WSOP - Haar-Scharf am Bracelet vorbei

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"Fast Eddy" Scharf.

Eddy Scharf wird Vierter, ein Engländer führt die Tabelle „Player of the Year" an, zwei Deutsche unter den letzten zwölf in Event Nr. 28.

Für die nassforschen Nachwuchsspieler in Deutschland gehört Eddy Scharf schon längst zum alten Eisen. Nicht zuletzt dank der kritischen Beiträge, die er u. A. gerade über die Spracharmut SMS-gestörter Chatfensterbeschreiber in seinem Blog verfasste, hat er sich den Unmut Vieler zugezogen, aber auch eine kleinere Gruppe verständnisvoller Mitleidender gefunden, die genauso denken.

Der einzige Deutsche, der bereits zwei Bracelets gewinnen konnte, ist jedoch bei Weitem noch nicht fertig mit Poker. In Event Nr. 26, $2,5k NLHE 6-handed pflügte der Ex-Pilot durch ein Feld von 1245 Teilnehmern und wurde erst am Finaltisch von einem Paar Assen gestoppt. Da saßen gerade mal noch vier Spieler am Tisch.

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Turniersieger William Haydon.

Es war Scharfs erster WSOP-Finaltisch seit 2005 und der finanziell größte Erfolg seit seinem 15. Platz beim WSOP Main Event im Jahr 2004. Scharf gewinnt $163.649 und springt damit von Platz elf auf Platz acht der ewigen deutschen Geldrangliste. Das Turnier gewann William Haydon ($630.031) vor Jeffrey Papola ($391.068) und Joe Baldwin ($248.265). Es war ein rein US-amerikanisches Podest.

Event Nr. 24, $1k NLHE war ein weiteres, auf vier Tage angesetztes Stimulus-Turnier mit weit über 3000 Spielern. In einem amerikanisch-kanadischen Heads-up setzte sich am Ende der US Boy Jeffrey Tebben gegen J.D. McNamara durch. Auf dem dritten Platz landete mit Denis Murphy aus Irland der beste Europäer. Die Gewinnsummen der Plätze 1-3: $503.389; $310.248; $223.665.

Sandra Naujoks
Erster Cash für Sandra Naujoks.

David Warga aus Arizona gewann Event Nr. 27, Seven Card Stud Hi-Lo und $208.682. Als bester Europäer landete Topias Wahlbeck aus Finnland auf Platz neun. Deutsche oder Österreicher kamen nicht ins Geld, dafür aber der Schweizer Daniel Studer, der damit bereits zum achten Mal bei einem WSOP-Event im Geld landete.

Noch 12 Spieler werden dabei sein, wenn heute um Mitternacht Tag 3 von Event Nr. 28, $2,5k PLO beginnt. Deutschland hat gleich zwei Eisen im Feuer: Karl Gal und Jörg Engels liegen auf den Plätzen vier und fünf der Chiptabelle aussichtsreich im Rennen um das erste Bracelet des Jahres für die zahlenmäßig größte Pokernation Europas.

Sandra Naujoks konnte in diesem Event ebenfalls zum ersten Mal bei der WSOP 2010 auf sich aufmerksam machen. Sie wurde 25. von 596 Teilnehmern.

Markus Lehmann
auch ein Motiv in Las Vegas? - Markus Lehmann.

In die heiße Phase geht heute Nacht Event Nr. 29, $10k LHE Championship. 13 sind des Teufels Dutzend, sagt der Volksmund, und genau so viele Spieler haben auch den dritten Tag dieses Championship-Events erreicht. Nennenswerte Spieler sind Brock Parker, der im letzten Jahr ein LHE Event gewann, sowie Michael Mizrachi, der bereits zum dritten Mal den letzten Tag eines Events erreicht und damit nicht nur sein Konto, sondern auch seinen Platz in der Tabelle zum Spieler des Jahres verbessern könnte. Im Moment liegt dort, ein absolutes Novum, ein Engländer vorn: James Dempsey, der in diesem Jahr schon einen ersten und einen zweiten Platz vorzuweisen hat.

Kein Geringerer als EPT-Titelträger Markus Lehmann führt die Chiptabelle von Event Nr. 30, $1,5k NLHE an. In den Top 10 liegen auch noch Neil Channing und der Schwede Christian Jeppsson, während die meisten der Favoriten bereits die Segel streichen mussten, darunter auch Phil Hellmuth und Tom Dwan.

Event Nr. 31, $1,5k H.O.R.S.E. nahm in der Nacht ebenfalls seinen Gang. Immerhin 828 Spieler hatten sich angemeldet, von denen am Ende des Abends noch 280 übrig waren. Letzter verbliebener Spieler aus Deutschland ist Marco Hartmann aus Hannover.

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