WSOP Main Event Splitter: Warum nackte Frauen zum Ausschluss aus dem ME führen können.

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12 Juli 2011, Von: Dirk Oetzmann
Geposted in: The Hand
WSOP Main Event Splitter: Warum nackte Frauen zum Ausschluss aus dem ME führen können.

Carter Gill ist kein Neuling in der Pokerszene. Er hat Cashes bei der WSOP, WPT, EPT, LAPT, APPT und einigen anderen Turnieren aufzuweisen, er hat schon Mal das Sunday Warm-up gewonnen und auch sonst einiges. Vor einem halben Jahr musste der wegen notorischer Rüpelei am Tisch bekannte Gill zwei Wochen in einem Gefängnis in Oklahoma verbringen – wegen „verschiedener Straftaten“.

Einmal wurde Gill wegen schwerer Trunkenheit eines Turnieres verwiesen und von der Polizei abgeführt. Trotzdem wurde er in Abwesenheit noch 90. und gewann $4540. Gerade erst hat er Tag 1 des WSOP Main Events mit knapp 50k Chips überstanden.


carter gill
Carter Gill, Knastphoto.

Aber das Leben besteht ja nicht nur aus Poker.

Woraus es sonst noch besteht, konnte man z. B. daran erkennen, was Gill einige Stunden später aus seinem Hotelzimmer im Rio Bellagio warf, nämlich die Klamotten einer weiblichen Person, wie sich unschwer feststellen ließ.

Nun gehört das Rio zu der Caesar’s Gruppe, und dort sieht man es gar nicht gerne, wenn Tops und Unterwäsche einfach so an der Altkleidersammlung vorbeigeschummelt wird. Überhaupt wird Verschwendung gerade in Las Vegas höchst kritisch gesehen. Sonst wären doch die Wasserspiele vor dem Bellagio nicht so winzig.

Jedenfalls wurde Gill unmissverständlich aufgefordert, das Caesars-Gelände bis auf Weiteres zu verlassen. Dazu gehört natürlich auch der Spielsaal, in dem ab dem frühen Nachmittag Gills Stack langsam dem gefürchteten SdA (Schrumpfen-durch-Ausblinden) Syndrom unterlag.

Gill wandte sich an Turnierchef Jack Effel persönlich, doch dieser erklärte, ihm seien die Hände gebunden. Das könnte Gill in dieser Nacht auch passiert sein. Vielleicht hat er ja deshalb so unwirsch reagiert und besagte Kleidungsentfernung vorgenommen. Ok, wahrscheinlich nicht.

Später änderte man den Grund für die Sperrung Gills. Und zwar in „so halt“. Das Management muss sich nämlich gar nicht rechtfertigen. Wär ja noch schöner.

Gills wiederholte Bitten führten übrigens zu nichts. Er durfte nicht zurückkehren, und seine Chips wurden an die anderen Spieler mehr oder weniger gleichmäßig verteilt.

$10.000 futsch. Einziger Trost für Gill ist diese Twittermeldung von Kim Shannon: „Als eine, die das Glück hatte, zu sehen, was Carter in seinen Boxershorts versteckt, gehe ich jede Wette ein, dass das Mädchen seine Klamotten SELBST aus dem Fenster geworfen hat.“

Es gibt Männer, denen wäre eine solche Äußerung allein schon $10.000 wert.

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