WSOP Recap 3. Juni 2012

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WSOP 2012

WSOP – Hängepartie bei Cheong, Griffin scheitert und Liesy legt gut los In der vergangenen Nacht musste ein Finale bei der WSOP verschoben werden, Triple-Crowner Gavin Griffin biss sich an einem Amateur die Zähne aus und es gibt Chancen für die Deutschen.



Event Nr. 6, $5k NLHE Mixed Max


Noch immer kein Ende fand Event 6, das in dieser Form zum ersten Mal auf dem Programm stand und für reichliche Organisationsprobleme sorgte. Während Joseph Cheong schon nach gut zwei Stunden als Finalist dieses Turniers feststand, das ab den letzten 32 Spielern im Heads-Up ausgetragen wurde, musste sich Aubin Cazals über 9 Stunden quälen, ehe er Warwick Mirzikinian niedergerungen hatte.
Cheong hatte sich mittlerweile an Event 9 beteiligt und schlug nicht ganz ernst eine Verschiebung des Finales auf September vor. Das Verdikt der Turnierleitung lautete aber, morgen früh um 9 Uhr Ortszeit anzutreten, also zur Geisterstunde für Pokerspieler. Noch nie wurde so früh eine Entscheidung bei der WSOP „erzwungen“.
Die beiden Kontrahenten haben vor dem finalen Duell fast identische Stacks – es kann also trotz des frühen Beginns ein langer Tag werden.

Hier der Zwischenstand vor dem Finale:
1     Joseph Cheong     3.112.000
2    Aubin Cazals     3.018.000

Die bisherigen Payouts:
3     Warwick Mirzikinian     162.443
4     Hugo Lemaire     162.443
5     Marvin Rettenmaier     68,151
6     Fabrizio Baldassari     68,151
7     Randy Haddox     68,151
8     Adam Geyer     68,151

Event Nr. 8, $1,5k Omaha Hi-Lo
Ein Bracelet gab es in der vergangenen Nacht dann doch noch. Zwar stand auch Event 8, ein Omaha Hi/lo-Turnier kurz vor dem Abbruch wegen der späten Stunde, aber es reichte letztlich.
Triple-Crowner Gavin Griffin schien auf dem besten Weg zu seinem zweiten Bracelet nach 2004 (er gewann damals bei Pot-Limit Hold’em), doch der 70-jährige Amateur Herbert Tapscott hatte etwas dagegen.
Im finalen Heads-Up setzte er zu einem fast unglaublichen Lauf an, gewann Hand um Hand und schließlich auch das Bracelet gegen einen entnervten Griffin, der via Twitter bekannt gab, dass er keine Chance gehabt habe.

Endstand:

1.    Herbert Tabscott:$264.400
2.    Gavin Griffin:$163.625
3.    Ashly Butler:$102.373
4.    Can Kim Hua:$74.306
5.    Michael Kleist:$54.855
6.    John Racener:$41.121
7.    Thayer Rasmussen:$31.278
8.    Raymond Davis:$24.111
9.    Bryan Jolly:$18.837

Event Nr. 9, $1,5k No-Limit Hold’em Re-Entry

Gleich zwei Starttage waren nötig, um bei Event 9 die über 3.400 Spieler unterzubringen. Joseph Cheongs Ausflug von Event 6 war trotz guten Beginns nicht von Erfolg gekrönt, er schied kurz vor Schluss bei einem verlorenen Coinflip aus.
Besser erging es Dominik Nitsche, der sich wie Landsmann Konstantin Bücherl am Vortag für den zweiten Turniertag qualifizieren konnte. Mehr als nur noch dabei sind auch John Juanda, Jason Mercier und Liv Boeree, die sich aussichtsreiche Stacks erarbeiten konnten.
Bei noch 504 Spielern heißt das aber wenig, denn es gilt drei weitere Turniertage zu überstehen.

Event Nr. 10, $5k Seven-Card Stud


Richtig stark war das Feld bei Event 10, das nicht nur 5.000 Dollar kostete, sondern auch in der bei jungen Spielern ungeliebten Variante Seven-Card Stud ausgetragen wird. Für Phil Ivey ging auch bei diesem Anlauf nichts, er schied genauso aus wie Phil Hellmuth, Daniel Negreanu und Barry Greenstein.
Echter Experte in einer der schwierigsten Pokervarianten überhaupt ist der Deutsche Marco Liesy, der diesen Ruf mit Platz 9 im Zwischenklassement unterstrich.
Auch hier sind aber noch weite Wege zu gehen, denn von 91 übrigen Spielern werden am Ende lediglich 16 mit einem Preisgeld entlohnt. Insgesamt sind hier „nur“ 681.000 Dollar im Pot, da sich gerade einmal 145 Spieler anmeldeten und damit für die bisher schwächste Beteiligung der WSOP 2012 sorgten.

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