WSOP Tag 36 – Elf sind des Teufels Dutzend

 His Wife
Dramatik pur im $50k Event. Hellmuth wartet auf den River.

Phil Hellmuth wird auch bei der Players Championship Zweiter und erlebt nicht nur seinen größten Cash, sondern auch seine größte Enttäuschung.

Erst in den Morgenstunden wurde die $50k Players Championship entschieden, der prestigeträchtigste Event der WSOP neben dem Main Event.

In den letzten beiden Turnieren vor dem Main Event haben noch mehrere Deutsche die Chance auf ein Bracelet.

Event Nr. 55, $50k Players Championship, Finale

Es war das erwartet starke Finale, aber es war noch dramatischer als gedacht. An einem Finaltisch mit Scott Seiver, Ben Lamb, Matt Glantz und Altmeister Minh Ly konnte Phil Hellmuth einmal mehr seine Ausnahmeform zeigen, nahm mehrere Spieler persönlich vom Tisch und erreichte schließlich das Heads-up gegen Brian Rast mit einem leichten Chipvorsprung.

Hellmuth übernahm schnell die Kontrolle und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach etwas mehr als einer Stunde saß Hellmuth hinter einem Wall von 16,3 Mio. Chips, während Brian Rast gerade mal noch 2,9 Mio. besaß. 208 Hände waren zu diesem Zeitpunkt am Finaltisch gespielt.

Heads-up - das Drama

Es war gelaufen, das Ende nur noch eine Frage von wenigen Händen. Davon waren Publikum und Journalisten zu diesem Zeitpunkt überzeugt. Sie alle sollten Recht behalten, aber nicht so, wie sie es erwartet hatten.


4146 Brian Rast Victory
Brian Rast, Gewinner der $50k Players Championship

Hand 210: Hellmuth geht auf einem Board T 4 4 mit 9 6 all-in. Rast bezahlt mit A K. Hellmuth verpasst alle 14 Outs, und Rast verdoppelt.

Hand 213: Rast geht auf dem Board J 4 K mit K 7 all-in, Hellmuth bezahlt mit T 8, verpasst alle Flush-Outs, und Rast verdoppelt noch einmal. Plötzlich sind die Chipstacks der beiden Finalisten gleich groß.

Hand 215: Rast hält Q 4. Das Board verläuft K 4 2 3 J. Rast erwischt Runner Runner Flush und gewinnt einen weiteren großen Pot.

Hand 217: Hellmuth erhöht vor dem Flop, und Brian Rast geht mit. Der Flop fällt J T 9. Rast setzt, Hellmuth geht all-in, und Rast sagt:

„Sorry, Phil, ich habe die Nuts. Call!“

Rast: K Q

Hellmuth: 8 2

Hellmuth verpasst wieder alle Flush Outs, und das Turnier ist vorbei. „An deiner Stelle würde ich dem Dealer eine Million Trinkgeld geben“, sagt Hellmuth, nachdem er Rast zu seinem Sieg gratuliert hat.

Phil Hellmuth hat damit das dritte Heads-up bei der WSOP 2011 erreicht – und alle verloren. Gegen John Juanda im 2-7 Lowball, gegen Eric Rodawig im Seven Card Stud Hi-Lo, und nun gegen Brian Rast im 8-Game.

Es war Hellmuths fünfter Cash in diesem Jahr, und mit ca. $1,7 Mio. Gewinn ist es die erfolgreichste, die Hellmuth je gespielt hat. Kaum zu glauben, aber trotz seiner elf Bracelets hat Hellmuth noch nie einen siebenstelligen Gewinn einfahren können.

Event Nr. 56, $1,5k NLHE, Tag 2

42 der ehemals 3389 Spieler erreichten den dritten Tag, und mit Gavin Smith führt ein wohlbekannter WSOP-Spieler die Chiptabelle über Nacht an.

Marcello Iacino aus Frankfurt/M. ist momentan der beste deutsche Spieler im Feld. Mit 385.000 Chips liegt er über dem Durchschnitt und könnte vielleicht doch noch für ein Erfolgserlebnis sorgen.

Event Nr. 57, $5k PLO Hi-Lo, Tag 2

Auch im letzten Event vor dem großen Finale hat sich ein deutscher Spieler in den Vordergrund geschoben: Tobias Hausen schloss Tag 2 auf Platz 2 der Chiptabelle ab und hat damit alle Chancen auf einen Platz am Finaltisch.

Hausen erwischte in der letzten Turnierstunde eine phantastischen Lauf und baute seinen stack von 50mk auf 439k auf.

Ebenfalls unter den letzten 25 von anfangs 352 Spielern sind Nick Shulman und Allen Kessler, die die Chiptabelle anführen, sowie Phil Laak, David Bach, David Sands und Padraig Parkinson. Hausen wird mit allen außer Bach an einem Tisch sitzen, der schon jetzt als „Table of Death“ gilt.


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