WSOP Main Event Tag 2A – Hellmuth verschläft, Ruthenberg weiter vorn

Phil Hellmuth
Heute schon von Mike Matusow geweckt worden?

Phil Hellmuth sorgte einmal mehr für Aufregung, denn auch am zweiten Tag kam der Kalifornier zu spät – allerdings unfreiwillig.

eFreund muss man haben – solche wie Mike Matusow. Dem war nämlich gleich klar, dass da etwas nicht stimmte, als Phil Hellmuth bei Turnierbeginn von Tag 2A des WSOP Main Events nicht auf seinem Platz saß. Und tatsächlich: Auf Nachfrage in Hellmuths Hotel wurde Matusow erklärt, an der Tür hinge ein „Nicht stören“-Schild, und der Bewohner schlummere offensichtlich noch den Schlaf der Gerechten.

Hellmuth rennt

Nichts da, tönte Matusow, reingehen und aufwecken. Was danach geschah, fasst diese Twittermeldung von Phil Hellmuth zusammen. „Aus dem Bett gesprungen, angezogen, zum Auto gerannt. Wusste gar nicht, dass man auf Seitenstraßen 75 fahren kann.“

Nicht zu fassen: Phil Hellmuth dachte, er würde erst zu Tag 2B wieder antreten müssen. Man mag sich kaum seine Reaktion am nächsten Tag vorstellen, hätte man Hellmuth nicht rechtzeitig benachrichtigt.

Die Aufmerksamkeit war ihm jedenfalls mal wieder sicher. Und Hellmuth wäre nicht Hellmuth, wenn er nicht in der Lage wäre, sich in eine solche Problemsituation zu verbeißen. Sein Stack war schon auf unter 7000 Chips geschrumpft, als sich der Kalifornier mit über 1 ½ h Verspätung an den Tisch setzte, aber Hellmuth ließ sich nicht beirren. Er gewann einen kleinen Pot und kletterte schnell auf 9100, zu Beginn der Dinner Break waren es 12.000.

Nach eigenen Angaben war Hellmuth nicht ein einziges Mal all-in. Das ärgerte vor allem die Journalisten und Kameraleute, die um seinen Tisch herumlungerten, bestrebt, Hellmuths Ausscheiden inklusive Wutausbruch live vor die Linse zu bekommen. Sie wurden enttäuscht. Das änderte sich erst kurz vor Ende des Spieltags, als Hellmuth aus dem Big Blind ein All-in bezahlte – allerdings gegen einen kleineren Stack.

Hellmuth zeigte A-J, der Gegner nur K-J. Keine Sensationen auf dem Board, und Hellmuth gelang es, den Tag mit knapp 65.000 Chips zu beenden.

Es war, man kann das nicht anders sagen, wieder einmal ein denkwürdiger Tag bei der WSOP.

Deutsche Spieler mit Höhen und Tiefen

Sebastian Ruthenberg und Philipp Gruissem hatten Tag 1A in den Top 30 des Chipcounts abgeschlossen, und ihr guter Lauf setzte sich an Tag 2A fort. Ruthenberg beendete den Tag mit 290k (= 241 BB), Gruissem mit 245k (=204 BB). Die beiden sind damit weiter oben in der Chiptabelle zu finden. Bester Deutscher ist jedoch Wilfried Harig, der mit satten 366k auf Platz 5 der Chiptabelle liegt!

Nicht mehr dabei sind dagegen George Danzer und Michael Skender. Ein Schicksal, dass sie mit einer Reihe bekannter Spieler teilen. Auch der Titelverteidiger konnte Tag 3 nicht erreichen.

Ausgeschieden: Daniel Cates, Rolf Slotboom, Jan Heitmann, Marcel Luske, Vicky Coren, Jeff Sarwer, Johnny Chan, Scotty Nguyen, Lex Veldhuis, Isaac Baron, Jewgeni Timoshenko, Johnny Lodden, Gavin Smith, Phil Gordon, Jonathan Duhamel, Sam Farha.

Ausgewählte Chipcounts:

1. Alexander Mozhnjakow, 478.600 (Chipleader)
19. Shaun Deeb, 294.700
58. Andreas Zachai, 239.900
62. Markus Ritt, 237.000
67. Nikolai Senninger, 233.600
80. Vladimir Geshkenbein, 225.700
92. Markus Lehmann, 212.900
205. Eli Elezra, 151.700
319. Daniel Negreanu, 114.100
329. Joe Cada, 111.000
564. Phil Hellmuth, 64.900

Weitere Chipcounts


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