2012 Jul 12

Mathias Maasberg – Strohfeuer oder Nachwuchsstar?

Von: PokerListings.de

In seiner ruhigen norddeutschen, fast einsilbigen Art unterscheidet er sich deutlich von den Stars und Sternchen beim Main Event. Zeitweise lag der bis dato unbekannte Mathias Maasberg ganz weit vorn im Chipcount des WSOP Main Events 2012.

Der 26-jährige kommt aus der Nähe von Oldenburg und ist seit einigen Jahren im Pokerzirkus unterwegs. Er grindet auf PokerStars Turniere aller Art und hat dabei ein kleines Vermögen gewonnen. Die 200.000 Dollar, die er sich erspielt hat, hat Maasberg in eine Eigentumswohnung investiert. Auf die Frage, ob er das Geld in einem Turnier gewonnen habe, schüttelt er vehement den Kopf und stellt klar: „Nee, nee, das habe ich hart erarbeitet.“

Danach ließ er sich von anderen finanziell unterstützen, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, mittlerweile jedoch ist es wieder sein eigenes Geld, um das er im Internet spielt. Der Wohnungskauf hatte einen Abstieg in den Buy-Ins zur Folge, doch der zurückhaltende Grinder ist zuversichtlich, bald wieder aufzusteigen und auch in einigen Jahren noch von Poker leben zu können.

Bereits zum zweiten Mal ist Maasberg in Las Vegas dabei, im Vorjahr gelang ihm mit Platz 56 bei einem 2.500 Dollar No-Limit Hold’em-Turnier seine bisher einzige Platzierung im Preisgeld, die immerhin gut 11.000 Dollar einbrachte. Die WSOP in diesem Jahr lief allerdings noch nicht wie gewünscht. Acht Turniere bestritt der Norddeutsche, doch für einen Cash hat es bisher nicht gereicht.

Seine gute Ausgangslage heiße noch nicht viel, meint Maasberg. Zwar lässt sich mit einem solchen Stack besser arbeiten und die Chancen werden durch ihn besser, aber bis zu den Preisgeldrängen ist es noch ein weiter Weg. Die ganz großen Ziele setzt sich Maasberg nicht. Eine Platzierung im Preisgeld ist auf jeden Fall das erste Etappenziel, alles was danach käme, wäre für ihn ein hübsches Extra.

In der bisweilen glamourösen Welt des Pokerspiels setzt ein Mann wie Mathias Maasberg mit seiner ruhigen Art andere und durchaus wohltuende Akzente, die so gar nichts mit Hipsein oder Coolness zu tun haben. Nach dem zweiten Turniertag des Main Event ist für ihn noch alles drin.

Zwar verlor er gegen Ende des Abends einen großen Pot und fiel auf 100k Chips zurück, doch für einen Turnierspieler wie ihn ist damit natürlich noch alles möglich.

Wir werden ihn in den nächsten Tagen im Auge behalten. Gut möglich, dass am Ende der erste Cash bei dieser WSOP für ihn herausspringt.

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Robin 2012-07-13 11:57:12

KILLER!