WSOP Main Event 2009 - Die November Nine

Phil Ivey
Wiedersehen im November!

Acht Tage hat es gedauert, bis von 6494 Spielern nur noch neun übrig blieben. Mit dabei ist einer der besten Spieler überhaupt: Phil Ivey. Chipleader ist jedoch der Hobbyspieler Darvin Moon, der kurz vor Ende des Abends einen Pot von weit über 40 Mio. Chips gewann. Marco Mattes wird 23.

Einmal mehr wird es ein denkwürdiges Finale werden, das am 7. November im Rio in Las Vegas beginnt. Von den bisherigen Chipleadern gelang der Sprung an den letzten Tisch nur Darvin Moon, der nun jedoch mit deutlichem Abstand vorne liegt und sich vier Monate lang dem angenehmen Gefühl hingeben kann, die meisten Chips des WSOP Main Events sein eigen nennen zu dürfen. Warren Zackey aus Südafrika, der noch vor zwei Tagen für Furore gesorgt hatte, wollte am gestrigen Abend nichts mehr gelingen. Er verließ das Turnier als 22. Leider wird auch Antonio Esfandiari nicht dabei sein. Er belegte Platz 24.

Darvin Moon
Darvin Moon.

Der größte Pot des Turniers

Verantwortlich dafür war vor allem die folgende Hand: Billy Kopp eröffnete aus früher Position mit 600.000, Moon bezahlte aus dem Small Blind. Auf dem Flop K 9 2 checkte Moon von vorn und Kopp setzte 750.000. Call. Auf dem Turn überschlugen sich die Dinge dann plötzlich. Moon checkte erneut, Kopp setzte 2 Mio., Moon mit dem Checkraise auf 6 Mio., und plötzlich ging Kopp mit weiteren ca. 20 Mio. all-in. Geradezu unglaublich war, dass Moon tatsächlich bezahlte. Kopp zeigte 5 3 für den Flush, aber Moon hatte Q J und damit den besseren Flush. Kopp war bereits drawing dead und hatte den Saal bereits verlassen, als der bedeutungslose River mit 7 fiel. Nach diesem gewaltigen Pot und einer Eliminierung, die Kopp noch sehr lange verfolgen wird, setzte Moon sich mit 45 Mio. Chips langsam ab.

Eric Buchman
Eric Buchman.

Marco Mattes scheidet auf Platz 23 aus

Er war der letzte Deutsche, und es hätte nicht viel gefehlt, dann wäre er wirklich einer der November Nine geworden. Letztlich war es aber ein Coin Flip, der Marco Mattes scheitern ließ. Nach einem Raiseabtausch zwischen ihm und Nick Maimone ging Mattes schließlich mit A K all-in, und Maimone suchte seine Chance mit Q Q. Das Board wollte Mattes jedoch nicht helfen, und damit verlor er den Großteil seines Stacks. Zwar gelang es ihm noch einmal zu verdoppeln, aber das zweite All-in ging dann mit Pocket Fünfen gegen Pocket Achten verloren. Schade für den Tübinger Student, der es bis in den achten Tag und an die letzten drei Tische des Main Events geschafft hat. Respekt Herr Mattes, und viel Spaß mit $352.832.

Steven Begleiter
Steven Begleiter.

Die meisten Fans

Die Ränge füllten sich schnell, als schließlich zwei Tische ausreichten, um allen Spielern des Main Events Platz zu bieten. Obwohl mehrere Spieler Fangruppen vorzuweisen hatten, richtete sich die Aufmerksamkeit doch hauptsächlich auf Phil Ivey, der allerdings zunächst viele Chips verlor und dem Ausscheiden bereits nahe schien. Er besann sich jedoch schließlich darauf, dass man auch als Shortstacks noch relativ viele Big Blinds zur Verfügung hatte und deshalb Panik nicht angebracht war. So gelang es ihm letztlich auch, sich seinen Platz am letzten Tisch zu sichern, und damit ESPN eine ziemlich hohe Einschaltquote.

Jeff Shulman
Jeff Shulman.

Die letzte Hand

Mit Spannung wurde die Entscheidung darüber erwartet, wer von den letzten zehn zum tragischen Final Table Bubble Boy werden sollte, und wie schon oft in diesem Turnier wurde es wahrhaft dramatisch. Darvin Moon, dessen Serie einfach nicht abzureißen scheint, erhöhte vom Button, Jordan Smith erhöhte vom Small Blind, der Big Blind ging aus dem Weg, aber Moon bezahlte. Auf dem Flop 8-4-2 checkte Smith zunächst und ging dann auf die Bet von Moon all-in. Moon bezahlte mit einem Paar Achten und damit dem gefloppten Set, und man kann sich die Enttäuschung von Smith nur schwer vorstellen, als er erkennen musste, dass seine Asse nun weit hinten lagen. Turn und River wollten Smith nicht mehr helfen, und damit fand der achte Tag des Main Events ein jähes Ende.

Joseph Cada
Joseh Cada.

Kevin Schaffel
Kevin Schaffel.

Und das war sie vorerst, unsere Berichterstattung von der WSOP 2009.

Die November Nine werden am 7. November wieder zusammen kommen und den Champion 2009 ausspielen. Die Chips verteilen sich wie folgt:

1. Darvin Moon - 58.930.000

2. Eric Buchman - 34.800.000

3. Steven Begleiter - 29.885.000

Antoine Saout
Antoine Saout.

James Akenhead
James Akenhead.

4. Jeff Shulman - 19.580.000

5. Joseph Cada - 13.215.000

6. Kevin Schaffel - 12.390.000

7. Phil Ivey - 9.765.000

8. Antoine Saout - 9.500.000

9. James Akenhead - 6.800.000

 

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