WSOP News – 1 Mio. Buy-in, $25k Event, Grudge Matches

Yevgeniy Timoshenko
Erfolgsverwöhnt - Jewgeni Timoshenko.

Gus Hansen hat das Halbfinale der $25k HU Championship erreicht, die WSOP kündigt 1 Mio. Dollar Buy-in Turnier an, die Neuauflagen der WSOP Finales laufen.

Mit der Ankündigung eines Turniers mit einer Million Dollar Buy-in sorgte die WSOP gestern für Aufsehen und Ablenkung von Phil Ivey Klage gegen Full Tilt. Zunächst wurde aber Event Nr. 2, $25k Heads-up NLHE Championship fortgesetzt.

Hansen und Timoschenko im Heads-up Halbfinale

Am vorletzten Tag des Turniers erreichten auch Senkrechtstarter Jake Cody und der zweifache Braceletträger Eric Froehlich die Runde der letzten vier.

Damit sitzen sich vier Schwergewichte der Pokerszene gegenüber. Hansen schlug auf dem Weg ins Halbfinale bereits Jason Mercier, Greg Brooks, Daniel Alaei, Tom Dwan und nun auch Matt Marafioti. Inoffiziell wird er hier als Titelverteidiger bezeichnet, da er letzten Herbst das Heads-up Event der WSOP Europe in London gewann.

Sein Gegner Jake Cody gewann innerhalb kurzer Zeit einen EPT-Titel (Deauville) und einen WPT-Titel (London) und kassierte dafür $1,2 Mio.

Jewgeni Timoshenko hat seit 2007 $3,5 Mio. gewonnen, u. A. durch Siege bei der APT Macau und der WPT World Championship 2009. Bei der PartyPoker World Open VI wurde er Zweiter, online beeindruckte er z. B. durch einen Sieg beim Main Event der WCOOP.

Eric Froehlich gewann seine Bracelets in den Jahren 2005/06 und erreichte zuletzt den Finaltisch bei den WPT World poker Finals im Foxwoods. Heute Nacht stehen Halbfinale und Finale auf dem Programm.

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Guy Laliberté bei der Ankündigung des $1 Mio. Turniers.

WSOP kündigt $1.000.000 Buy-in Turnier an, unterstützt Hilfsorganisation

Guy Laliberté, Gründer des Cirque du Soleil, Vorsitzender der Hilfsorganisation ONE DROP und (losing) High Stakes Spieler kündigte gestern die Premiere des Events für das Jahr 2012 an. ONE DROP setzt sich für den Zugang der Bevölkerung armer Regionen zu sauberem Trinkwasser ein.

Für die Spieler wurde wegen des hohen Buy-ins die Auszahlungsstruktur abgeflacht: 20% anstatt der üblichen 10-15% werden Gewinn machen. 11,1% des Buy-ins werden für den guten Zweck abgeführt.

15 Spieler haben ihre Teilnahme bereits zugesagt, darunter Patrik Antonius, Gus Hansen, Johnny Chan, Tony G., Bobby Baldwin, Phil Ruffin (Besitzer des Treasure Island) und Andy Beal, der Multimillionär, der einst die gesamte Pokerelite der Welt herausforderte.

Daniel Negreanu sicherte seine Teilnahme ebenfalls zu: „Eine Million Dollar Buy-in hört sich verrückt an, aber wenn es einer Organisation wie ONE DROP zugute kommt, wird daraus plötzlich eine großartige Idee, und es ist eine schöne Möglichkeit, Geld für gute Zwecke zu sammeln.“

Auch Tom Dwan wird dabei sein: „Ich kaufe mich ein. $1 Mio. hört sich einfach cool an. Auf der einen Seite ist das total sick, auf der anderen Seite für einen guten Zweck. Jetzt muss ich das Ding nur noch gewinnen.“

Das Turnier ist für den 1.-3. Juli 2012 angesetzt. Es soll im Rio All-Suite Hotel und Casino stattfinden. Die maximale Teilnehmerzahl wurde auf 48 festgelegt.

Neuauflage legendärer WSOP-Finals

Als „Grudge Matches“ (etwa: Duell der Vergeltung) wurden sie angekündigt, gestern wurden sie begonnen: Wiederholungen der Heads-ups von WSOP Main Events, die berühmt geworden sind.

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Der Altmeister.

Im ersten Duell traf Johnny Chan noch einmal auf Phil Hellmuth. 1989 hatte Chan das Heads-up verloren und verpasste damit seinen dritten Triumph in Folge. Hellmuth wurde nach seinem Sieg berühmt und ist heute einer der bekanntesten Pokerspieler weltweit.

Die Revanche entschied der Altmeister Chan für sich. Nach knapp zwei Stunden gewann er die letzte Hand, nachdem er schon früh einem 1:2 Chiprückstand hinterhergelaufen war.

Im zweiten Duell kam es zu einer Neuauflage des Heads-ups, das die Pokerwelt für immer veränderte: Sam Farha gegen Chris Moneymaker aus dem Jahr 2003. Die beiden spielten ihr Duell gleich in dreifacher Ausführung.

Zunächst begannen sie mit denselben Stacks wie 2003, danach mit umgekehrten Stacks, und schließlich mit gleich großen Stacks. Chris Moneymaker gewann die erste Session wie damals, Sam Farha setzte sich in der zweiten Runde durch, als er mit dem größeren Stack beginnen durfte, und bel gleich großen Stacks zeigte Chris Moneymaker einmal mehr, dass er in den letzten Jahren eine Klassespieler geworden ist. Am Ende stand es also 2:1 für Moneymaker.

Im letzten Duell wird noch einmal das Finale des Jahres 1988 beschworen: Johnny Chan gegen Erik Seidel. Berühmt wurde das Gefecht Champion gegen Newcomer schon damals, geehrt wurde es durch seine Verarbeitung im Pokerfilm Rounders.

Ironischerweise kennt man Erik Seidel vor allem für diese Niederlage. Derzeit dürfte es aber schwierig für Chan werden, seinen Erfolg zu wiederholen, da Seidel praktisch alles gewinnt, was ihm in die Finger kommt. Gerade wurde er 32. in Event Nr. 3 Omaha Hi-Lo, von 925 Spielern. Für ihn fast ein enttäuschendes Ergebnis…

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