WSOP Tag 15 – ElkY gewinnt Dreifachkrone, Lehmanski scheitert

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Das erste Bracelet für Bertrand "ElkY" Grospellier.

Bertrand Grospellier gewann in der Nacht das erste Live 7 Card Stud Turnier seines Lebens. Max Lehmanski fiel einem Coin Flip zum Opfer.

Nach John Juanda war Bertrand Grospellier in der Nacht der zweite Starspieler, der sich bei der WSOP 2011 ein Bracelet sichern konnte. Und das nach einem der längsten Heads-ups aller Zeiten.

Die Ereignisse im Einzelnen:

Event Nr. 18, $1,5k NLHE, Finale

Eigentlich sollte das Turnier nur drei Tage dauern, aber dann wurde es einfach zu spät, und die letzten sechs Spieler mussten noch einmal antreten, um ihren Sieger zu ermitteln.

Von 3157 Spielern blieben am Ende nur Foster Hays und Casey Kelton. Hays setzte sich durch und kassierte satte $735k, Kelton immerhin noch $454k.

Event Nr. 20, $1k NLHE, Finale

Max Lehmanski war als Zehnter in der Chiptabelle mit großen Hoffnungen in den letzten Tag gestartet, konnte aber nichts mehr bewegen und schied letztlich als 14. aus. Wie so oft war es ein Coin Flip, der darüber entschied, ob Lehmanski der Sprung an den Finaltisch oder an die Bar gelingen sollte.

A-J gegen 7-7. Flop A-K-7. Also die Bar. $22.317 gibt’s für den enttäuschten Deutschen, der nicht weniger als 3161 Gegner hinter sich lassen konnte.

Selten gelingt es einem Spieler, einen Chipvorsprung über einen Finaltag zu retten und den Titel nach Hause zu bringen. Gestern Nacht zeigte Jason Somerville, dass dies zumindest möglich ist.

Das  soll nicht heißen, dass Somerville den ganzen Spieltag den größten Chipstack vor sich hatte. Im Gegenteil. Das konnte so ziemlich jeder der verbliebenen Spieler im Lauf des Tages von sich behaupten.

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Daniel Negreanu feiert mit Jason Somerville. Quelle: Pokernews.

Das Heads-up dauerte exakt eine Hand. Yashar Darian beschloss, mit K-4 gleich mal zu zeigen, wer hier der Chef am Tisch ist und 5-bettete all-in, aber Somerville hielt die Asse und konnte entsprechend gelassen damit umgehen. Die Asse hielten, und Somerville gewann knapp eine halbe Million Dollar. Darian erhält $305.009 für Platz 2.

Das Duell Somerville-Darian hatte Spieler und Zuschauer schon früher in Atem gehalten. Bei noch vier Spielern gewann Somerville ein All-in pre-Flop mit Neunen gegen Darians A-K – Board: J-J-J-Q-5 -, direkt danach knackte Darian mit T-8 Somervilles Asse – Flop: T-7-8.

Somerville hatte bei WSOP-Events bereits die Plätze fünf, vier, drei und zwei belegt. Jetzt gelang ihm unter dem Beifall von Kumpel Daniel Negreanu endlich der Triumph. Und das im kürzesten Heads-up der WSOP-Geschichte.

Event Nr. 21, $10k Seven Card Stud Championship, Finale

Ungleich länger, nämlich vier Stunden(!) dauerte das Heads-up in der Stud Championship zwischen Bertrand „ElkY“ Grospellier und seinem amerikanischen Gegner mit dem schönen Pokernamen Steve Landfish.

Und wer hat’s geahnt?

„Hanging around, hanging around. Kid’s got alligator blood. Can’t get rid of him.“ Phil Laak hatte das berühmte Rounders-Zitat schon zu Beginn des zweiten Tages benutzt und bewies damit die merkwürdige Weitsicht eines Mannes mit … sagen wir ... wirrem Geist. Tatsächlich sollte es überhaupt niemandem gelingen, den Franzosen loszuwerden.

Drei Dinge sind an diesem Ergebnis besonders bemerkenswert: 1. Es war das erste Seven Card Stud Turnier, das Grospellier je live gespielt hat. 2. Der Franzose holte einen 24:1 Chiprückstand wieder auf, und 3. ElkY gehört nun zu der illustren Elite der Spieler, die sich als Gewinner der „Triple Crown“ bezeichnen dürfen, also Titel bei den drei weltweit größten Turnierserien WPT, EPT und WSOP gewinnen konnten. Bisher gelang dieses Kunststück übrigens ausschließlich europäischen Spielern.

Der Titel ist für den Franzosen $331.639 wert, aber das Bracelet dürfte ihm mehr wert sein als das Geld, denn er hat schon mehrere Jahre lang darauf gewartet, sich eines davon um das Handgelenk binden zu dürfen.

Event Nr. 22, $1,5k PLO, Tag 2

117 Spieler kehrten am zweiten Tag des Turniers zurück. Sie waren nicht um die Aufgabe zu beneiden, einen Finaltisch auszuspielen.

Zum Glück ist PLO ein Action Game. Kurz nach zwei Uhr in der Nacht war das Feld auf neun Spieler geschrumpft.

Juha Vilkki gelang das Kunststück, nicht nur den Chiplead vom Ende des ersten Tages bis zum Finaltsich zu retten, sondern sich dabei auch noch einen gewaltigen Chipvorsprung zu erspielen. Mit 1,2 Mio. liegt er weit vor Rafe Kibrit mit 667.000.

Mit am Tisch sitzt auch der talentierte Mr. Sarwer, der einst als Schachwunderkind gefeiert wurde und Stammspieler bei den EPT-Events ist.

Event Nr. 23, $2,5k 8-Game, Tag 2

Aus 210 mach 25, hieß es gestern bei den Mehrkämpfern im Rio Bellagio. Als das Turnier um 3 Uhr Ortszeit unterbrochen wurde, hatte sich der letztjährige WSOP-Vizeweltmeister John Racener den Chiplead erspielt.

Mit Eric Buchman sitzt ein weiterer ehemaliger November Niner in den Top Ten, mit John Juanda sogar ein WSOPE-Champion und bereits Bracelet-Gewinner in diesem Jahr.

Event Nr. 24, $5k NLHE Shoot-out, Tag 1

40 von anfangs 387 Spielern erreichten Tag 2 und damit gleichzeitig die Geldränge. Einer von ihnen ist Thorsten Schäfer, der seinen Tisch in einem hochkarätigen Feld gewinnen konnte.

Heute Nacht werden die Finalisten ermittelt. Darunter könnten u. A. folgende Spieler sein: Gavin Smith, Toby Lewis, Marc Inizan, Maxim Lykow, James Akenhead und … Erik Seidel.

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