WSOP Main Event kurz vor der Bubble

greg merson wsop 2013
Titelverteidiger mit Ambitionen - Greg Merson erreicht Tag 4.

Neuer Chipleader – Geshkenbein weiter vorn – Ivey, Hellmuth ausgeschieden – Brunson hält durch – Rettenmaier im Mittelfeld.

Tag 3 des WSOP Main Events ist beendet, und 666 Spieler streiten sich um die 648 ITM-Plätze.

Max Coleman aus Wichita wird einer von den Spielern sein, die sich hier ins Geld spielen. Soviel kann man schon mit Sicherheit sagen, denn der Amerikaner liegt mit etwas mehr als einer Million Chips an der Spitze des Feldes.

Eine Momentaufnahme natürlich, mehr nicht, aber wie Turnierchef Jack Effel offiziell verkündigte, nachdem auch der letzte Tisch im Raum Brazilia aufgelöst worden war:

„Es wird Sie freuen, zu hören, dass der World Series of Poker Main Event Champion sich in diesem Raum befindet!“

Philanthropie

Was Sie als Leser wahrscheinlich nicht freuen wird, ist der Umstand, dass sowohl Phil Ivey als auch Phil Hellmuth ausgeschieden sind.

Phil Ivey hatte seinen Stack bereits auf über 400.000 ausgebaut, als er zunächst die Hälfte davon gegen Phil Mader verlor.

phil ivey main event 2013
Raus: Ivey.

Auf dem Flop 8 6 5 hatte Ivey mit 8 6 zwei Paare gefloppt. Mader hielt Buben. Alle Chips Ivey brachte seien Chips in die Mitte, aber Mader traf einen Buben auf dem River.

Danach traf Ivey mir einem Paar Dreien ein Set auf dem Flop A T 3. Zu dumm, dass sein Gegner Max Steinberg ein Paar Zehnen hielt.

Selbst Phil Iveys Souveränität ist nicht unbegrenzt. Beim Verlassen des Saals schlug er wütend seine Mütze gegen die Wand.

So etwas würde Doyle Brunson nicht mehr passieren. Vielleicht könnte er es auch gar nicht mehr. Seine regelmäßigen Ankündigungen, keine Turniere mehr zu spielen, zeigen ja, dass er eben doch langsam alt wird.

Nicht so alt jedoch, dass er nicht dem amtierenden Titelträger noch zeigen kann, was eine Harke ist. „Texas Dolly“ hält nach drei Tagen satte 626.000 Chips und liegt damit innerhalb der Top 50.

Das war genug, um 20 min vor Spielende Feierabend zu machen und den Saal zu verlassen.

Der Titelverteidiger Greg Merson hat ebenfalls Tag 4 erreicht. Er steht bei 390.000 Chips und damit „nur“ auf Platz 393.

In Las Vegas laufen bereits Wetten, wer wen vom Tisch nimmt, sollten die beiden sich schließlich am selben wiederfinden.

Ebenfalls ausgeschieden: Liv Boeree, Phil Galfond, John Hennigan, David Benyamine, Johnny Chan, Marvin Rettenmaier(?), Philipp Gruissem, Elisabeth Hille, Daniel Cates, Sam Stein, Max Pescatori, Theo Jorgensen, Tobias Reinkemeier, Manig Loeser.

Die Geshkenbourne-Identität

Erinnern Sie sich noch?

Es gibt Leute, die müssen so richtig den Kopf frei haben, wenn sie gut Poker spielen wollen. Andere sagen, man dürfe auf keinen Fall Alkohol trinken.

doyle brunson5
Drin: Dolly.

Und dann gibt es wieder solche, bei denen scheint alles genau umgekehrt. Seit Vladimir Geshkenbein mit seiner Bankrotterklärung sehr kontroverse Reaktionen ausgelöst hat, spielt er wie ein junger Gott.

Wobei ein Gott wahrscheinlich nicht nach Gratis-Drinks fragen würde. Geshkenbein hat zwar offenbar einen neuen Sponsoren gefunden, allerdings nicht mehr genug Geld in der Tasche, um seinen Durst zu stillen.

Nachdem er bereits einige „Screwdriver“ intus hatte, bat der die Bedienung: „Can you bring for free? I don’t have any money left.“

Geshkenbein wird wohl noch eineige Zeit für Gesprächsstoff sorgen, zumal er jetzt schon in die Top Ten aufgestiegen ist und fast eine Million Chips hält.

Deutsche Spieler

Wie in der Liste oben zu sehen, sind mehrere unserer größten Hoffnungsträger bereits nicht mehr im Turnier.

marvin rettenmaier wsop 2013
Rein oder raus: Rettenmaier.

Über einige Spieler gibt es allerfings widersprüchliche Angaben. So wird Marvin Rettenmaier mal als augeschieden, mal mit rund 350.000 Chips angegeben.

Ähnliches gilt für Johannes Strassmann. Siehrheit werden wir dann haben, wenn die Starteliste der Spieler für Tag 4 veröffentlicht wird.

Dafür tauchen nun andere auf, denn die Phalanx der deutschten Spieler ist groß und stark genug, um im Main Event weiter ein Wörtchen mitzureden.

Den kompletten Chipcount finden Sie hier.

Unten lesen Sie die Top Ten sowie ausgewählte Chipcounts bekannter Spieler (Deutsch im Fettdruck)

  • 1. Max Coleman, US, 1.071.500
  • 2. Joshua Prager, US, 993.000
  • 3. Max Steinberg, US, 975.000
  • 4. Jonathan Lane, US, 958.500
  • 5. Dick van Luijk, BEL, 940.000
  • 6. Vladimir Geshkenbein, RUS, 900.000
  • 7. Nick Schwarmann, 893.000
  • 8. Matthew Huey, US, 885.500
  • 9. Chris Johnson, US, 862.000
  • 10. Guilherme Garcia, BZ, 853.500

14. Somar Al-Darwich, D, 796.500

37. Doyle Brunson, US, 626.000

38. Luke Schwartz, GB, 620.500

59. Annette Obrestad, NOR, 564.000

63. Bastian Fischer, D, 555.000

111. Tim Ulrich, D, 469.500

130. Bertrand Grospellier, F, 444.000

146. Georg Lehmann, D, 428.500

164. Marius Pospiech, 403.500

174. Greg Merson, US, 390.000

176. Marcel Luske, NL, 386.000

201. Jake Cody, GB, 350.000

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