WSOP Main Event Tag 5 – Der Fluch der Asse

max heinzelmann
Max Heinzelmann verlor einen der größte Pots des Tages.

Bach, Heinz und Lamb waren die dominierenden Namen des gestrigen Spieltags. Heinzelmann stürzte jäh ab, auch Daniel Negreanu schied aus.

Es war die Hand, über die an Tag 2 am meisten diskutiert wurde. Max Heinzelmann war gegen Shaun Deeb mit einer 6-Bet all-in gegangen, Deeb bzahlte mit AA, und Heinzelmann fand mit A-6 eine Sechs auf dem Flop und eine weitere auf dem River. Deeb schied kurz danach aus.

Gestern wurden die Asse Heinzelmann gleich zweimal zum Verhängnis. In den Top Ten liegend, verlor Heinzelmann einen 1,5 Mio.-Pot gegen JP Kelly. Dass Heinzelmann auf dem Board K-T-3-K-K mit T-6 auf dem River setzte, erscheint dabei verständlich, seine Erhöhung mit dieser Hand aus früher Position pre-Flop und der out of position Call von Kellys 3-Bet vom Button war allerdings ein höchst fragwürdiger Spielzug.

Später gelang es Heinzelmann noch einmal, mit 77 gegen QQ von David Bach zu verdoppeln, aber kaum eine halbe Stunde danach war es vorbei für den Schwaben. Mit AA bekam er gegen Bachs KK alle Chips in die Mitte. Bach fand nicht etwa einen König, sondern einen Flush auf dem River. Platz 151 und $54.851 für Max Heinzelmann.

david bach
Neuer Chipleader: David Bach.

Ein weiteres prominentes Opfer von gestern: Daniel Negreanu. Nach der Achterbahn an Tag 4 ging es gestern für den Kanadier immer nur in eine Richtung: bergab. Am Ende schob er mit TT all-in, wurde von Rupert Elder mit A-7s bezahlt – auch das ein diskussionswürdiger Call, denn Negreanu ist im Turnierpoker nicht gerade als Loose Cannon bekannt. Aber sei’s drum, ein Ass auf dem Turn sorgte für ein Aufstöhnen im Publikum und das Ende des Events für KidPoker.

Während die Einen nach Negreanus Ausscheiden eine kleine Träne verdrückten, rieben sich die Anderen nach einem Blick auf die Zwischenstände des Leaderboards verwundert die Augen. Auch ohne Heinzelmann hielten sich konstant zwei Deutsche in den Top Ten: Sebastian Ruthenberg und Pius Heinz.

Heinz hatte zwischenzeitlich über vier Millionen Chips und führte die Tabelle mehrfach an. Seine beiden Hauptkonkurrenten waren David Bach und – einmal mehr – Ben Lamb, dessen unfassbare WSOP mit einem Bracelet und drei Finaltischen noch immer kein Ende findet. Lamb dominierte die Konkurrenz gestern nach Belieben und beendete den Tag an der Vier-Millionen-Marke.

Vladimir Geshkenbein und Stefan Huber aus Schweiz halten die Hoffnungen der Alpenrepublik weiter am Leben. Beide erreichten Tag 6 über dem Chipdurchschnitt.

Dagegen erlebte der gestrige Chipleader Manoj Vishwanathan einen spektakulären Absturz. Er schied auf Platz 191 aus.

Mit Claudia Crawford, Amanda Musumeci und Erika Moutinho erheben noch drei Frauen Anspruch auf einen Platz am Finaltisch. Zu Beginn des Turniers hatte die Frauenqupte bei 3,5% gelegen, inzwischen steht sie bei 2,1%.

David Bach geht mit dem größten Chipstack in Tag 6, nicht zuletzt dank der über zwei Millionen, die er von Max Heinzelmann kassierte.

142 Spieler gehen heute in den sechsten Tag, und bester Deutscher ist wieder einmal Sebastian Ruthenberg. Der Wahl-Londoner zeigt bisher die konstanteste Leistung. In der Nacht wurde er an den Kameratisch gesetzt und zeigte mehrfach Jean-Robert Bellande seine Grenzen auf.

Auch Allen Cunningham saß an diesem Tisch. Von Cunningham hat man nach seinem Finaltisch im Jahr 2006 in puncto Turnierpoker nicht mehr viel gehört. Es könnte das Turnier seines Comebacks werden.

Erick Lindgren und Eli Elezra könnten ebenfalls noch für gute Einschaltquoten sorgen, liegen aber wie Cunningham weit hinten im Feld.

Ausgeschieden: Daniel Skolovy (Strategieautor bei PokerZeit), Darus Suharto, Freddy Deeb, Norbert Korn, Jo Krautwald, Martin Ross, Andreas Kauffeldt, Martin Dietrich, Stephan Keil, David Vamplew, Marvin Rettenmaier, Philipp Hochhuth, Philipp Harti, Wilfried Härig, Kevin Saul, Robret Kolbe, Max Heinzelmann, Daniel Negreanu.

Ausgewählte Chipcounts:

1. David Bach, 4.706.000
2. Pius Heinz, 4.699.000
3. Kyle Johnson, 4.654.000
4. Phil Collins, 4.109.000
5. Ben Lamb, 4.032.000
7. Sebastian Ruthenberg, 3.354.000
17. Vladimir Geshkenbein, 2.536.000
21. Julian Stuer, 2.390.000
33. Joseph Cheong, 1.988.000
38. Claudia Crawford, 1.880.000
67. Philipp Gruissem, 1.262.000
83. Sami Kelopuro, 936.000
93. Erika Moutinho, 878.000
105. Amanda Musumeci, 738.000
109. Eli Elezra, 707.000
115. Allen Cunningham, 641.000
125. Alexander Debus, 535.000
133. Alexander Dietrich, 388.000
134. Erick Lindgren, 385.000

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