WSOP Geheimtipps Italien - Forza!

Francesco De Vivo
Francesco De Vivo.

Na, schon ein paar Wetten auf die WSOP abgeschlossen? PL.it sagt uns und Ihnen, wer in diesem Jahr aus dem Land von Rigatoni, Luca Toni und Berlusconi noch von sich reden machen wird.

Während bei den Fußballern aus Italien vor großen Turnieren ja immer mal wieder ganze Mannschaftsteile geschlossen dem Amtsrichter vorgeführt werden müssen, sind die Pokerspieler über derartige Manipulationsverdachte erhaben. Wie soll man denn auch mit Absicht verlieren?

Dario Minieri, Luca Pagano oder Max Pescatori sind jedermann ein Begriff und immer für einen Turniersieg gut, aber unser italienischer Redaktionskollege Kollege Giovanni Angioni von der schönen Insel Sardinien hat sich einmal ein paar Gedanken darüber gemacht, auf welche weniger bekannten Spieler man in diesem Sommer ein Auge haben sollte.

Und falls Sie mit der Idee spielen, in diesem Sommer die eine oder andere Eurone auf einen Spieler zu setzen, dann schreiben Sie die folgenden Namen besser gleich mit.

Francesco De Vivo

Unser erster Kandidat betrat die Pokerbühne mit dem Gewinn der Everest Poker Promotion „Live the Dream“.

Der Mann aus Turin hat schon seit Jahren den Traum, bei der World Series den Durchbruch zu schaffen. Und jetzt könnte es soweit sein. Ein vierter Platz bei der IPT, ein zweiter gar bei der EPT Kopenhagen und ein fünfter Platz bei der EPT San Remo waren achtbare Ergebnisse, nur knapp an einem Titel vorbei.

Dario Sammartino WSOP
Dario Sammartino.

Immerhin konnte der frühere Immobilienmakler schon über €715k erspielen. Auch bei der WSOP hat er bereits Erfahrungen gesammelt. Im vergangenen Jahr erreichte er ebenso die Geldränge wie 2008, als er mit Platz 503 sein bisher bestes Ergebnis im Main Event erspielte.

Dario Sammartino

Eine ganze Reihe von Finaltischen hat Dario Sammartino bereits vorzuweisen, allerdings liegen sie alle im Bereich von <€1500 Buy-in.

Bei der WSOP Europe gelang ihm im vergangenen Herbst jedoch ein Achtungserfolg, als er die letzten beiden Tische erreichte. Das zeigt, dass wir es hier mit einem schlafenden Riesen zu tun haben könnten, der jederzeit aufstehen und alles um sich herum zermalmen kann.

Bei der WSOP ist Sammartino bisher noch nicht in Erscheinung getreten, aber das soll ja bei gewissen anderen Main Event Champions genauso gewesen sein.

Sergio Castelluccio

Sergio Castelluccio
Sergio Castelluccio.

Während Sammartino ein ziemlicher Schuss ins Blaue ist, haben wir es bei Castelluccio schlicht und einfach mit einem der besten Spieler zu tun, die Italien in den letzten Jahren hervorgebracht hat.

Castelluccio geht so mathematisch an das Spiel heran wie kaum ein anderer. Das hat ihn inzwischen an die Spitze der Tabelle „Italian Player of the Year“ gebracht, damit einher gingen Gewinne in Höhe von €433.000. Nur für das Jahr 2012, versteht sich.

Der stets bescheidene und seine Gegner respektierende Castelluccio ist seit 2008 als Profi unterwegs und konnte bisher über €900k einspielen. Beim Grand Final der EPT kam er 2009 auf Platz 16 und in diesem Jahr sogar auf Platz vier. Allein diese beiden Ergebnisse waren €600k wert.

Ein Sieg bei der IPT San Remo und eine Reihe weiterer guter Ergebnisse bei IPT und Einzelevents zeigen, dass Castelluccio ein ausgereifter Spieler ist, der sich einen großen Titel längst verdient hat.

Rocco Palumbo

Rocco Palumbo WSOP
Rocco Palumbo.

Aus Genua, der Hauptstadt Liguriens, kommt unser nächster Kandidat. Palumbo war einmal ein Buchhalter, der Magic The Gathering spielte. Aus dieser Zeit stammen seine theoretischen Kenntnisse und seine taktischen Fähigkeiten. Inzwischen wurde Palumbo schon zweimal als bester Spieler Italiens nominiert.

Der 1988 geborene, verheiratete Familienvater ist das Sinnbild eines bodenständigen Spielers, der weiß, das jedes Turnier eine Menge Arbeit bedeutet und das seine €2640k Turnierprämien viel Schweiß und Tränen gekostet haben – aber keineswegs Glückssache sind.

Zu Rocco Palumbos Erfolgen zählen back-to-back-Siege beim Omaha Poker Grand Prix, ein siebter Platz bei der EPT San Remo 2011 und ein zweiter Platz im NLHE Mega Event der WPT Venedig 2012.

Giovanni Rizzo

Dieser Mann ist ein richtiger Geheimtipp und selbst für viele italienische Leser eine Überraschung. Rizzo hat bisher noch keine sechsstellige Summe erspielen können – seine Prämien belaufen sich auf €85.072 – aber er besitzt bereits drei Cashes bei der WSOP und drei bei der WPT.

Giovanni Rizzo WSOP2
Giovanni Rizzo.

Vor allem gebührt Rizzo aber unsere Aufmerksamkeit, weil er selbst Medienschaffender ist und Poker in Italien ein anderes Gesicht geben konnte als das von Minieri und Co.

Außerdem, mal ganz eigennützig, wann findet man schon Mal einen Pokerprofi, der weiß, wie man Instagram benutzt?

Haben wir Ihr Interesse geweckt? PokerListings ist live in Las Vegas vor Ort und berichtet täglich in unserer WSOP-Sektion.

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