WSOP - Matt Keikoans wundersame Auferstehung

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Comeback des Jahres - Matt Keikoan

Eines der größten Comebacks in der Geschichte der WSOP sahen die Zuschauer im $10k LHE Championship. Ivey kommt auf Touren. Außerdem: Wieder ein Sieg für England, kein Happy End für Lehmann.

„Fast noch besser als beim ersten Mal", fühlte sich Keikoan nach dem Gewinn seines zweiten Bracelets. Das erste gewann er 2008 in einem $2k NLHE Event. In Event Nr. 29, $10k LHE Championship war Keikoans Stack schon auf einen Big Blind geschrumpft, ehe es ihm doch noch gelang, das Steuer herumzureißen.

Am Finaltisch saßen vier Braceletgewinner mit insgesamt acht Bracelets: David Chiu (4), Brock Parker (2), Michael Mizrachi (1) und Keikoan selbst (1). Das Turnier dauerte so lange, dass wegen der immens gestiegenen Blinds am Ende nur noch 17 Big Bets im Spiel waren.

Heads-up Gegner Daniel Idema aus Kanada sah schon wie der sichere Sieger aus, als Keikoan plötzlich begann, ein ums andere Mal zu verdoppeln und den am Boden zerstörten Kanadier auf den zweiten Platz zu verweisen. Keikoan kassiert für den Titel $425.969 und hat damit mehr als $3,2 Mio. in Turniergewinnen vorzuweisen.

Markus Lehmann
Platz 13 für Lehmann.

Mike Ellis aus London heißt der Gewinner von Event Nr. 30, $1,5k NLHE. Skill Game hin oder her, wer in der letzten Hand mit A T gegen A A gewinnt, darf sich wohl zu den Glückspilzen zählen. Ellis fand den Nut Flush auf dem Turn und gewann $581.851,-. Insgesamt 2394 Spieler hatten den Preispool auf $3,2 Mio. geschraubt. Die Serie englischer Erfolge bei dieser WSOP nimmt damit weiter ihren Lauf.

Markus Lehmann schrammte knapp am Finaltisch vorbei und wurde am Ende 13. für $26.049. Rudoplf Zintel kam auf Platz 28, Alexander Gruibem wurde 48.

Mixed Games zeigen, welche Spieler die besten Allround-Qualitäten besitzen. Erfolge in dieser Disziplin werden daher gerade unter Profis besonders hoch eingeschätzt. Konstantin Puchkow aus Moskau gewann Event Nr. 31, $1,5k HORSE das erste H.O.R.S.E. Event der WSOP 2010 und damit nicht nur $256.820 und ein mehr oder weniger schönes Armband, sondern auch den Respekt der Weltpokerelite.

Erick Lindgren
Erick Lindgren wieder auf Erfolgsspur.

Spannung verspricht der letzte Tag von Event Nr. 32, $5k NLHE 6-max. Bei noch 12 Spielern an zwei Tischen sind mit Erick Lindgren als Chipzweiter und Men Nguyen zwei Topstars dabei. Nguyen könnte der erste Spieler werden, der bei dieser WSOP zwei Bracelets gewinnt, ist aber Letzter in Chips und wird bald alles auf eine Hand setzten müssen. Erick Lindgren hatte im letzten Jahr eine gruselige WSOP, die er heute Nacht allerdings vergessen lassen könnte.

Mit Matthias Neu (23., $21.036), Nico Behling (37., $12.653) und Benny Spindler (45., $11.345) kamen gleich drei Deutsche unter die besten 50 und sorgten damit für ein erfreuliches Abschneiden.

In Event Nr. 33, $2,5k PLHE/PLO sorgen vier der letzten 15 Namen für Aufsehen: David Chiu, gerade noch am Finaltisch der $10k LHE Championship, ist schon wieder Zweiter in der Chiptabelle; Kevin „ImALucSac" MacPhee, Gewinner der EPT Berlin; Konstantin Bucherl, letzter Deutscher im Turner, aber leider auch Letzter im Chipcount; und dann ist da noch ein gewisser Phil Ivey.

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Multi-Tabling inkl. Live Heads-up - kein Problem für Ivey.

Die ersten beiden Runden des mit Spannung erwarteten Event Nr. 35, $10k NLHE Heads-up Championship wurden gestern ebenfalls bereits gespielt, und es waren einige faszinierende Duelle dabei. Das kürzeste fand zwischen Michael Mizrachi und Phil Ivey statt. Es dauerte gerade einmal zwei Hände. Der Players Champion und vielleicht auch Player of the Year 2010 bezahlte das All-in, von Ivey, der gestern Nacht ständig in mehreren Turnieren gleichzeitig unterwegs war mit einem Paar Neunen. Ivey zeigte A-J. Das Board verlief 2 8 Q 8 - A. „War's das?", fragte der unbewegte Ivey und eilte hinüber zum PLHE/PLO Event. Ivey trifft in der nächsten Runde auf Kido Pham.

Johannes Strassmann verlor sein Erstrundenduell gegen Vanessa Rousso, aber Tobias Reinkemeier und Julian Herold haben die Runde der letzten 64 des auf 256 Spieler limitierten Turniers erreicht. Reinkemeier setzte sich gegen Cory Carroll und Mark Muchnik durch, während Julian Herold zunächst Eric Cajelais und dann George Lind aus dem Feld schlug.

In der kommenden Runde trifft Reinkemeier auf Jason Somerville, Julian Herold bekommt es mit Craig Bergeron zu tun. Sollten beide ihre nächst Partie gewinnen, spielen sie in der nächsten Runde gegeneinander, und damit hätten wir auf jeden Fall einen deutschen Spieler im Achtelfinale.

Weitere interessante Partien: Gavin Smith - Gabe Kaplan, Brock Parker  - Phil Gordon, Antonio Esfandiari - Owen Crowe, Bertrand Grospellier - Andrew Rosskamm, Vanessa Rousso - Terrence Chan.

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