Phil Hellmuth: „Man darf sich nicht von seinem Ego bestimmen lassen“

Phil Hellmuth wsop 2013

13 goldene Bracelets, 18 Millionen Dollar Siegprämien – niemand hat solche Ergebnisse voprzuweisen wie Phil Hellmuth. Trotzdem ist Hellmuth davon überzeugt, dass er ständig auf der Hut sein muss, um nicht unterzugehen.

„Aber man darf sich nicht zu cool fühlen“, sagt Hellmuth im Gespräch mit PokerListings. „Man darf nicht überheblich werden.“

„Man darf niemals vergessen, dass man sein ganzes, schönes Leben nur Poker zu verdanken hat. Sobald man auch nir ein kleines bisschen nachlässt und nicht mehr mithalten kann, ist es mit alldem schnell vorbei.“

„Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit. Man darf sich nicht von seinem Ego bestimmen lassen.“

Hellmuth ist ein integraler Bestandteil der Pokerszene, seit er im Alter von nur 24 Jahren im Jahr 1989 gegen Johnny Chan im Heads-up den Main Event der World Series of Poker gewinnen konnte.

Johnny Chan hatte das Turnier in beiden vorhergegangenen Jahren gewonnen und galt als bester Spieler der Welt.

Seitdem hat Phil Hellmuth an 49 Finaltischen von WSOP-Events gesessen und wurde sogar in die Hall of Fame aufgenommen. Kein Wunder, dass er manchmal Schwierigkeiten damit hat, sein Ego im Zaum zu halten.

phil hellmuth wpt venice
Ständig hört und liest man darüber, wie gut man ist.

Wir fragten ihn danach während der Pause des $3k Shoot-out Events.

PL: Die WSOP war in den letzten Jahren eine gute Adresse für Sie. Fühlt es sich gut an, wieder hier zu sein?

PH: Ich hatte zwei tolle Jahre nacheinander, in denen ich jeweils Zweiter in der Wertung zum Speiler des Jahres wurde.

Im letzten Jahr konnte nur Greg Merson mich noch einholen, und dafür musste er tatsächlich den Main Event gewinnen. Ich hatte mehr Punkte erspielt als jemals ein Spieler zuvor bei der WSOP, und ich wurde trotzdem nur Zweiter!

Es dürfte extrem schwierig werden, noch so ein gutes Jahr zu schaffen. Drei nacheinander sind mir jedenfalls noch nie gelungen.

Man muss sich wirklich mit seinem Ego auseinandersetzen.

PL: Was die Erwartungen an die WSOP-Ergebnisse betrifft?

PH: Eher, was das betrifft, was über einen geschrieben wird. Ständig hört und liest man darüber, wie gut man ist usw. Man muss sich zwingen, das alles zu ignorieren und sich zu konzentrieren.

Wenn ich mich so umsehe und Leute wie Tiger Woods und Michael Jordan sehe, mit denen ich so herumhänge, dann fange ich an, mich cool zu finden.

Aber man darf sich nicht zu cool fühlen. Man darf nicht überheblich werden.

Ich galube, ich war bisher ziemlich gut darin, mich nicht von meinem Ego bestimmen zu lassen. UN inzwischen bin ich auch älter und weiser geworden.

PL: Wie hält man sein Ego unter Kontrolle, wenn man gerade den WSOPE Main Event und das 13. Bracelet gewonnen hat?

Nichts hat mich so demütig werden lassen wie der Sieg beim WSOPE Main Event im letzten Jahr.

Ja, es war das beste Turnier, das ich je gespielt habe, und ja, ich war nur ein einziges Mal all-in, gleich in der dritten Hand. ich hätte einen Ein-Outer treffen müssen, um zu gewinnen, aber danach war ich nie mehr all-in.

phil ivey wsop apac 2013
Was soll man über Ivey sagen? Er ist großartig.

Aber auch wenn man auf einem hohen Niveau spielt, heißt das nicht, dass man gewinnt. Deshalb schätze ich mich einfach sehr glücklich, dass es mir gelungen ist.

PL: Es gab in den letzten Jahren nur wenige Spieler, die aus der Masse herausragen. Spieler wie Sie, Daniel Negreanu, Phil Ivey. Sollte man hier noch andere Namen anfügen?

PH: Daniel Negreanu ist derzeit der erfolgreichste Spieler überhaupt, aber er hat jahrelang überhaupt nichts gerissen, und jetzt klappt plötzlich alles.

Das ist eben Poker. Ich habe auch ein paar Jahre lang wenige Erfolge gehabt, und dann plötzlich einen nach dem anderen.

Und was soll man zu Ivey noch sagen? Er ist großartig.

Wir haben da eine kleine private Wette laufen. Kürzlich hat er mir einen Cartoon getextet. Daraufhin schrieb ich ihm: „Wetten, dass ich vor dir 20 Bracelets gewinne.“ Und er schrieb zurück: „Aber ich bin als erster bei 30.“

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