WSOP - Hellmuths Glanz und Naaldens Gloria

Marc Naalden

So ein Bracelet kann man gewinnen, muss man aber nicht. Phil Hellmuth hat das dann auch gleich eingesehen. Dagegen verhinderte Jeff Lisandro das Vorhaben von Doyle Brunson, noch einmal mit Hellmuth gleichzuziehen.

Das 12. Bracelet war bereits zum Greifen nah, aber dann glitt es Hellmuth doch noch durch die Finger. In Event Nr. 38 -- $2000 Limit Hold'em kam der Rekordtitelträger an die letzten zwei Tische und versuchte, sich mit einem Set Zehnen eine gute Ausgangsposition zu verschaffen, wurde aber durch einen geriverten Flush gestoppt. Auch Daniel Negreanu war wieder einmal nah dran. Er schied auf Platz 26 aus.

Der letzte der insgesamt 446 Spieler, der vom Tisch aufstand, war letztlich Marc Naalden, der damit das erste Bracelet des Jahres nach Holland holte. Naalden erhielt für seinen Sieg $190.770,-. Seine Fans, zu denen sich auch Noah Boeken, Lex Veldhuis und der bisher einzige holländische Breacelet-Gewinner Rob Hollink gesellten, feierten Naalden frenetisch, der seine Saison nach dem Sieg beim Poker Alpine Cup und seinem zehnten Platz beim EPT Grand Final in Monte Carlo nun mit einem WSOP-Armband krönen konnte.

Doyle Brunson
Der alte Mann und das Bracelet.

Doyle Brunson kann es noch immer. Vielleicht hat es ihm noch einmal Auftrieb gegeben, dass er Anfang des Jahres in der Liste der amerikanischen Persönlichkeiten, die wahrscheinlich im Jahr 2009 das Zeitliche segnen, auf Platz 16 geführt wurde. Jedenfalls zeigte er sich voller Energie und Tatendrang, als er den Finaltisch des Event Nr. 37 - $10.000 Seven Card Stud Hi-Lo Championship erreichte und sich anschickte, sein elftes Armband zu gewinnen. Leider verlor er schon nach relativ kurzer Zeit einen Großteil seines Stacks und konnte sich von diesem Rückschlag nicht mehr erholen. Er erreichte den siebten Platz.

Den Sieg sicherte sich dann Jeff Lisandro, der nach dem $1500 Seven Card Stud Event nun auch das $10k  Hi-Lo gewann. Lisandro lag zunächst deutlich gegen Farzad Rouzhani zurück, erkämpfte sich dann jedoch den Chiplead und gab diesen auch nicht mehr ab. Lisandro liegt damit weiter gut im Rennen zum „Spieler des Jahres". Neben seinem Bracelet erhielt Lisandro $431.656,-.

Ein weiteres $1500er NLHE Event (Event Nr. 39), und wieder fanden sich 2715 Spieler, die dabei sein wollten. Den dritten Tag beginnen heute Abend noch 26 wackere Streiter. Das Event Nr. 40 - $10.000 PL Omaha Championship wird von einer ähnlichen Zahl, nämlich 25 Spielern, in den dritten Tag getragen. Besonders erfreulich: Markus Golser liegt in der Chiptabelle auf dem zweiten Platz und hat damit beste Chancen darauf, sich einen großen Teil der knapp drei Millionen Dollar zu sichern.

Nasr El Nasr
Nasr el-Nasr.

Ein Shoot-out ist ein Turnier mit besonderem Reiz. Tische werden nicht gewechselt, weder kommen neue Spieler an den Tisch, noch wird jemand an einen anderen versetzt. Es gilt, die Spieler, die das Los einem beschert hat, zu schlagen. 30 von 280 Spielern ist dies gestern Nacht beim Event Nr. 41 - $5000 Shootout gelungen. Sie können sich immerhin schon einmal sicher sein, die Geldränge erreicht zu haben. Das Turnier wird shorthanded gespielt, und morgen werden dann nur noch fünf Spieler an den letzten Tisch gehen. Unter den Spielern, die die zweite Runde erreicht haben, sind u. A. Niel Channing, Mark Teltscher und Nasr el-Nasr aus Deutschland, der das zweifelhafte Vergnügen haben wird, gegen Phil Ivey und Jennifer Harman anzutreten.

In Event Nr. 42 - $2500 Mixed ist auch Michael Keiner wieder dabei. Er wird in seiner Lieblingsdisziplin einen weitern Versuch unternehmen, das zweite Armband zu gewinnen. Am Ende des ersten Tages lag er im gesicherten Mittelfeld.

 

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