WSOP – Blom Erster, Hellmuth Letzter

viktor blom wsop2012
"One-Outer, Baby!"

Tag 3 der Players Championship endete mit einem Paukenschlag – und Verzweiflung.

26 der anfangs 108 Spieler überstanden in den Morgenstunden den dritten Tag der $50k Players Championship. Zu Beginn des Tages waren es noch 62 gewesen.

Chipleader war zunächst Andy Bloch, der seinen Stack von 687.000 zwar vorübergehend sogar auf über eine Million aufbauen, fiel dann aber wieder knapp unter seinen Startstack zurück. Bloch ist noch immer dabei, liegt mit jetzt 667.000 Chips aber nur noch auf Platz 11.

Als der Floorman ankündigte, dass nur noch sechs weitere Hände an diesem Tag gespielt werden sollten, schien David Oppenheim bereits als neuer Chipleader festzustehen.

Dann jedoch überschlugen sich die Ereignisse.

Viktor Blom konnte zum Ende noch verdoppeln und übernahm die Führung. Der Schwede hält nun 1.262.000 Chips, während Cassidy auf 141.000 abstürzte.

Ein Out für Blom

Gespielt wurde Pot Limit Omaha, und Joe Cassidy spielte gegen Blom auf einem Flop 9 T 5. Auf Cassidys Check setzte Blom 38.000. Cassidy erhöhte auf 138.000, Blom bezahlte.

Auf dem Turn A übernahm Cassidy die Initiative und annoncierte eine Pot Bet. Blom bezahlte und war all-in.

Blom: 9 9 A 2

Cassidy: T T A Q

Full House über Full House, und Blom hielt das niedrigere. Es gab nur eine Karte, die ihn vor dem Ausscheiden bewahren konnte: die 9.

Auf dem River fiel die 9.

Beide Spieler sprangen auf, aber während Cassidy sich minutenlang verzweifelt die Mütze raufte, lief Blom breit grinsend zu seinem Kumpel Luke Schwartz herüber, klatschte ihn ab und rief: „One Outer, Baby.“

Schwartz gratulierte pflichtschuldigst und fuhr danach fort, Phil Hellmuth um den Verstand zu bringen.

Hellmuth auf dem Weg zur Hölle

phil hellmuth wsop2012
Kein guter Tag für Phil Hellmuth.

Der 12-fache Braceletgewinner hielt zwischenzeitlich 750.000 Chips, verlor aber nach und nach fast seinen kompletten Stack und fand sich schließlich am Ende der Chiptabelle wieder.

Maßgebliche Schuld daran trug Luke Schwartz, der Hellmuth immer wieder in Verlegenheit brachte.

Während der NLHE-Runde ging Schwartz auf ein Raise von Hellmuth vom Big Blind aus pre-Flop all-in und zwang den Amerikaner so, A-Q zu folden.

Später, während Omaha Hi-Lo spielte Schwartz gegen Hellmuth eine Hand, die dem „Poker Brat“ buchstäblich die Tränen in die Augen trieb.

Nach Pre-Flop-Raise und Call sahen die beiden Kontrahenten einen Flop 3 A 8. Hellmuth checkte im BB, Schwartz setzte vom Button und bekam den Call.

Der Turn 9 wurde von beiden Spielern geschoben, und die Q auf dem River veranlasste Hellmuth zu einer Bet, die Schwartz wiederum bezahlte.

„Sieben zwei für das Low“, sagte Hellmuth und zeigte 7 2 A T. Schwartz annoncierte zwei Paare und zeigte Q 9 K K.

Runner Runner für Schwartz, und Hellmuth ließ einen tiefen Seufzer vernehmen, was die anderen Spieler am Tisch zu herzhaftem Lachen veranlasste. Das scheint inzwischen die allgemein übliche Reaktion zu sein, wenn Hellmuth eine Hand verliert.

Auf Twitter beschwerte sich Hellmuth später bitterlich über sein Unglück. Das dürfte ihm weitere Lacher einbringen.

Deutsche Spieler finden sich leider nicht im Feld. Dafür sind Phil Ivey, Jeff Lisandro und zwei Mizrachis noch dabei.

Chipcount nach Tag 3:

1. Viktor Blom – 1.262.000
2. David Oppenheim – 1.165.000
3. Daniel Alaei – 1.058.000
4. David ”ODB” Baker – 1.025.000
5. John Hennigan – 992.000
6. Bill Chen – 984.000
7. Stephen Chidwick – 874.000
8. Mike Wattel – 870.000
9. Bruno Fitoussi – 861.000
10. Chris Klodnicki – 858.000
11. Andy Bloch – 667.000
12. Lyle Berman – 660.000
13. Ben Yu – 653.000
14. Michael Mizrachi – 632.000
15. John Monnette – 586.000
16. Roland Israelishwili – 570.000
17. Luke Schwartz  - 500.000
18. Antony Lellouche – 447.000
19. Phil Ivey – 397.000
20. Brett Rochey – 256.000
21. Robert Mizrachi – 252.000
22. Jeff Lisandro – 204.000
23. David Chiu – 160.000
24. Joe Cassidy – 141.000
25. Michael Glick – 71.000
26. Phil Hellmuth – 28.000

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