George Danzer: „SCOOP und WCOOP sind härter als die WSOP“

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Während der vergangenen zwölf Monate hat keiner die Online-Turnierserien stärker dominiert als MTT-Maschine George Danzer. Nun spielt er auch eine ausgezeichnete WSOP und zieht den Vergleich.

George Danzer beendete die SCOOP als Zweiter in der Gesamtwertung mit 600 Punkten und die WCOOP 2012 als Dritter mit 315 Punkten.

Der Deutsche PokerStars-Pro cashte 36 Mal in diesen beiden Turnierserien und gewann mehrere Hunderttausend Dollar ohne sein Wohnzimmer in Passau verlassen zu müssen.

Sein Geheimnis? Er beginnt einfach eine Unzahl von Turnieren. „Ich spiele bei diesen Serien einfach jedes Turnier“ fasste er in einer Pause während der WSOP 2013 seine Taktik zusammen.

„Bei den letzten beiden Online-Serien auf PokerStars hab ich eigentlich nur die High Roller Heads Up Events ausgelassen.“ 

Doch neben der reinen Masse komme es vor allem auf die richtige Vorbereitung an. Und ich, so Danzer „bin darauf sehr gut vorbereitet.“

„Ich habe dabei ganz feste Abläufe. Vor jeder SCOOP oder WCOOP treibe ich immer eine Menge Sport, denn während der Serie hab ich dafür einfach keine Zeit mehr. Meine Freundin weckt mich dann jeden Tag um 16 Uhr auf und dann beginne ich eine Stunde später das erste Turnier. Dann geht es jeden Tag voll durch bis morgens um 8 Uhr. Dazwischen versuche ich so regelmäßig wie möglich zu essen.“

Das und das Ausbalancieren der emotionalen Swings sei eigentlich das größte Problem. Physisch fit zu bleiben und emotional stabil.

Danzer: „Über all dem steht allerdings, dass deine Motivation über den ganzen Zeitraum konstant oben bleibt. Du wirst einfach aus einer Menge Turnieren fliegen, ohne die Preisränge zu erreichen. Wenn du in 15 Prozent der Turniere cashst, bist du gut.

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"Online-Serien sind deutlich härter."

Der Rest wird eine einzige Enttäuschung sein. Du fliegst raus und beginnst das nächste Turnier. Und musst einfach vergessen, was vorher passiert ist.“

Während viele Pokerspieler die WSOP als das ultimative Grind-Festival sehen, kann George Danzer darüber nur müde lächeln.

„Die Online-Serien sind deutlich härter. Du hast einfach viel mehr Turniere und nur fünf Minuten Pause. Zwei Wochen lang spiele ich ununterbrochen. Hier in Vegas fliege ich irgendwo raus und kann einfach mal ein oder zwei Tage ausspannen.“

Noch nicht mal das Knacken des WSOP POY motiviert George dafür seine Schlagzahl zu erhöhen. „Daniel Negreanu hat mit seinen 400 Punkten durch den Sieg beim WSOP APAC Event in Australia einfach eine zu hohe Hausnummer vorgelegt. Da akzeptiere ich, dass das bei dessen Turnier-Frequenz in Vegas nicht mehr einzuholen ist.“

Insgesamt bevorzugt George Danzer den Online Grind bei WCOOP und SCOOP. „In Vegas ist es mir auch einfach zu heiß.“

Trotzdem läuft die World Serie 2013 ausgezeichnet für den Deutschen. Zwei Cashes hat er bereits zu verzeichnen, dabei ein Final Table Finish im $2.500 Omaha/ Seven Card Stud Hi-Lo Event für $34.348.

Das könnte allerdings noch getoppt werden. Bei der $50.000 Players Championship liegt Danzer momentan auf Platz 19, mit Chips weit über Average.

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