WSOP Tag 9 – Klein und Getzwiller dominieren

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Sean Getzwiller.

Fast die ganze Nacht schlugen sich Spieler und Journaille um die Ohren, bis die Sieger des neunten Tags bei der WSOP 2011 gefunden waren.

Es passte irgendwie zum gestrigen Tag, dass so lange dauerte, bis die Bracelets endlich ihre neuen Besitzer fanden, denn fast jeder Event zog sich gestern bis in die frühen Morgenstunden,

Die Geschehnisse im Einzelnen:

Event Nr. 8, $1k NLHE Finale

Wegen der „Hard Stop Times“, also festgelegter Schlusszeiten nach jeweils zehn Levels bei dieser WSOP, traten gestern nur noch drei Spieler zum Finaltisch des Turniers an. Eigentlich sah es nach einem kurzen Auftritt aus.

Ein Irrtum, wie sich herausstellen sollte.

Zwar schied Jon Turner nach kurzer Zeit als Dritter aus, aber Sudan Turker und Sean Getzwiller lieferten sich danach ein Marathon-Duell, das über vier Stunden dauern sollte.

Am Ende setzte sich Getzwiller durch. Dafür gab es neben dem Bracelet die Kleinigkeit von $611k. Beste deutsche Spieler waren Tim Rahmberg, Matthias Preuss und Theo Schmitt auf den Plätzen 80, 98 und 110.

Event Nr. 10, $1,5k 6-max NLHE

Beinahe wäre es zu einer kleinen Sensation gekommen, denn Jeffrey Papola, der letztes Jahr das $5k 6-max gewann und bei der Version für $2,5k Zweiter geworden war, hatte bei noch 15 Spielern den größten Chipstack.

Papola erreichte den Finaltisch und war kurz davor, einen weiteren Titel zu feiern, schied dann aber auf Platz 3 aus.

Stattdessen war es ein Gynäkologe aus Texas, der sich das Armband schnappte. Geoffrey Klein lieferte sich ein weiteres Marathon-Match gegen Eddie Blumenthal, bevor er schließlich Bracelet und Scheck über $544k erhielt.

Bester Deutscher war, wie gestern bereits berichtet, Marvin Rettenmaier auf Platz21.

Event Nr. 11, $10k Omaha Hi-Lo Championship

23 Spieler starteten in den dritten und – zumindest geplant – letzten Tag. Es wurde eine lange Nacht, denn Hi-Lo ist nunmal ein Split Game, und da scheiden Spieler einfach nicht so schnell aus.

Mike Sexton, Freddy Deeb, Shaun Deeb, das waren die Namen, mit denen wir am Finaltisch gerechnet hatten, doch der Sprung gelang keinem von ihnen.

Es war schon nach vier Uhr morgens, als schließlich Spieler und WSOP-Mitarbeiter die weiße Fahne schwenkten und die Partie abbrachen. Da saßen noch George Lind, Wjatscheslaw Zukow und Steve Billirakis am Tisch.

Deutsche Spieler kamen nicht ins Geld, was vor allem daran lag, dass überhaupt niemand aus Deutschland angetreten war.

Event Nr. 12, $1,5k NLHE Triple Chance

Das Teilnehmerfeld des Turniers schrumpfte am ersten Tag von 1340 auf nur 160. Gestern sollte bis zum Finaltisch heruntergespielt werden, was auch tatsächlich gelang.

Jedenfalls, wenn man ausnahmsweise 10 Spieler daran sitzen lässt. Mit satten 1,5 Mio. hat Nicholas Rampone mehr als doppelt so viele Chips wie der zweitplatzierte Justin Sternberg.

Andy Black verpasste als 30. das Finale ebenso wie Sam Trickett. Mit Andrea Dato aus Italien und Richard Trigg aus GB haben wir aber immerhin noch zwei Europäer dabei.

Deutsche Spieler konnten sich nicht in den Geldrängen platzieren. U. A. waren Dragan Galic, Eddy Scharf, Manig Löser und Thorsten Schäfer unter den Teilnehmern.

Event Nr. 13, $1,5k NLHE Shootout

Auf 2000 limitiert war das erste Shootout der Saison. 1440 Spieler fanden sich ein, und nach acht Stunden war auch der letzte Einzeltisch entschieden.

160 Spieler werden heute Nacht an 16 Zehnertischen das Spiel wieder aufnehmen. Zu verlieren hat keiner mehr etwas, denn alle Verbliebenen sind bereits im Geld.

Natürlich schieden viele große Namen aus, aber es gelang auch einer Reihe von Top Profis, ihre Tische zu gewinnen. Ganz oben auf dieser Liste steht Daniel Negreanu, aber dasselbe gelang Lex Veldhuis, Greg Raymer, Jennifer Tilly, Vitaly Lunkin, Filippo Candio und Bertrand Grospellier.

Event Nr. 14, $3k LHE

Das 300er Limit Hold’em findet in diesem Jahr zum ersten Mal statt, daher ist es nicht so einfach zu sagen, ob die 337 Spieler eine hohe oder niedrige Zahl sind.

Hoch war auf jeden Fall die Qualität, wie Namen wie David Benyamine, Erick Lindgren, Jeffrey Lisandro, Liz Lieu oder Ylon Schwartz auf der Teilnehmerliste bestätigen.


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