WSOP - kann Hellmuth reagieren?

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"Gib mir 12!"

Heinz Kamutzki konnte am Finaltag nichts mehr ausrichten, Kassela ist erster Doppelsieger, Hellmuth greift nach der Nummer 12.

Eine alte Pokerweisheit lautet: Wer ein Turnier gewinnen will, muss die Coin Flips gewinnen. Heinz Kamutzki, der sich in die Finalrunde der letzten 14 in Event Nr. 39, $1,5k NLHE Shoot-out gespielt hatte, kennt diesen Spruch natürlich. Geholfen hat er ihm indes nicht, denn Kamutzki verlor den ersten und einzigen Coin Flip, den er an diesem Tag erleben sollte, mit T-T gegen A-K (ein niedriger Flop, König auf dem Turn).

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Kein Finaltisch für Annette.

Schade, denn damit schied Kamutzki als erster der Finalisten aus und konnte als Bilanz nur Platz 14 und $6955 einstreichen, sofern man von „nur" sprechen kann bei einem Turnier mit 1397 Spielern. Annette Obrestad, nach Kamutzkis Ausscheiden letzte Europäerin im Event, machte es nicht viel besser und kam auf Platz elf.

Obrestad hatte sich von ihrem Startstack von 450k bereits auf 750k hochgearbeitet, bevor ihr plötzlich nichts mehr gelingen wollte. Zunächst verlor sie zwei Coin Flips in Folge gegen den später zweitplatzierten Jeffrey King, und dann entschied sie sich zu einem Move aus dem Small Blind, der allerdings weder den Button (T T) noch den Big Blind (A Q) beeindruckte. Obrestad konnte nur A 7 vorweisen und schied aus.

Das Turnier gewann schließlich Steven Kelly vor Jeffer King und Derric Haynie. Kelly konnte bei seinem erst zweiten WSOP Cash (nach Platz 54 in einem $1,5k NLHE 6-handed Event) gleich ein Bracelet mitnehmen und kassierte nebenher $382.725.

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Nummer 2 für Frank Kassela.

Wladimir Schmelew und Jennifer Harman, ersterer noch ein heißer Kandidat auf den Titel Spieler des Jahres, letztere eine anerkannte Spezialistin für alle Limit Games, saßen beide am Finaltisch von Event Nr. 40, $2,5k Seven Card Razz. In das Heads-up gelangten sie jedoch nicht. Dort trafen Frank Kassela und Maxwell Troy auf einander.

Kassela, fünffacher Familienvater aus Memphis, Tennessee, wurde im 40. Event der WSOP 2010 der erste Spieler, dem es gelang, während der Serie zwei Bracelets zu gewinnen. Er hatte erst vor gut zwei Wochen die Stud Hi-Lo Championship für sich entscheiden können. Kassela schließt damit in der Tabelle der Spieler des Jahres zu John Juanda auf.

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Kann Robin Hood Phil Hellmuth stoppen?

Zu einem spannenden Finale kommt es heute Nacht in Event Nr. 41, $1,5k PLO Hi-Lo. 15 Spieler haben den dritten Tag erreicht, und unter ihnen sind zwei der größten Namen, die Poker in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat: Barry „The Robin Hood of Poker" Greenstein und Phil „The Poker Brat" Hellmuth, von dem es heißt, er könne kein Pokerturnier gewinnen, das nicht in der Variante NLHE ausgetragen wird.

Jetzt aber liegt Hellmuth mit 331k auf Platz vier in der Tabelle der letzten 15, Greenstein auf Platz neun hat 204k, Chipleader Ryan Karp sitzt auf 564k. „Das einzige, was ich jetzt tun kann, ist mich darauf zu konzentrieren, großartiges Poker zu spielen", lautete der typisch selbstreferentielle Kommentar des ebenso großen wie bescheidenen Phil Hellmuth. Moon Kim landete als bester Deutscher auf Platz 61.

Sebastian Ruthenberg
Ruthenberg in guter Position.

Mit Event Nr. 43, $10k H.O.R.S.E. begann gestern Nacht das nächste Championship Event. 241 Spieler traten an, und wieder ist die Liste der Stars zu lang, als das wir sie hier wiedergeben könnten. Versuchen Sie mal, die besten Spieler der Welt aufzuzählen. Bis Ihnen keiner mehr einfällt, haben Sie vermutlich ausschließlich Teilnehmer dieses Turniers genannt - außer Hellmuth und Greenstein natürlich.

Einziger deutscher Teilnehmer ist Sebastian Ruthenberg, der aber nach Tag 1 mit 110k auf einem sehr erfreulichen dritten Platz in der Chiptabelle liegt. Bei 169 verbliebenen Spielern eine hervorragende Ausgangslage für die heutige Nacht. Ebenfalls in den Top 20 sind Carlos Mortensen, Chris Ferguson, Greg Raymer, Todd Brunson, Annie Duke, Thor Hansen und die beiden nicht verwandten Nguyens Scotty und Men the Master. Phil Ivey wird keinen weiteren Schritt machen, um Hellmuths Breacelet-Rekord einzustellen. Er ist bereits ausgeschieden.

Die nächsten Entscheidungen:

  • Event Nr 41, $1,5k PLO Hi-Lo

Nächstes Championship Event:

  • 30. Juni, Event Nr. 52, $25k NLHE 6-max

Nächstes Freeroll:

  • 27. Juni, NLHE Tournament of Champions

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