WSOP Main Event: Erst nix los, dann überfüllt

Patrik Antonius
Irgendwie doch dabei - Patrik Antonius.

Am letzten Tag ist immer alles am besten. Jedenfalls scheint ein Großteil des Poker-Jet-Sets so zu denken. Wer aber zu spät kommt, den bestraft der Turnierleiter. Es sei denn, man heißt Patrik Antonius oder hat Argumente in Körbchengröße D.

Auf vier Tage hatten die Veranstalter den „Day 1" des Main Events aufgeteilt, und nach zwei Tagen sah es so aus, als hätten sie damit etwas überzogene Erwartungen geschürt. An Tag 1A registrierten sich nur 1116 Spieler, an Tag 1B sogar nur 873. Dieser fiel zwar auf den 4. Juli, aber es sah dennoch so aus, als ob das Teilnehmerfeld im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel auf unter 4000 fallen sollte. Tag 1C sah dann mit 1696 Spielern schon einen deutlichen Anstieg, aber der große Run fand tatsächlich erst am letzten Tag statt. Ausverkauft, hieß es, nachdem 2800 Spieler die Pokerhallen betreten hatten.

Hunderte von Spielern wurden abgewiesen und beschwerten sich bitterlich. Eigentlich unverständlich, wenn man bedenkt, wie lange die Registrierung möglich war. Offenbar hatten einige Profis mit einem Prominentenbonus gerechnet, der ihnen jedoch verwehrt wurde. Unter ihnen waren auch einige namhafte Profis, z. B. Patrik Antonius. Dieser wurde später allerdings dennoch an einem der Tische gesichtet, ebenso wie einige weitere Spieler(innen), die nach Zeugenaussagen besonders „gut gebaut" gewesen sein sollen.

Insgesamt nehmen nun 6496 Spieler am Main Event 2009 teil, das sind nur wenige hundert weniger als im Vorjahr und sogar noch etwas mehr als 2007. Der Preispool dürfte damit die 60.000.000 Marke durchbrechen.

Profis und Promis

Katja Thater, Sandra Naujoks, Michael Keiner, George Danzer, Felix Osterland, Alex Jalali, Alexander Jung, Torsten Haase, Bracelet-Gewinner Carsten Joh, Mark Gork, Nasr el-Nasr, Benjamin Kang, Florian Langmann, Christian Heich, Cort Kibler-Melby, Stephan Kalhamer und Sebastian Ruthenberg sind nur einige der deutschen Spieler, die den Sprung in den zweiten Tag geschafft haben. Die beiden Ex-Fußball-Profis Sergej Barbarez, der für Everest Poker startete, und Thomas Brdaric, gesponsert von 888, sind leider ausgeschieden bzw. nicht dabei. Und wo ist eigentlich Boris Becker?

Phil Hellmuth
Salve Imperator.

Chipleader ist am Ende des vierteiligen ersten Tages Troy Weber, der mit 353.000 fast doppelt so viele Chips hat wie die folgenden. Jason Alexander, auch bekannt als George Costanzo aus der Serie „Seinfeld", gehört etwas überraschend zu den Chipleadern. Phil Ivey gehört ebenso zu den Top 50 wie David Benyamine, Betrand „ElkY" Grospellier und Sebastian Stier, der sich heute verdient hat, zwischen den ganzen Topstars genannt zu werden, denn er liegt mit 160.500 Chips auf Platz 7 der Gesamtchiptabelle.

Den größten Auftritt lieferte natürlich seine Herrlichkeit Phil Hellmuth persönlich ab, der als römischer Kaiser verkleidet mit einem Hofstaat von elf Models als armbandrepräsentierende Musen sowie einem 50 Personen starken Hofstaat das Rio betrat. „Ich bin gekommen, um zu erobern wie Cäsar und mein 12. Bracelet zu gewinnen", lautete seine Botschaft an das gemeine Pokervolk.

Ausgeschieden

Geplatzt ist der Traum vom ewigen Pokerruhm unter Anderem für folgende Spieler: Michael Binger, Sami Kelopuro, Scott Fishman, John Alexander, Shawn Sheikhan, Amir Vahedi, David Williams, Mimi Tran, Ivan Demidov, Phil Galfond, Lyle Berman, Scott Montgomery, Jerry Yang und Dario Minieri.

 

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