WSOP - Hellmuth auf dem Weg zur Nr. zwölf

Put It Up!
Phil Hellmuth - in diesem Jahr wieder vorn?

Europäische Erfolge und the Poker Brat auf dem Weg zu einem weiteren Triumph. Deep Runs für Tim Kahlmeyer, Stefan Rapp und Erich Kollmann. Treffen der Giganten im ersten $10k Championship Event.

Der Finaltisch des Event Nr. 6, $5k NLHE Shooutout war eine britisch-amerikanische Angelegenheit. Drei Engländer gegen drei Amerikaner, und im Heads-up saßen sich schließlich Neil Channing und Joshua Tieman gegenüber. Tieman hielt einen 7:1 Chiplead, den Channing nicht mehr aufholen konnte. Das Bracelet bleibt also in Amerika. Tieman erhielt $441.692, Channing $273-153. Insgesamt erspielten die Amerikaner am Finaltisch $583.686 (Plätze 1, 4, 6), während die Engländer (2., 3., 5.) auf $524.768 kamen. Also doch ein ziemlich ausgeglichenes Duell.

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Tieman ist Shootout-Champion.

Dafür ging das Bracelet von Event Nr. 7, Lowball 2-7 Triple Draw nach Europa. Die besten, weil schlechtesten Karten bekam Peter Gelencser aus Budapest. Es war das dritte Mal, dass es dem Ungarn gelang, sich in den Geldrängen eines WSOP-Turniers zu qualifizieren, und dabei schon der zweite Finaltisch. Seinen ersten hatte Gelencser letztes Jahr in $2,5k Omaha/Seven Card Stud Hi-Lo erreicht. Drei Tage später war er in $1,5k HORSE 13. Geworden. Ein ausgesprochener Allround-Spezialist also, der jederzeit in jeder Variante plötzlich noch einmal auftauchen könnte.

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Erich Kollmann - Duell gegen Hellmuth?

Gehören Sie auch zu denen, die ständig erzählen, was Phil Hellmuth für ein „Fisch" ist, und die sich darüber freuen, wenn er bei High Stakes Poker Geld verliert? Dann erklären Sie doch mal, warum er jetzt schon wieder die letzten drei Tische in Event Nr. 8, $1,5k NLHE, einem Turnier mit 2341 Spielern erreicht hat. Weil er die schwächeren Spieler ausnutzt? Es war die gesamte Weltelite am Start. Weil er so viele Turniere spielt? Machen die anderen auch. Er ist schlicht und einfach einer der besten Spieler der Welt.

Erich „Cool Man" Kollmann aus Österreich hat sich ebenfalls durch den zweiten Tag gekämpft und damit die letzten 30 erreicht. Trotz eines bösen Suck-outs mit A-K gegen A-Q. Allerdings hat ihn diese Hand so viele Chips gekostet, dass er nun schon im Push-oder-Fold-Modus sein sollte.

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Kein neuer Triumph für Liv Boeree.

Aus 650 Spielern, die gestern Abend in Event Nr. 9, $1,5k PLHE antraten, sind innerhalb nur eines Tages lediglich 65 geworden. Vier Deutsche waren am Start, von denen es einer - Tim Kahlmeyer - in den zweiten Tag geschafft hat. Kurz vor Ende der Spielzeit gelang es ihm, einen Coin Flip gegen Liv Boeree zu gewinnen und die frisch gebackene EPT-Siegerin aus dem Turnier zu nehmen.

Ebenfalls noch dabei ist Stefan Rapp aus Linz, Australien (wenn man der WSOP-Starterliste Glauben schenken soll), sodass ein Duell Deutschland-Österreich an einem Finaltisch immerhin noch möglich ist. Allerdings werden Christian Harder, Tom McEvoy, J.J. Liu, Cornel Cimpan, Tom Schneider und einige weitere Spieler versuchen, dies zu verhindern.

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Texas Dolly auf Hellmuths Fersen.

Mit Event Nr. 10, $10k Seven Card Stud ist das erste Championship Event der World Series 2010 gestartet. 150 der besten Spieler auf dem Planeten spielen ihren Meister aus. Auf der Starterliste steht kaum ein unbekannter Name, und wenn Spieler wie Erick Lindgren, Tom Dwan, Cindy Violette und Greg Raymer nicht einmal die Top 100 erreichen, kann man sich ungefähr vorstellen, wie das Teilnehmerfeld aussieht.

Unglaublich: Mit Michael Mizrachi und Wladimir Schmelew haben nach Tag 1 die beiden Spieler die meisten Chips, die sich schon im $50k Event im Heads-up gegenübersaßen. Außerdem liegen die beiden Finalisten der Seven Card Stud Championship 2009  - Eric Drache (Platz 22) und Freddie Ellis (Platz 8) ebenfalls noch gut im Rennen. Daniel Negreanu hat im direkten Vergleich die Möglichkeit, wieder an Phil Ivey in der ewigen Turnier-Geldrangliste vorbeizuziehen, und Doyle Brunson ist auf dem besten Weg, Phil Hellmuths Bracelet-Rekord einzustellen (falls dieser nicht doch noch weiter davon zieht, s.o.). 88 Spieler beginnen heute Nacht Tag 2.

Die Top 15:

  1. Michael Mizrachi, 191.900
  2. Wladimir Schmelew, 180.000
  3. John d'Agostino, 140.000
  4. Yuval Bronstein, 103.000
  5. Doyle Brunson, 100.000
  6. Alexander Kostritsyn, 96.000
  7. Men „the master" Nguyen, 94.000
  8. Freddie Ellis, 89.000
  9. Daniel Negreanu, 88.000
  10. Scott Seiver, 88.000
  11. Daniel Kelly, 79.000
  12. Jennifer Harman, 76.000
  13. Chris Ferguson, 76.000
  14. Eli Elezra, 73.000
  15. David Grey, 72.000

Weitere namhafte Spieler und ihre Platzierungen: Nick Schulman (19.), Brandon Adams (21.), Chau Giang (24.), Gus Hansen (25.)Barry Greenstein (33.), Todd Brunson (42.), Scotty Nguyen (44.), Tony G. (46.), Jeff Lisandro (49.), Andy Black (68.), Phil Ivey (70.), David Benyamine (71.).

Die nächsten Entscheidungen:

  • Event Nr. 8, $1,5k NLHE

Nächstes Championship Event:

  • So., 6. Juni, Event Nr. 15, $10k Seven Card Stud Hi-Lo

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