WSOP Tag 8 – Ohne Bracelets, aber mit Finale

Rettenmaier
Marvin Rettenmaier feierte zwar keinen WSOP-Titel, kam aber nah ran.

Vier Events liefen gestern simultan, aber Gewinner wurden nicht gekürt. Marvin Rettenmaier setzte ein Ausrufezeichen.

Erstmals wird bei der WSOP in diesem Jahr mit festen Schlusszeiten gespielt. Das hat nun bereits mehrfach dazu geführt, dass Turniere länger dauern als geplant.

Und das ist gestern in Las Vegas passiert:

Event Nr. 8, $1k NLHE Finale

Da haben wir schon das erste Beispiel. Bei noch drei Spielern wurde das Turnier (bei Veröffentlichung) vor wenigen Minuten abgebrochen. Mit zwei Briten – Sadan Turker und Sean Getzwiller – und einem Amerikaner – Jon „Pearljammer“ Turner – stehen die Chancen auf ein dritte Bracelet für das Vereinigte Königreich ausgezeichnet. Zumal Turker ca. 2/3 der Chips besitzt.

Jonathan Duhamel stand verständlicherweise am stärksten im Rampenlicht dieses Turniers. Am Ende reichte es für den kanadischen WSOP-Champion für Platz 54 und zu vernachlässigende $9738.

jonathan duhamel
Jonathan Duhamel wurde 54. in Event Nr. 8.

Das war aber immer noch besser als das, was die beiden besten Deutschen aufzubieten hatten: Tim Rahmberg (80.), Mathias Preuss (98.) und Tim Kahlmeyer (423.) erreichten immerhin die Geldränge. Dabei feierte Rahmberg mit bereits seinem zweiten Cash einen Achtungserfolg.

Zu einem ungewöhnlichen Zwischenfall kam es am Finaltisch, als plötzlich markierte Karten auftauchten. Es erwies sich schnell, dass kein Betrug, sondern ein Konstruktionsfehler vorlag, denn die betroffene Pik 4 (sowieso keine Karte, die häufig markiert wird) trug auch bei den Ersatzdecks zwei feine schwarze Linien auf dem Rücken.

Da die Linien nur unter den Schweinwerfern auf der Bühne zu erkennen waren, wurden die Spieler kurzerhand an einen Tisch im Außenbereich verlegt.

Event Nr. 10, $1,5k 6-max NLHE, Tag 2

Noch 15 Spieler werden heute Nacht dabei sein, wenn es in den dritten und – wahrscheinlich – letzten Tag dieses Events geht. Chipleader ist Jeffrey Papola, Fünfter der in letzter Zeit sehr erfolgreiche David Vamplew aus Schottland.

Mit Marvin Rettenmaier auf Platz 21 ($15.552) ist wieder ein deutscher Spieler knapp daran gescheitert, sich ganz nach vorne zu spielen. Immerhin belegt dieser Achtungserfolg nach dem erfolgreichen Abschneiden von Thorsten Schäfer bei der PLHE Championship die geradezu seherischen Fähigkeiten unserer Redakteure.

Event Nr. 11, $10k Omaha Hi-Lo Championship, Tag 2

Spannend wird es nun auch bei der nächsten $10k Championship. 22 Hi-Lo-Spezialisten haben noch die Chance auf das goldene Bracelet. Angeführt werden sie von Chipleader Guillaume Rivet. Jason Mercier konnte sich gerade so ins Geld retten und kassierte als 27. immerhin noch $16.329.

Alessio Isaias Superlauf hält an. Er liegt im Chipcount auf Platz 2. Der Gestrige Chipleader Eric Buchman geht nun als Shortstack in den letzten Tag, die (nicht verwandten) Shaun und Freddy Deeb lauern ebenso wie Altmeister Mike Sexton im Mittelfeld.

Deutsche Starter: keine.

Event Nr. 12, $1,5k Triple Chance NLHE, Tag 1

1340 Spieler kämpfen um eine gute Million Dollar Preispool in diesem Event, in dem man seinen Startstack entweder in drei Teilen oder komplett auf einmal einsetzen kann.

Auf den Sieger warten $352.000. Den ersten Tag beendete Peter Hernandez mit den meisten Chips, dicht gefolgt von Jonathan Karamalikis und J. C. Tran.

Ebenfalls unter den 160 verbleibenden Spielern: Andy Black, Isaac Haxton, Carlos Mortensen, Jeff Shulman, David Sklansky, Ted Forrest, Kathy Liebert und Andrew Frankenberger.

Deutsche Starter waren Lukas Baumer, Konstantin Bücherl, Dragan Galic, Manig Loeser, Paul Palathinkal, Marc Sander, Thorsten Schäfer, Eddy Scharf, Stefan Schmidt, Martin Schulte und Hans Werz.

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