Jan Kasten – Die Verbindung von Theorie und Praxis

jan kasten wsop

Natürlich könne er sich vorstellen, ein Buch über seine Qualifikation für die October Nine schreiben, erzählt uns Jan Kasten in der Pause von Tag 3 des Main Event der WSOP 2012. Kasten ist nach Tag 3 bester Deutscher im Feld, er hat sich damit in eine prächtige Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf gebracht.Natürlich könne er sich vorstellen, ein Buch über seine Qualifikation für die October Nine schreiben, erzählt uns Jan Kasten in der Pause von Tag 3 des Main Event der WSOP 2012. Kasten ist nach Tag 3 bester Deutscher im Feld, er hat sich damit in eine prächtige Ausgangslage für den weiteren Turnierverlauf gebracht.

Der junge Mann aus Vechta ist Pokerprofi, aber einer, der den Schwerpunkt auf die Ausbildung anderer Pokerspieler gelegt hat. Kasten hat etliche Lehrvideos produziert, viele Strategie-Artikel im Internet verfasst und sogar an einem Buch mitgewirkt.

„Sit `n Go Poker – Wie die Profis langfristig Geld gewinnen“ ist im renommierten deutschen Fachverlag Premium Poker Publishing erschienen und eines von nur drei Büchern weltweit zu diesem Thema.

Kasten lieferte dafür das Kapitel über Sit `n Gos an Sechsertischen, auf die er sich früh spezialisiert hat. Mittlerweile gilt er hierzulande als einer der führenden Experten dieser Variante und kann auch für Skype-Coachings gebucht werden.

Dass nicht alle Theorie grau sein muss, zeigt er nun beim Main Event. Dieses wird zwar nicht in seiner Domäne 6-max ausgetragen, im Vorteil sieht sich Kasten aber dennoch. Auf unsere Frage, wie viel Geld seine knapp 400.000 Chips nach Tag 2 theoretisch umgerechnet wert seien, bekommen wir ca. 100.000 Dollar zur Antwort.

Das Angebot, sie für diese Summe zu kaufen, wird aber abschlägig beschieden. Dieser Betrag sei doch nur mathematisch, in Wirklichkeit sei er vermutlich besser als der Durchschnitt im Feld und könne durchaus mit mehr rechnen.

Und dies, obwohl Kasten vor allem im Internet pokert und deutlich weniger Live-Erfahrung gesammelt hat als viele seiner Kontrahenten im Main Event. Natürlich gebe es zwischen Internet- und Live-Poker gewisse Unterschiede, meint Kasten, doch an Setzmustern ließe sich auch live vieles erkennen.

Außerdem sei natürlich der Faktor Körpersprache wichtig, auf die man sich besonders konzentrieren müsse.

Vor dem Main Event lief es in Las Vegas eher mäßig für den Poker-Coach und -Autor. Bei seiner ersten WSOP hat Kasten an drei Turnieren teilgenommen und mit Rang 74 bei Event 53, einem Massenturnier mit 1.500 Dollar Buy-In, ein Ergebnis im Preisgeld erzielt, das rund 6.800 Dollar einbrachte. Ob seine Chips beim Main Event nicht nur theoretisch mindestens 100.000 Dollar wert sein, sondern auch in der Praxis, wird die Zukunft zeigen.

Momentan sieht es aber weiterhin gut aus und die October Nine sind keinesfalls außer Reichweite. Mit 636.000 Chips hat er zwar einige Plätze verloren, liegt aber immer noch in der Spitzengruppe, während Weltmeister Pius Heinz wie viele weitere Spieler bereits ausgeschieden ist.

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