern Sie die Stichworte „Heads-up", „Nguyen" und „betrunken" an irgendetwas? Zwar sind Scotty und Men nicht miteinander verwandt, aber ansonsten fühlte man sich durchaus an das berüchtigte Finale des $50k HORSE 2008 erinnert. Men „The Master" trank am Finaltisch schneller als die Bedienung nachliefern konnte, und trotzdem war er nicht zu stoppen.

In Event Nr. 10, $10k Seven Card Stud Championship war es Brandon Adams, der sich nicht zuletzt durch seinen genialen Bluff gegen Phil Hellmuth in High Stakes Poker einen Namen gemacht hat, der als Letzter versuchte, Nguyen von seinem siebten Titelgewinn abzuhalten. Adams verlor jedoch eine Hand nach der anderen und konnte sich einfach keine vernünftige Hand zusammenbauen. Zunehmend demoralisiert, ging er schließlich auf die - sozusagen - Schnapsidee von Nguyen ein, gleich auf der dritten Straße bis zum All-in zu erhöhen. Adams traf ein Paar Damen und lag bis zur siebten Straße vorn. Dort traf Nguyen einen König, exemplarisch für den Verlauf des Heads-up.

$400.000 und das erste Bracelet seit sieben Jahren gehen an Men „The Master", der dank seines Auftretens vermutlich dennoch kaum Sympathiepunkte gewinnen konnte.

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DWan liegt vorn.

Eine Sensation liegt in Event Nr. 11, $1,5k in der Luft: Tom Dwan und Marvin Rettenmaier sind nach Tag 2 des 2563 Spieler Events die Chipleader der letzten 21. Dwan hatte zuvor noch in dem parallel laufenden 2-7 Turnier gespielt, kam dann aber herüber und verlor keine Zeit, seinen typischen Alles-oder-Nichts-Stil einzusetzen. Nachdem er mit T-T ein All-in gegen K-K gewinnen konnte, hatte er ausreichend Chips, um seinen Tisch vollständig zu dominieren. Kurz vor Ende des Abends durchbrach er als bisher einziger Spieler die Millionengrenze.

Auf Platz 2 liegt Marvin Rettenmaier aus Leonberg. Der für Titan Poker antretende Stuttgarter war bei der WCOOP VI eine der Bountys und bewegt sich erst seit Anfang des Jahres auf dem internationalen Parkett. Nun steht er kurz davor, die große Pokerbühne zu betreten.

Event Nr. 12, $1,5k LHE ist vielleicht nicht das beliebteste Turnier, zog aber immerhin 625 Limit-Spieler an. 177 davon traten zum zweiten Tag an, um bis zum Finaltisch herunterzuspielen, was allerdings nicht so recht gelang. Als es dann doch zu spät wurde, brach man das Turnier bei noch 13 Spielern ab.

Mit 1922 Spielern begann das nächste $1k Stimulus, Event Nr. 13, $1k NLHE. Am Ende des ersten Tages hat ein alter Bekannter den Chiplead erobert: Andy Black aus Irland. Einst als Chipleader an den Final Table des Main Events gegangen und dann grandios implodiert, kommt der inzwischen mit buddhistischem Langmut ausgestattete Ire heute Nacht mit knapp 100.000 Chips an den Tisch zurück.

Ein typischer Kandidat für eine Reihe von Prop Bets und ein kleines, aber extrem hochwertiges Feld ist Event Nr. 14, $1,5k 2-7 Lowball No Limit Triple Draw. Und tatsächlich sind „nur" 250 Spieler am Start, von denen sich allerdings die Mehrheit mit Poker den Lebensunterhalt verdient.

Nick Binger ist nach Tag 1 Chipleader, in aussichtsreichen Positionen liegen mit Dario Minieri und Alessio Isaia die beiden besten Europäer. Auch Lowball-Braceletgewinner Peter Gelencser aus Ungarn liegt schon wieder weit vorn: Platz 20 von derzeit noch 67.

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