November Nine – Drei Europäer küren den neuen Weltmeister

Jorryt van Hoof ist massiver Chipleader am WSOP Final Table
Jorryt van Hoof beendete den Finalauftakt als Führender.

Es fehlt nur noch ein Schritt zur wichtigsten Entscheidung des Pokerjahrs. Am ersten Tag der November Nine wurde das Feld auf drei Spieler reduziert, und mit Jorryt van Hoof, Martin Jacobson und Felix Stephensen im morgigen Finale steht jetzt schon fest, dass der Sieger auf jeden Fall aus Europa kommt.

November Nine – Drei Europäer küren den neuen Weltmeister

Es fehlt nur noch ein Schritt zur wichtigsten Entscheidung des Pokerjahrs. Am ersten Tag der November Nine wurde das Feld auf drei Spieler reduziert, und mit Jorryt van Hoof, Martin Jacobson und Felix Stephensen im morgigen Finale steht jetzt schon fest, dass der Sieger auf jeden Fall aus Europa kommt.

 Wie es zu dieser Zusammensetzung kam,  erfahrt Ihr hier in unserer Zusammenfassung der vergangenen Nacht.

Newhouse mit dem bitteren Aus

Von vielen als Mitfavorit gehandelt, endete das Main Event für Mark Newhouse mit einer herben Enttäuschung.

Als Dritter in Chips und als einziger mit November Nine Erfahrung lief für den Amerikaner überhaupt nichts zusammen. Er musste sich wie im Vorjahr mit dem neunten Platz begnügen.

Auf einem Board mit J 4 2 4 J checkte William Tonking, worauf Newhouse mit 10,2 Millionen All-in ging.

Tonking überlegte eine Weile, entschied sich dann aber für den Call mit Damen. Newhouse zeigte Pocket Zehnen und musste sich verabschieden, während Außenseiter Tonking die Führung übernahm.

Politano, Sindelar und Larrabe raus

In der Folge übernahm aber immer mehr Jorryt van Hoof das Kommando und baute seinen Stack sukzessive aus.

Vor dessen erstem großen Auftritt musste aber der Brasilianer Bruno Politano dran glauben. Er brachte seinen Stack mit Q T unter und wurde von Felix Stephensen mit 7 7 gecallt.

Mark Newhouse
Tragisch - Newhouse wieder Neunter.

Das Board brachte mit 2 6 #3 K 9 keine Veränderung, und der erste Brasilianer am Finaltisch des Main Event war ausgeschieden.

Übel erwischte es den amerikanischen Profi Dan Sindelar. Er hatte bereits deutlich Chips eingebüßt, als er einen Eröffnungs-Raise von van Hoof mit einem All-In mit Buben beantwortete.

Die Pot Odds zwangen van Hoof zum Call mit A 3, doch war er natürlich klarer Außenseiter. Der Flop mit A 7 2 allerdings war ernüchternd für Sindelar, da ihm nur noch ein Out verblieb.

Der J ließ sich auf Turn und River mit 3 und Q aber nicht blicken, und Sindelar war raus.

Während van Hoof danach zunächst einsam seine Kreise drehte, verlor Andoni Larrabe zunächst  einen großen Pot mit KQ gegen die Könige von Billy Pappas, ehe er schließlich von van Hoof vom Tisch genommen wurde.

Der hatte mit K 5 geraist und sah sich nun mit Larrabes All-In konfrontiert. Wieder sprachen die Pot Odds für einen Call, und Larrabe zeigte J T.

Schon der Flop mit K 8 3 ließ wenig Zweifel am Ausgang der Hand, und nach 8 und 6 auf Turn und River stand fest, dass Larrabe sich immerhin den sechsten Platz und 1,6 Millionen Dollar gesichert hatte.

Zähes Ringen bis zum Aus von Billy Pappas

Die größten Sympathiewerte am Finaltisch besaß vermutlich der Pokeramateur und Tischfußballweltmeister Billy Pappas, der eigentlich William Pappaconstantinou heißt und damit der Spieler mit dem längsten Namen in der Finaltischgeschichte ist.

Für ihn ging das Turnier zu Ende, als er mit A J das All-In von Martin Jacobson callte und gegen dessen 5 5 zum klassischen Coinflip antrat.

Direkt der Flop brachte eine weitere Fünf, und zwei Karten später blieben Pappas nur noch 50.000 Chips – ein Drittel einer Ante.

Zwar fühlte man sich an die berühmte Episode von Jack Straus und dessen Chip-and-a-chair erinnert, doch das gleiche Wunder erlebte Pappas nicht.

Sein letzter Chip ging mit 77 gegen van Hoofs Buben flöten, doch sind Platz 5 und über 2,1 Millionen Dollar Preisgeld natürlich ein großer Erfolg für ihn.

Mit Tonking geht der letzte US-Amerikaner auf Platz 4

Besser hätte das Finale für Will Tonking nicht beginnen können, schließlich übernahm er mit dem gewonnenen Monster-Pot gegen Mark Newhouse die Führung.

Allmählich schwand sein einst beeindruckender Stack jedoch und er rutschte im Chipcount immer weiter nach hinten.

Bisweilen hinterließ sein Spiel auch einen etwas zu passiven Eindruck. In seiner letzten Hand jedoch pushte er mit 2 2, doch dieses Mal zahlte sich die Aggressivität nicht aus, rannte er doch in T T von Martin Jacobson.

Billy Pappas Foosball Poker RakeTheRake
Billy Pappas - Sympathieträger und Fünftplatzierter.

Der Schwede musste nach dem Flop J 5 4 mehr zittern, als ihm lieb war, aber am Ende wanderten die Chips nach 6 Turn und Q River zu ihm, und er konnte seinen Stack beträchtlich ausbauen.

Abbruch bei noch drei Spielern

Nach Tonkings Aus wurde zwar noch weitergespielt, um das geplante Heads-Up zu erreichen, aber nach zwanzig weiteren Händen wurden die Bemühungen abgebrochen.

Die Stacks der drei verbliebenen Spieler hatten sich eher angenähert als entfernt, wodurch eine schnelle Entscheidung immer unwahrscheinlicher wurde.

Jorryt van Hoof aus den Niederlanden, Martin Jacobson aus Schweden und Felix Stephensen aus Norwegen ermitteln also morgen um drei Uhr mitteleuropäischer Zeit den neuen Poker-Weltmeister.

Alle drei zeigten heute eine couragierte Leistung und haben mit mindestens 46BB noch reelle Chancen auf den Titel. Ein spannendes Finale ist also vorprogrammiert.

Hier der Stand vor dem Finale:

1

Jorryt van Hoof 

Niederlande

89.625.000

2

Martin Jacobson

Schweden

64.750.000

3

Felix Stephensen

Norwegen

46.100.000

 

Bisherige Platzierungen der November Nine 2014

1

-

 

$10.000.000

2

-

 

$5.145.968

3

-

 

$3.806.402

4

William Tonking

USA

$2.848.833

5

Billy Pappas

USA

$2.143.174

6

Andoni Larrabe

Spanien

$1.622.080

7

Dan Sindelar

USA

$1.235.862

8

Bruno Politano

Brasilien

$947.077

9

Mark Newhouse

USA

$730.725

 

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