WSOP – Lindgren gewinnt Bracelet, zwei Deutsche im Razz-Finale

Erick Lindgren Kisses Erica Lindgren
Erick und Erica.

Erick Lindgren hat sein Comeback heute mit einem NLHE-Bracelet gekrönt. Am Finaltisch des Razz-Events nahmen zwei Deutsche Platz. Hellmuth spielt den Fold des Tages.

Ereignisreiche Tage bei der WSOP. Drei Events gingen heute zu Ende, und eines der Bracelets ging wieder nach Belgien.

Lindgrens wundersames Comeback

Zwei harte Jahre liegen hinter Erick Lindgren, geprägt von Spiesucht und finanziellen Schwierigkeiten. Aber Lindgren hat eine Familie im hintergrund, die ihn liebevoll unterstützt, und er gehört noch immer zu den Besten.

Was er heute bewiesen hat.

Lindgren war im Finale von Event Nr. 32, $5000 NLHE 6-max bis zum Heads-up gegen Lee Markholt Chipleader, aber seinem Landsmann gelang es schließlich, auszugleichen.

In der entscheidenden Hand traf Erick Lindgren mit Assen Top Set gegen Bottom Two Pair von Markholt.

Nach seinem Finaltisch bei der WPT Championship ist Erick mit diesem Braceletgewinn endgültig wieder auf die große Pokerbühne zurückgekehrt.

Es ist das zweite Bracelet für den Amerikaner. Eventuelle finanzielle Probleme sollten dank der Siegprämie ebenfalls abgemildert werden können.

Bester Deutscher war Marvin Rettenmaier auf Platz 38.

Payouts am Finaltisch:

  • 1. Erick Lindgren, $606. 317
  • 2. Lee Markholt, $374.960
  • 3. Jonathan Little, $238.833
  • 4. Connor Drinan, $157.274
  • 5. Vasile Buboi, $106.830
  • 6. Ryan d’Angelo, 74.768

Pauli und Bojang am Finaltisch

Als noch acht Spieler zusammenkamen, um das Finale von Event Nr. 33, $2500 Razz, machten wir uns berechtigte Hoffnungen auf ein zweites Bracelet für Deutschland.

Mit Sebastian Pauli und Ísmael Bojang hatten wir noch zwei Eisen im Feuer, und das passiert nun wirklich nicht alle Tage.

Ismael Bojang, der Vielspieler unter den Deutschen in diesem Jahr, wurde endlich mit einem Finaltisch belohnt. Leider war er auch derjenige, der diesen als erster wieder verlassen musste.

Ismael Bojang
Finaltisch für Bojang.

Glücklicher verlief der Spieltag für Sebastian Pauli, der lange Zeit Shortstack war, aber dann nur um einen Platz am Podest vorbeischrammte.

Gewinnen konnte am Ende Bryan Campanello, der sich gegen WSOP-Legende David Bach durchsetzte.

Payouts am Finaltisch:

  • 1. Bryan Campanello, $178. 052
  • 2. David Bach, $110.098
  • 3. James Wheatley, $72.346
  • 4. Sebastian Pauli, $52.844
  • 5. Ivan Schertzer, $39.128
  • 6. Brent Keller, $29.369
  • 7. Rick Fuller, $22.351
  • 8. Ismael Bojang, $17.235

Belgien Europas beste?

Nach Davidi Kitai konnte mit  Michael Gathy wieder ein Belgier eines der WSOP-Bracelets abgreifen.

Das kleine Land im Westen schwingt sich  langsam zur besten Pokernation Europas auf. Allerdings saß mit Jake Cody noch ein weiterer Europäer am Tisch.

Die traditionelle Pokerheimat England kann sich die aufmüpfigen Spieler ohne eigene Landessprache ja nicht einfach so gefallen lassen.

Bester Deutscher in Event Nr. 34, $1000 NLHE Turbo war Rudolf Zintel auf Platz 43. Jennifer Tilly, die sich ja eigentlich aus dem Pokerzirkus verabschieden wollte, erreichte den 13. Platz und erreichte damit beinahe einen weiteren Finaltisch.

Phil Hellmuth
Es macht Spaß, Phil Hellmuth zu sein.

Hellmuth‘ Fold des Tages

In Event Nr. 35, $3000 PLO, war Phil Hellmuth hauptsächlich damit beschäftigt, Phil Hellmuth zu sein. Er spielte viele Hände, redete viel und regte sich oft auf.

Warum Hellmuth aber am frühen Morgen seinen 98. WSOP-Cash erreichte – eigentlich unfassbar -, zeigt diese Hand von Hellmuth gegen einen uns unbekannten Spieler.

Dieser war UTG, gegen Hellmuth in die Hand verwickelt. auf dem Flop

     

setzte der Unbekannte 15.500, die Hellmuth bezahlte.

auf dem Turn  

setzte der Unbekannte weitere 34.000, und Hellmuth begann zu fluchen.

Dann warf Hellmuth offen ein Ass, einen Buben und eine Fünf ab. Den Spielern standen die Münder offen, und sie waren endgültig fassungslos, als Hellmuths Gegner ein Paar Achten zeigte.

„Ich wusste, dass ich ihn auf dem Flop hatte, aber auf dem Turn hatte ich das Gefühl nicht mehr“, sagte Hellmuth.

„Also wusstest du, dass ich Achten hatte?“, fragte sein Gegner. „Pass mal auf,“ murmelte Hellmuth. „Ich habe 13 Bracelets. Dafür gibt es einen Grund.“

Chapeau, Phil Hellmuth! Zum Finale reichte es aber trotzdem nicht. Hellmuth schied auf Platz 26 aus.

Alle deutschen Cashes finden Sie hier.

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