WSOP Tag 32 – My big fat Greek Bracelet

Athanasios
Athanasios Polychronopoulos.

Es war der Tag der Frauen bei der WSOP 2011. Über 1000 Spielerinnen stürmten gestern das Rio Bellagio.

Damit war das Kräfteverhältnis, das normalerweise ja eher bei 10:1 für die Männer liegt, zumindest für einen Tag umgekehrt worden. Wie das aussah, sehen Sie in unserem Photoalbum.

Ob die Unbelehrbaren eine Wette verloren hatte oder ihre Teilnahme am Ladies Event tatsächlich für einen guten Witz hielten, ist ungewiss, ihr Ausscheiden wurde begeistert gefeeirt und von lauten Buhrufen begleitet.

Kommen wir zu den Männern: Athanasios Polychronopoulos hat auf jeden Fall den längsten – Namen, der je in die Geschichtsbücher der WSOP eingetragen wurde.

Die Events im einzelnen:

Event Nr. 48, $1,5k NLHE, Finale

Athanasios Polychronopoulos war einer von vier Spielern, die um den Titel “nachsitzen” mussten. Einer anderer war Jewgeni Timoschenko, dessen Name sich gegen den des Sieger allerdings ausnimmt wie An Tran.

„Es saßen nur gute Spieler am letzten Tisch. Die deutschen Spieler waren besonders hart zu knacken“, sagte Polychronopoulos nach dem Turnier.

Im Heads-up setzte er sich gegen Simon Charette durch, der gestern mit einem Suck-out Sebastian Winkler vom Tisch genommen hatte. Es ist das erste Bracelet für den griechischstämmigen Spieler, und die $650.223 sind bei weitem sein größter Gewinn. Natürlich gilt das für fast alle Spieler der Welt.

Event Nr. 50, $5k NLHE Triple Chance, Tag 3

Über 30 Spieler begannen den dritten dieses Events. Auf der Jagd nach dem Bracelet waren u. A. Spieler wie Jeff Sarwer, Barry Greenstein, Pierre Neuville und Isaac Baron. Leider konnte keiner von ihnen den letzten Tisch erreichen, dafür aber Vanessa Peng, die damit Chance hatte, als erste Frau seit 2008 ein Bracelet zu gewinnen.

Peng schied schließlich auf Platz sechs aus, und kurze Zei tspäter waren zehn Levels gespielt, und das Turnier wurde abgebrochen.

Vier Spieler kommen heute Nacht zurück, um ihren Sieger zu ermitteln: Adam Geyer, Darryl Ronconi, Antonin Teisseire und Eric Froehlich.

Event Nr. 51, $1,5k PLO Hi-Lo, Tag 2

134 Spieler traten an, und das Ziel lautete: Finaltisch. Fast wäre das Vorhaben gelungen, nur zehn Spieler waren noch übrig, als die zehn Tageslevels abgespielt waren. Fast hätte es auch für Mario Puccini gereicht, aber der Deutsch-Italiener verpasste den dritten Tag als 13. leider ganz knapp.

Als Chipleader geht nun David Sands in den letzten Tag. Er hat mehr als doppelt so viele Chips wieder Zweitplatziete und dürfte daher ein Wörtchen um den Titel mitreden.

Event Nr. 52, $2,5k Mixed Hold’em, Tag 2

Fast identisch mit dem PLO-Event war die Zahl der Spieler zu Anfang des Spieltages in diesem Turnier. 135 traten an, um einen Finaltisch auszuspielen. Da in der letzten Hand des Abends zwei Spieler gleichzeitig ausschieden, kann man wohl von einer Punktlandung sprechen, denn damit waren noch genau neun Spieler übrig.

Unter den Finalisten sind Noah Boeken und Matt Hawrilenko, Deutsche Spieler konnten sich nicht in den Geldrängen platzieren.

Event Nr. 53, $1k NLHE Ladies Championship, Tag 1

Wie immer steht das Ladies Event auch in diesem Jahr für literweise Östrogen – im Gegensatz zu den sonst üblicherweise testosterongeschwängerten Events – billige Witze – z. B. die getwitterte Dämlichkeit von Justin Smith: „Wer heute im Rio einen Süßigkeitenstand aufbaut, kann eine Menge Geld verdienen“ - und Männer ohne Würde, die sich entschlossen, in dem angeblich softeren Feld ihr Glück zu versuchen.

Warum die Männer – es waren mindestens sieben – sich so bloßstellen, erschließt sich uns nicht. Sicher ist, dass der Mann, dem es gelingen sollte, diesen Event zu gewinnen, poker- und gesellschaftstechnisch erledigt ist.

Nach Tag 1 sind Erica Schoenberg, Karina Jett, Amanda Baker und Christina Lindley weit oben in der Chiptabelle zu finden. Sie und weitere der schönsten Pokerspielerinnen der Welt finden Sie in unserem Blog.

Nächster Championship Event:

  • Event Nr. 55, $50k Players Championship
  • Event Nr. 58, $10k NLHE, Main Event

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