WSOP wiederholt historische Heads-ups

Sam Farha
Sam Farha - was, wenn er damals gewonnen hätte?

Die World Series of Poker will die wichtigsten und spannendsten Finals des Main Events neu auflegen.

Er gilt allgemein als der wichtigste Moment der Pokergeschichte. Gehen wir zurück in das Jahr 2003. Nach Jahren des Dahindämmerns im Zwielicht der Halblegalität zeigt Poker plötzlich ein Lebenszeichen.

Das Poker Hall of Fame Mitglied Henry Orenstein hat etwas erfunden, das eine Revolution ermöglicht: die Hole Cards Kamera. Außerdem hat Poker den Weg in das noch junge Internet gefunden. Das führt dazu, dass eine Welle unbekannter Online-Qualifikanten nach Las Vegas schwappt und dort frischen Wind in das Main Event bringt.

Einer dieser Neuankömmlinge ist der 27-jährige Buchhalter Chris Moneymaker aus Tennessee. Dank dem Gewinn eines $39 Online-Satellites nimmt er zum ersten Mal am $10.000 WSOP Main Event teil.

Mit 839 Teilnehmern war es damals das größte Main Event aller Zeiten, für den ersten Platz wurden $2,5 Mio. ausgeschüttet. Damit begann eine Legende. Moneymaker nahm Phil Ivey vom Tisch, der damit den Final Table denkbar knapp verpasste. Im Finale saß er einer Ikone des poker gegenüber: Sam Farha.

Heute weiß jeder, wie die Geschichte ausging, und jeder liebt sie, außer Sammy Farha. Doch auch er gestand später ein, dass er davon profitiert hatte, dass Moneymaker Poker soviel Aufmerksamkeit verschafft hatte. Als dann auch noch ESPN die Geschichte dieses unmöglichen Siegs landesweit übertrug, begann eine weltweite Bewegung, die bis heute anhält.

Aber was wäre gewesen, wenn Moneymaker damals verloren hätte?

Blicken wir noch weiter zurück. Im Jahr 1989 sitzt der unaufhaltsame Johnny Chan zum dritten Mal im Folge im Heads-up des Main Events. Zweimal hat er bereits gewonnen, nun steht nur noch der bisher jüngste Finalist zwischen ihm und dem Hattrick. Sein Name: Phil Hellmuth jr. Er wird der damals jüngste Main Event Sieger aller Zeiten.

Aber was wäre gewesen, wenn stattdessen wieder Chan gewonnen hätte? Was wäre aus Hellmuth geworden?

Diese Geschichten machen einen Großteil der Faszination aus, die Poker umgibt. Jetzt will die WSOP einige magische Momente der 42-jährigen Geschichte neu aufleben lassen. Dafür sollen mehrere denkwürdige Heads-up-Duelle wiederholt werden.

Duell Nr. 1:

Main Event 2003: Chris Moneymaker gegen Sam Farha. Modus: best of 3.
Erste Runde: Dieselben Chipstacks wie damals (Moneymaker: 5,49 Mio., Farha: 2,9 Mio.)
Zweite Runde: Umgekehrte Chipstacks.
Dritte Runde: Gleiche Startstacks.

Duell Nr. 2:

Main Event 1989: Johnny Chan gegen Phil Hellmuth
Eine Runde, gleiche Startstacks.

Duell Nr. 3:

Wird von den Zuschauern und Fans online gewählt. Es wird eine Runde mit gleichen Stacks gespielt. Zur Wahl stehen vier Duelle:

1988: Johnny Chan gegen Erik Seidel
2004: Greg Raymer gegen David Williams
2006: Jamie Gold gegen Paul Wasicka
2010 Jonathan Duhamel gegen John Racener

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