WSOP BIG ONE - Rast und Hellmuth in Führung

wsop zuschauer
Da war was los - Eröffnungszeremonie des BIG ONE for ONE DROP.

Nach Tag 1 haben sich Phil Hellmuth und Brian Rast an die Spitze der noch 37 Spieler gespielt. Beide Deutsche sind noch dabei. Smirnov foldet Quads.

Es hatte schon eine historische Dimension, als gestern 48 Spieler das teuerste Turnier der WSOP-Geschichte begannen. Das monströse $1 Mio. Turnier ist auf insgesamt drei Tage angesetzt, und man kann davon ausgehen, dass es heute eine sehr lange Nacht wird, denn es sind erst elf Spieler ausgeschieden.

Nach den ersten neun Levels liegen die beiden Finalisten der letztjährigen Poker Players Championship in Führung: Brian Rast mit 10.710.000 und Phil Hellmuth mit 8.395.000. Hellmuth konnte schon früh verdoppeln (AA vs. KK) und ist nun in einer Position, die ihn zu einem der absoluten Favoriten auf den Turniersieg macht.

Tobias Reinkemeier
Absturz nach gutem Start - Tobias Reinkemeier.

Hellmuth hatte sich erst im letzten Satellite im MGM das Ticket gesichert. Vorletzter Qualifikant war Gus Hansen, der nach Tag 1 ebenfalls in den Top 5 zu finden ist. Philipp Gruissem ist 19., Tobias Reinkemeier nach gutem Start nur 33.

Ganz hinten finden sich auf den letzten Plätzen der Tabelle Daniel Negreanu und Phil Galfond. Beide liegen unter zehn Big Blinds.

Top Ten Chipcount:

1. Brian Rast - 10.710.000
2. Phil Hellmuth - 8.395.000
3. Frederic Banjout - 7.070.000
4. Antonio Esfandiari - 6.880.000
5. Gus Hansen - 6.800.000
6. Sam Trickett – 6.700.000
7. Guy Laliberté – 6.550.000
8. Ben Lamb – 5.770.000
9. Mike Sexton – 5.740.000
10. Tom Dwan – 4.810.000

Den kompletten Chipcount finden Sie hier.

Der Amazon Room war in dichten Nebel gehüllt, als Guy Laliberté zu den Klängen mehrerer Schlagzeuger des Cirque du Soleil das Turnier eröffnete und die magischen Worte „Shuffle up and deal“ sprach.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Zeremonie, in der alle Spieler einzeln vorgestellt wurden, während sie sich zu ihren Plätzen begaben, um sich eine Chance auf die 18 Mio. Dollar zu erspielen.

Elf der 48 müssen diesen Traum bereits begraben.

Seidel, Mizrachi, Duhamel schon ausgeschieden

Justin „BoostedJ“ Smith war der erste Spieler, der aus dem Turnier ausschied. In nicht einmal zwei Stunden gelang es ihm, eine Million Dollar respektive drei Millionen Startchips komplett zu verspielen.

Andrew Robl war der zweite Unglückliche, und das ist wörtlich zu verstehen. Er verlor mit Königen gegen A-K von Brian Rast. Dank vier Kreuz auf dem Board traf Rast den Nut Flush, während Robl die Second Nuts traf. Nur um die Sache noch ein wenig schmerzhafter zu machen.

Aber so läuft das eben manchmal: Die bessere Hand scheidet aus, und der Spieler mit dem Suck-out wird Chipleader.

Den beiden folgten Ex-Weltmeister Jonathan Duhamel und der jüngste Spieler im Feld Jens Kyllönen. Später traf es auch noch Nick Schulman, Erik Seidel, Bertrand Grospellier, Eugene Katchalov, Michael Mizrachi und Paul Phua. Der Geschäftsmann aus Malaysia war zeitweise sogar Chipleader gewesen.

Phil Hellmuth
Chance auf die 13? - Phil Hellmuth.

In der letzten Hand des Tages schied auch noch Giovanni Guarascio aus. Der Italo-Kanadier verlor seine letzten Chips mit A-9 gegen A-K.

Der bestbesetzte Tisch aller Zeiten

Das Preisgeld ist nicht der einzige Rekord, der mit diesem Turnier gebrochen wird. Das BIG ONE dürfte auch für den am besten besetzten Tisch verantwortlich sein, der je bei einer WSOP gesehen wurde.

Brandon Steven (WSOP Main Event Final Table Bubble Boy 2010 und einziger Amateur am Tisch) hatte es mit Phil Ivey, Erik Seidel, Ben Lamb, Nick Schulman. Antonio Esfandiari, Tom Archese und Vivek Rajumar zu tun.

Nimmt man die Preisgelder, die diese Spieler bisher gewonnen haben, zusammen, kommt man auf über $56 Mio.

„Ich spiele mit den ganzen Profis“, sagte Steven zu PokerListings, kurz bevor er seinen Platz einnahm. „Ich bin der Einzige, der auf der Spielerliste als ‚Geschäftsmann‘ geführt wird.“

Der Was-zur-Hölle-Sensations-Fold

Wenn Phil Galfond sagt, es sei die verrückteste Hand gewesen, die er je gesehen hat, dann hat das schon etwas zu bedeuten. Wenn Tom Dwan so verblüfft ist, dass er erst einmal aufstehen und sich die Beine vertreten muss, dann muss etwas wirklich Außergewöhnliches passiert sein.

mikhail smirnov
Smirnov wtf.

Zum Beispiel, das jemand offen Quads foldet.

Ja, sie haben richtig gelesen. In der besagten Hand erhöhte Tom Dwan bei Blinds 6k/12k auf 32k. Mikhail Smirnov bezahlte aus dem Small Blind, John Morgan aus dem Big Blind.

Der Flop fiel J 8 7, und Smirnov setzte von vorne 50k. Fold von Dwan, Call von Morgan. Auf dem Turn fiel die 8. 200k Bet von Smirnov, Call.

Auf dem River K setzte Smirnov mit 700k mehr als Pot Size. Morgan überlegte nur kurz und schob dann 3,4 Mio. all-in.

Smirnov überlegte und entschied sich dann für einen Fold. Er legte seine Karten offen ab. Es waren die beiden roten Achten.

Am Tisch kam es fast zu tumultartigen Zuständen. Tom Dwan entschuldigte sich für ein paar Minuten.

Gegenüber Cardplayer erklärte Smirnov, warum es seiner Meinung nach ein einfacher Fold war.

Mehr über die WSOP lesen Sie jeden Tag in den PokerZeit-Nachrichten.

Bitte füllen Sie die erforderlichen Felder korrekt aus.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Sie müssen drei Minuten warten, bevor sie einen weiteren Kommentar abgeben können.

Noch keine Kommentare