WSOP Tag 12 – Juanda schlägt Hellmuth im Heads-up

John Juanda

John Juanda gewann in der Nacht den $10k 2-7 Lowball Event, $367.110 und sein fünftes Bracelet. Hellmuth blieb sein 12. Triumph verwehrt.

Es gibt Leute, die glauben, Phil Hellmuth sei gar kein besonders guter Spieler. Das ist natürlich Quatsch, wie jeder, der auch nur ein kleines bisschen Fachwissen besitzt, Ihnen bestätigen wird. Elf Bracelets lassen sich nicht wegdiskutieren, schon gar nicht, wenn man seine Pokerkenntnisse aus ein paar Folgen High Stakes Poker zieht.

Dann wiederum gibt es Leute, die behaupten, Hellmuth könne nur Hold’em spielen, weil er all seine Bracelets in dieser Variante gewonnen hat. Diese Kritiker dürften nach der gestrigen Nacht ebenfalls verstummen.

Event Nr. 16, $10k 2-7 NL Championship Finale

Phil Hellmuth musste sich nach einem ausgedehnten Finale einem Spieler geschlagen geben, der nich nur zu den besten Lowball-Spielern der Welt gehört, sondern der auch mit unwiderstehlichem Spielvermögen vom letzten Platz der Chiptabelle an die Spitze stürmte: John Juanda.

Hellmuth Juanda
Juanda jubelt, Hellmuth geschlagen.

Es ist das fünfte Bracelet für Juanda, darunter eines für den Sieg beim WSOPE Main Event 2008. Hellmuth behält den Rekord mit elf Bracelets, konnte seinen Vorsprung aber nicht ausbauen.

Juanda blieb auch nach seinem Triumph bescheiden: „Eine Menge Leute sagen, Hellmuth kann nur Hold’em spielen, aber heute Nacht hat er ausgezeichnet gespielt“, sagte der Gewinner nach dem Finale. „Ich war von seinem Spiel ziemlich beeindruckt.“

Juanda war zwar offensichtlich der bessere Spieler in diesem Duell, aber Hellmuth zeigte, dass er keineswegs ein reiner Hold’em-Spezialist ist. Zu Beginn des Heads-ups hatte er einen 3,5:1 Chiplead, „und wenn die Karten anders gefallen wären, würde er jetzt hier stehen und dieses Interview mit Ihnen führen“, wie Juanda ehrlich anerkannte.

Hellmuth war so kurz vor dem Ziel verständlicherweise am Rande eines Nervenzusammenbruchs, zeigte sich am Ende aber fair. Er gratulierte dem Sieger per Handschlag und mit den Worten: „Gut gespielt, Kumpel, du bist so verdammt furchteinflößend.“

John Juanda hat in diesem Event bereits in den letzten beiden Jahren den vierten Platz belegt. Mit diesem sieg steigen seine Turniergewinne auf $11.775.000. Damit klettert er auf den fünften Platz und überholt ausgerechnet Phil Hellmuth, der ihm vor diesem Turnier um $46k voraus war, aber für den zweiten Platz „nur“ $226.907 kassierte.

Greg Raymer war der erste, der unter Juandas Aufstieg zu leiden hatte. Juanda doppelte gegen Raymer zweimal auf und nahm ihn schließlich vom Tisch. Bertrand Grospellier schrammte knapp am Finaltisch vorbei und landete auf Platz elf.

Es war der erste Event in diesem Sommer, in dem der Sieg keine Premiere für den Gewinner war.

Final Table Payouts:

1. John Juanda, $367.170
2. Phil Hellmuth, $226.170
3. Richard Ashby, $143.833
4. Steve Sung, $97.416
5. Nick Schulman, $69.216
6. David Baker, $51.485
7. Hasan Habib, $40.020

Event Nr. 15, $1,5k PLHE Finale

Pokerprofi Brian Rast sicherte sich sein erstes Bracelet und $227.232 Preisgeld.

Rast setzte sich gegen 764 Spieler durch und schlug am Ende Seriencasher Allen Kessler heads-up. Am Finaltisch saß auch PokerZeit Bracelet-Tipp Mika Paasonen, der am Ende Fünfter wurde.

Event Nr. 17, $1,5k HORSE Tag 2

Adam Friedman führt die letzten 17 der ehemals 963 Spieler in den dritten und – wahrscheinlich – letzten Tag.

Der Sieger des Turniers erhält knapp $290.000.

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