WSOP Main Event - Nach dem zweiten Tag

amir levahot
Als Chipleader in den dritten Tag - Amir Levahot.

Über zwei Drittel der Spieler sind bereits ausgeschieden. In den dritten Tag gehen noch 2044 Spieler. Chipleader ist Amir Levahot, Ivey und Hellmuth in Lauerstellung. Und überall Trockenfleisch.

So langsam lichten sich die Reihen des Main Events ein wenig, und es ist zwar immer noch schwierig, aber nicht mehr vollkommen unmöglich, sich einen Überblick zu verschaffen. 52 Deutsche, 5 Österreicher und 15 Schweizer sind noch dabei. Bester Deutscher ist im Moment Andreas Altmeyer auf Platz 79 mit 230.700 Chips, dahinter liegt Nasr el-Nasr als 116. mit 211.100. Mit dabei sind auch noch Benjamin Kang, Christian Heich (Final Table bei den Aussie Millions 2009) und der frischgebackene Braceletgewinner Carsten Joh. Bester Österreicher ist derzeit Bernhard Perner, der in den letzten zwölf Monaten acht Cashes bei der CAPT verbuchen konnte, davon zwei erste und einen zweiten Platz. Aus der Schweiz schlägt sich bisher Daniel Makowsky am besten, in diesem Jahr schon zweimal bei der WSOP im Geld und bereits zweimal Runner-up bei WSOP-Turnieren. Der Durchschnitt liegt bei 95.000 Chips.

Michael Binger
Titelverteidiger Peter Eastgate.

Chipleader

Der 38-jährige Amir Levahot führt das Feld mit mächtigen 610.500 in den dritten Tag. Levahot wurd in Israel geboren und kam als 16-jähriger nach Amerika. Am ersten Tag war sein Stack schon auf 7000 geschrumpft, und er blieb nur nach einem glücklichen Suck-out überhaupt im Turnier. Von da an ging es steil bergauf. Am Ende des ersten Tages hatte er bereits 80.000, und der zweite Tag verlief ähnlich erfolgreich: „Ich hatte ein paar wirklich gute Hände. Nur eine halbe Stunde vor Spielende kam ich an einen neuen Tisch, erhielt ein Paar Dreien und floppte ein Set. In der Hand gewann ich 250.00, also einen Großteil meines Stacks." Levahot gibt sich ansonsten wenig euphorisch: „Ich habe schon viele Turniere gespielt und weiß, dass es ein weiter Weg ist und Chipleader zu sein zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel bedeutet."

Die Ex-Champions

Die ehemaligen Main-Event-Gewinner, die auch in diesem Jahr dabei sein wollten, schnitten bisher so ab:

2008: Peter Eastgate - Platz 642, 110.700 Chips

2007: Jerry Yang - ausgeschieden (Tag 1)

2006: Jamie Gold - ausgeschieden (Tag 1)

2005: Joe Hachem - Platz 408, 138.900 Chips

2004: Greg Ramyer - Platz 811,  95.900 Chips

2003: Chris Moneymaker - ausgeschieden (Tag 1)

2002: Robert Varkonyi - ausgeschieden (Tag 2)

2001: Carlos Mortensen - Platz 1379, 57.900 Chips

2000: Chris Ferguson - Platz 1080, 76.000 Chips

1998: Scotty Nguyen - ausgeschieden (Tag 2)

Scotty Nguyen
Was nun, Scotty?

1996: Huck Seed - ausgeschieden (Tag 1)

1995: Dan Harrington - Platz 197, 181.400 Chips

1993: Jim Bechtel - Platz 1441, 55.000 Chips

1989: Phil Hellmuth - Platz 383, 142.900 Chips

1987/1988: Johnny Chan - ausgeschieden (Tag 2)

1978: Bobby Baldwin - Platz 971, 83.300 Chips

1975/1976: Doyle Brunson - ausgeschieden (Tag 1)

1972: Slim Preston - ausgeschieden (Tag 1)

Die Favoriten

Phil Ivey, der immer zu den Favortien gezählt wird, wenn die WSOP ansteht, liegt derzeit mit imponierenden 346.200 Chips auf Platz 17 der Chiptabelle. Der dreifache Braceletgewinner 2009 Jeffrey Lisandro, EPT-Sieger Sander Lyllof und High Stakes Poker Teilnehmer David Benyamine liegen noch in den Top 100, dahinter folgen illustre Namen wie Andy Black (Platz 107), Bertrand Grospellier (Platz 126), Paul Wasicka (Platz186), Jesper Hougaard (Platz 215), Mike Sexton (Platz 239), Noah Boeken (Platz 262) und eben Phil „Julius Cäsar" Hellmuth (Platz 383). Scotty Nguyen hat sein Saisonziel, vier Millionen Dollar zu gewinnen, um vier Millionen Dollar verfehlt und muss nun eigentlich aufhören zu Pokern, wenn er sein Wort halten will. Na ja, Schall und Rauch.

Die November Nine 2008

Vier der letztjährigen Finalteilnehmer haben den dritten Tag erreicht: Peter Eastgate (s. o.), Kelly Kim (Platz 542, 122.100 Chips), Dennis Philips (Platz 170, 190.200) und Darus Suharto (Platz 1046, 78.400 Chips).

Dennis Phillips
Wieder vorn dabei - Dennis Phillips.

Eine Milliarde Dollar

Nach dem Ende der Registrierung für das Main Event 2009 durchbrach der ewige Gesamtpreispool die Milliardengrenze. Insgesamt wurden nun bei der WSOP $1.041.265.271 ausgespielt, davon $600.000.000 allein in den letzten fünf Jahren!

Trockenfleisch für Buben

Der Hauptsponsor der WSOP heißt in diesem Jahr „Jack Links Beef Jerky", das ist der Name eines höchst dubiosen Produkts, das ungefähr so aussieht wie das, was man morgens noch auf dem Grillrost findet, in dessen Werbespots Schabernack mit einer Art Yeti getrieben wird und das angeblich aus Fleisch hergestellt wird (welchen Tieres auch immer). Als besonderen Werbegag hat sich die Firma einfallen lassen, alle Spieler, die mit einem Vierling Buben aufwachen, mit einem Präsent in Form hauseigenen Trockenfleisches zu bedenken. Und zwar im Wert von nicht weniger als gewaltigen $100! Bei einem Preispool von lächerlichen 60 Mio. Dollar werden da manche Spieler wohl kaum noch an etwas anderes denken können als an das weitgehend mumifizierte Milchvieherzeugnis.

 

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